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Mythos #58: “Nötigung“

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung« (Erweitert):

„Die Leute kaufen Alkohol, Koffein und Tabak, aber illegale Drogen werden den Menschen aufgedrängt.“

Diese Vorstellung ist zutiefst fehlerhaft.

Die meisten Menschen sind durch Freundschaftsnetzwerke illegalen Drogen ausgesetzt, während legale Drogen wie Alkohol tatsächlich über Werbung und Sponsoring auf die Menschen gedrängt werden. Des Weiteren werden sie durch starke kulturelle Normen weiter unter Druck gesetzt, Alkohol zu konsumieren, um zu „feiern“, „Spaß zu haben“ und „dazu zu gehören“.

Es ist also eher wahrscheinlich, dass Menschen zu legalen Drogen „gedrängt“ werden.

Anmerkungen:

Die Normvorgaben und die Zwänge des gesellschaftlichen Lebens machen Alkohol, Zigaretten (Tabak) und Kaffee oftmals zu einer Einstiegsdroge. Es passiert sehr oft im Leben, dass Gäste sich genötigt fühlen, auf benannte Dinge in sozialen Kontext „einzusteigen“. Auch gängige Reklame stiftet Menschen häufig dazu an.

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

„Die Leute entscheiden sich dafür, Alkohol zu kaufen, aber illegale Drogen werden umworben.“

Die überwiegenden Menschen sind illegalen Drogen über Freundschaftsnetzwerke überlassen, während Alkohol den Menschen über Reklame, Sponsoring und große kulturelle Vorgaben aufgedrängt wird, um zu „feiern“, „Freude zu haben“ und „mitzumachen“.

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“People choose to buy alcohol, caffeine and tobacco, but illegal drugs are pushed on people.”

This notion is deeply flawed.

Most people are exposed to illicit drugs through friendship networks, whereas, legal drugs such as alcohol are actually pushed on people via advertising and sponsorship, and they are further pressured to use alcohol by powerful cultural norms to “celebrate”, “have fun” and “join in”.

So, if anything people are more likely to be “pushed” into legal drugs.

Added notes:

The standard specifications and the constraints of social life make alcohol, cigarettes (tobacco) and coffee often to a "gateway drug". It happens very much in life that guests feel compelled to "go into" named things in a social context. Even common commercials frequently encourages people to do so.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

“People choose to buy alcohol, but illegal drugs are pushed.”

Most people are exposed to illicit drugs through friendship networks, whereas, alcohol is pushed on people via advertising, sponsorship and powerful cultural norms to “celebrate”, “have fun” and “join in”. [12.11.2021,Twitter].

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 21.05.2022.

Schlagworte: Norm, Normen; Gesellschaftlicher, sozialer Drang; Aufdrängen, Drängen; Verhalten, Verhaltensmuster, Verhaltensweisen; Einstiegsdroge, Einstiegsdrogen, Hypothese, These, Theorie; Substanzen.

Mythos #49: “Bedingungen”

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

Besser, dass jemand vom Gericht zur Drogentherapie gezwungen wird, als ins Gefängnis zu gehen.“

Alles kann schmackhaft und gerechtfertigt erscheinen, wenn es als Alternative zum Gefängnis präsentiert wird.

Für die überwiegende Mehrheit, der unproblematischen Drogenkonsumenten, ist eine Zwangsbehandlung sinnlos, teuer und unethisch.

Für die kleine Minderheit problematischer Nutzer, die Hilfe benötigen und wünschen, ist es besser, dass sie nach einer gründlichen Bewertung freiwillig auf Hilfe in der Gemeinschaft zugreifen können. Des Weiteren ist es vorteilhafter für Betroffene, auf ein am besten geeigneten Behandlungsplan mit Zugang zu einer vollständigen Palette von Dienstleistungen abgestimmt zu werden; anstatt dass Betroffene ein „Zwölf-Schritte-Programm“ der erzwungenen Abstinenz durchführen müssen und mit der Androhung einer Gefängnisstrafe für jeden Fehler bedroht und stigmatisiert werden, sind die benannten Schritte der sicherste Weg.

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

“Besser, dass jemand eine Drogentherapie bekommt, als ins Gefängnis gehen zu müssen.”

Alles mag gerechtfertigt wirken, wenn es als Alternative zum Gefängnis präsentiert wird.

Für nicht problematische Drogenkonsumenten ist Zwangsbehandlung zwecklos, teuer und unethisch.

Für die kleine Randgruppe problematischer Benutzer, die Hilfe brauchen und wollen, ist es besser, wenn sie nach einer gründlichen Begutachtung freiwillig auf Hilfe zugreifen; anstelle eines erzwungenen „12-Schritte-Programm“ zur Enthaltsamkeit im Einheitsverfahren, bei dem bei jedem Scheitern eine Haftstrafe droht.

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“Better that someone gets treatment in Drug Court than go to prison.”

Anything can appear palatable and justified if presented as an alternative to prison.

For the overwhelming majority of non-problematic drug users, coercive treatment is pointless, expensive, and unethical.

For the small minority of problematic users who need and want help, it is better that they can access help voluntarily in the community, following a thorough assessment, and be matched to a best-fit treatment plan that has access to a full range of services; rather than having to carry out an enforced abstinence “12-step-programme“ with the threat of imprisonment looming for any failure.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

“Better that someone gets Drug Court than prison.”

Anything can be justified if presented as an alternative to prison. For non-problematic drug users, coercive treatment is futile, expensive, and unethical. [12.11.2021,Twitter].

For the small minority of problematic users who need & want help, it's better they access help voluntarily, following a thorough assessment; rather than a one-size-fits-all enforced abstinence “12-step-programme“ with the threat of imprisonment looming for any failure. [12.11.2021,Twitter].

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 09.04.2022.

Persönliche Bemerkung: Diese englische Satzbildung mit „Drug-Court“ ist wieder mal ein etwas markanter »Slang«. Hierfür ist gutes Wissen und eine kreative Übersetzung erforderlich.

Schlagworte: Menschenrechte; Chancengleichheit, Gleichheit, Gleichberechtigung; Würdigung, Akzeptanz, Anerkennung, Respektierung; Substanzen.