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Mythos #MIX-08: "Potenz"

🇩🇪 „Cannabis ist stärker geworden und hat mehr THC heutzutage.“

Das ist fast so wie als ob man sagen würde: „Cannabis weist heutzutage höhere THC Gehalte auf und ist somit unberechenbarer als in den 1970′er“ – oder: „Die Drogen da draußen haben sich verändert, sie sind jetzt reiner, stärker und gefährlicher, – sie sind tödlich“. [#RG-2],[#74].
Medien und vor allen Dingen die Polizei sind diejenigen, die diesen Unsinn verbreiten!
Die Sortenvielfalt hat sich in den vergangenen Jahrzehnten lediglich erhöht. Sorten mit niedrigeren THC Gehalten standen und stehen jedoch auch schon immer zur Verfügung, nur mit dem Unterschied, dass der Wirkstoffgehalt der Produkte im Schwarzmarkt eher selten bis nicht ersichtlich ist.
Das, was sich an Cannabis-Blüten durch moderne Zuchtmethoden gegenüber früher stark verändert hat, dass diese heute wesentlich kompakter im Volumen wurden, es sind also mehr Wirkstoffe dichter auf gleichen Volumen vorhanden und man braucht nicht mehr so viel Material zu transportieren.
Früher war hochpotentes Haschisch deutlich mehr verbreitet, heutzutage sind es überwiegend kompakte Blüten.
Seid dem Jahr 2006 etwa, werden Cannabis-Produkte im Schwarzmarkt jedoch immer häufiger mit synthetischen Cannabinoiden, bzw. Neuen-Psychoaktiven-Stoffen (NPS) behandelt. Genau diese Stoffe können die Produkte entsprechend überhöht potenter erscheinen lassen und ein höheres Risiko bedeuten.
Der unregulierte Schwarzmarkt macht Cannabis-Produkte mangels Information und fehlender Kennzeichnung undurchschaubar.


🇬🇧 “Cannabis has gotten stronger and has more THC these days.”

That's almost like saying, "Cannabis today has higher THC levels and is therefore more unpredictable than it was in the 1970s" – or: The drugs out there have changed, they are now purer, more powerful and more dangerous, – they are lethal [#RG-2],[#74].
The media and especially the police are the ones who spread this nonsense!
The variety of varieties has only increased in recent decades. However, varieties with lower THC levels have always been and are available, the only difference being that the active ingredient content of the products on the black market is rarely or not visible.
What has changed a lot about cannabis flowers compared to the past thanks to modern breeding methods is that they are now much more compact in volume, so there are more active ingredients in the same volume and you no longer need to transport as much material.
Highly potent hashish used to be much more common, but today it is predominantly compact flowers.
Since around 2006, cannabis products on the black market have increasingly been treated with synthetic cannabinoids or new psychoactive substances (NPS). It is precisely these substances that can make the products appear excessively potent and pose a higher risk.

The unregulated black market makes cannabis products unclear due to a lack of information and labeling.

Verweise:

Erstellt am: 12.06.2022,
Bearbeitet: 19.07.2024.

Schlagwörter: Drogenmythen; Turbocannabis, Turbo-Cannabis, Turbogras, Turbo-Gras; Potenter, Potenz, Stärke; Substanzen.

Mythos #MIX-04: “Psyche” (Studien/Analysen Version)

Index:

  • 🇩🇪 Deutschsprachiger Artikel.
  • 🇬🇧 English language article.
  • 🇩🇪 Verweise (Quellen). 🇬🇧 References (sources).


🇩🇪 „Es gibt viele, die nach Cannabis Konsum in eine Psychose gerutscht sind und sich ihr Leben ruiniert haben.“

Solche Aussagen sind ein Relikt aus dem „Reefer Madness“ Zeitalter, welche seit den 1930 Jahren an bis heute von Prohibitionisten (Verbotsbefürworter) benutzt und verbreitet werden.
Eine psychische Störung (Psychose) ist niemals monokausal, bzw. nur auf eine „einzelne“ Ursache zurückzuführen, auch nicht auf Cannabis-Konsum! [1].
Ca. 1% der Bevölkerung hat mindestens einmal im Leben eine Psychose. Grundsätzlich konsumieren Menschen mit psychiatrischen Störungen mehr Drogen oder Medikamente. Das kann kontraproduktiv sein, ist aber nicht die Ursache, sondern meist eine Folge. [2],[7].
Man kann sagen, dass Stress, insbesondere solcher, der durch die Folgen der Drogen-Prohibition und dessen repressiven (unterdrückenden) Eingriffe verursacht wird, viel größere Risikofaktoren für psychotische Traumatisierung bei Cannabis-Konsumenten darstellen, insbesondere für vulnerable (empfängliche), bzw. sensible Personen.

  • Psychose/Psychotische Symptome – Unterschiede:

Erst einmal sei gesagt, dass Psychosen und psychotische Symptome (Anzeichen) verschiedene Dinge sind:
Psychose: meint im Wesentlichen Störungen in Verhaltensweisen, der Wahrnehmung, also: Halluzinationen, Wahn-Vorstellungen bis hin zu Realitätsverlust oder Ich-Störungen, etc., die auf längere Zeitabschnitte ausgedehnt sein können.
Psychotisch: meint Anzeichen (Symptome) mit tendenziös flüchtigen Effekten, bzw. Episoden, die sich z.B. in Panik, Angst-Zuständen, Depressionen etc. äußern können. Psychotische Symptome werden teilweise mit Psychosen verwechselt. Obwohl psychotische Symptome in einzelnen Fällen als Vorläufer interpretiert werden können, enden sie jedoch nicht zwangsläufig in Psychosen.

  • Psychische Störungen  Ursachen:

Mit hoher Wahrscheinlichkeit stehen "Psychische Störungen" (Psychosen) im Zusammenhang mit bestehenden "Vorerkrankungen" (z.B.: Diathese); also genetischen Defekten, neurologischen Schäden (Schlaganfall, CADASIL, ...), Hirnverletzung (Hirntumore), Verletzungen, (parasitäre) Infektionen; sowie Stoffwechselstörungen (Hormon-System) im Kontext mit "Stress" im Vordergrund. Das Ganze wird als "(Vulnerabilität) Diathese-Stress-Modell" mitunter diskutiert.

  • Stress (Allgemein):
Stigmatisierung beeinflusst psychotische Erkrankungen nachweislich negativ. Den Einfluss von staatlicher Verfolgung auf die Cannabis-Psychose-Assoziation wird kaum diskutiert, obgleich das die fehlende Assoziation bei Dronabinol erklären könnte. [8].

Stress durch Kriminalisierung, Strafverfolgung, stetige Ungleichbehandlung und Stigmatisierung, Diffamierung (Herabwürdigung), sowie Pathologisierung (jemanden als krankhaft beschreiben) schadet der Gesundheit!
Stress durch eine Anzeige von Denunzianten bei der Polizei, den anschließenden repressiven Maßnahmen wie Intim- und Hausdurchsuchung, kann panische Angst auslösen und psychotischen, traumatisierenden Stress verursachen. – Per richterlichen Gerichtsbeschluss angeordnete Abstinenztherapien (z.B.: "Zwölf-Schritte-Programm") unter Zwang, können gleichfalls Stress-Probleme verursachen und psychotische Symptome erzeugen!
Aber auch gesteigertes Leistungsvermögen kann zu „Burn-out“ Stress führen. Tätigkeiten und Arbeiten, die ein hohes Maß an Konzentration erfordern und/oder unter Umständen sehr lange Zeiten ausgeübt werden, sowie auch übermäßiger Leistungssport als Beispiel, können zu psychotischen Symptomen führen.
Es gibt noch eine ganze reihe weitere Stressige-Situationen. Darunter auch das Leben in großen Städten, Schlafmangel, starker Lärm, sogar Armut kann traumatisierenden Stress bedeuten und psychotische Symptome nach sich ziehen.
Jugendliche und junge Menschen können während ihrer Lern- und Bildungsphase empfindlicher (vulnerable) auf Stress reagieren, da sich ihr Gehirn noch in der Entwicklung befindet und das Hormonsystem (Adrenalin, Dopamin, Serotonin etc.) möglicherweise noch nicht ausreichend mit dem körpereigenen-Cannabinoid-System abgestimmt ist.

  • Substanzen:

Alkohol (Ethanol) kann, bei tendenziell „hoch“ dosierten Konsum, den Stress-faktor durch seine delirante Wirkweise erhöhen und psychotische Symptome in Form von leichten geistigem Chaos bis hin zur Enthemmung oder sogar Wahn-Vorstellung, Trugbild und Täuschenden Effekten hervorrufen. Dies kann Bestandteil einer Psychose sein.
Stimulanzien wie Amphetamin, aber auch Schlafentzug sind viel stärker mit psychotischen Symptomen „verbunden“ als Cannabis. Sogar die regulär verkauften Stimulanzien Koffein und Nikotin können Psychosen triggern (anregen). [3]. 
Alltägliche Konsumgüter wie „Koffein“ (Kaffee, Energie-Drinks etc.) können aufgrund ihrer stimulierenden, anregenden und leistungssteigernden Eigenschaften ein Stressor (Stress-Faktor) sein – was in einigen Fällen auch zu psychotischen Symptomen führen kann.
Etliche pharmazeutische Medikamente (z. B.: „Ritalin“, welches auf Amphetaminen basiert, und „Paracetamol mit Koffein“, etc.), mit Eigenschaften einer Stimulanz, können den Stress-Faktor erhöhen und psychotische Symptome unter Umständen begünstigen.
Ein anderer Faktor sind synthetische Cannabinoide (NPS), die seit etwa 2011 im Schwarzmarkt unkontrolliert immer häufiger auf Cannabis-Produkte aufgebracht werden. Bei diesen Stoffen werden öfters psychotische Symptome beschrieben, die sogar in schwerwiegende Horror-Trips (Psychosen) bis hin zum Tod ausarten können.
Wer weiß denn schon, ob nicht sogar der von christlichen Katholiken so geliebte psychoaktive „Weihrauch“ (Boswellia) nicht sogar auch an psychotischen Symptomen beteiligt sein könnte. Einmal etwas zu viel beim Priester am Altar Olibanum-Rauch schnüffeln oder Weihrauch-Harz als Tee getrunken und schon könnte bei einer möglich vulnerablen Person das scheinbar Unmögliche passieren. [4],[5].
Johanniskraut (Hypericum perforatum) hat die Fähigkeit, in bestimmten Fällen nicht nur depressive Zustände durch dessen psychoaktive Wirkung zu lindern und beruhigend zu wirken, sondern kann auch die Photosensibilität – die Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenlicht – als Nebenwirkung erhöhen. Denkbar sind u.U. auch gesteigerte visuelle „Licht- und Farben-Rausch“ Effekte auf die Psyche in Form von „Closed-Eye Visualization“ (CEV) als Beispiel. Einige möglichen Effekte könnten sich entweder als psychotisches Symptom einer zeitweiligen Psychose (Serotonin-Syndrom) – insbesondere bei Konzentrat oder Extrakt Anwendung und hoher Dosierung – oder als erhöhte psychotrope (psychoaktive) Wirkung beschreiben lassen.

  • Zusammenfassung:

Etwa 30 Prozent der Weltbevölkerung tragen genetische Anlagen, die sie anfällig für Psychosen machen könnten. – Davon kann bei vulnerablen Menschen unter Stress und durch den Konsum spezifischer Substanzen eine verstärkte Steigerung von psychotischen Symptomen oder sogar das Risiko einer manifesten Psychose bei circa 1 bis 3 Prozent der Personen erhöht sein.

  • Fazit:

Es gibt viele weitere Einflussfaktoren, die jedoch den Rahmen dieses Artikels sprengen würden. Geistige Störungen (Psychosen) „nur“ an Cannabis Gebrauch auszumachen, ist jedenfalls absolut nicht möglich!
Man muss sich zudem fragen, warum Psychosen selten oder nie als Arzneimittel-Nebenwirkungen von „Dronabinol“ (Marinol; reines THC), „Sativex“ (Nabiximols) und „Nabilon“ angegeben werden.
Selbst in offiziellen Medizin-Berichten werden psychotische Symptome für Cannabis-Patienten, somit Konsumenten, tendenziös in nur sehr geringen Fällen verzeichnet und werden systemisch nicht beobachtet! [6]. – In einigen Fällen wird Cannabis sogar bewusst als Anxiolytikum (Angst- und Traumata-Löser) von Konsumenten verwendet und teilweise sogar medizinisch eingesetzt. [7].

🇬🇧 “There are many who have slipped into psychosis after consuming cannabis and ruined their lives.”

Such statements are a relic from the “Reefer Madness” era, which have been used and spread by prohibitionists since the 1930s until today.
A mental disorder (psychosis) is never monocausal, or can only be traced back to a “single” cause, not even to cannabis consumption! [1].
Approximately 1% of the population experiences psychosis at least once in their life. In general, people with psychiatric disorders use more drugs or medication. This can be counterproductive, but it is not the cause, but usually a consequence. [2],[7].
It can be said that stress, especially that caused by the consequences of drug-prohibition and its repressive interventions, represent much greater risk factors for psychotic-trauma in cannabis-users, especially for vulnerable, receptive or sensitive people.

  • Psychosis / Psychotic-Symptoms – Differences:
First of all, it should be said that psychoses and psychotic-symptoms (signs) are different things:
Psychosis: essentially means disorders in behavior and perception, i.e.: hallucinations, delusions up to a loss of reality or ego-disorders, etc., which can extend over longer periods of time.
Psychotic: means signs (symptoms) with tendentially fleeting effects or episodes that can manifest themselves, for example, in panic, anxiety states, depression, etc. Psychotic-symptoms are sometimes confused with psychoses. Although psychotic-symptoms can be interpreted as precursors in individual cases, they do not necessarily end in psychosis.

  • Mental disorders – causes:

It is highly likely that “mental disorders” (psychoses) are related to existing “previous illnesses” (e.g.: diathesis); i.e. genetic defects, neurological damage (Stroke, CADASIL, ...), brain injury (brain tumors), injuries, (parasitic) infections; as well as metabolic disorders (hormone system) in the context of “stress” in the foreground. The whole thing is sometimes discussed as a “(vulnerability) diathesis-stress model”.

  • Stress (General):

Stigmatization influences psychotic-diseases, that proved negatively. The influence of state persecution on cannabis-psychosis association is barely discussed, although that could explain the missing association with Dronabinol. [8].
Stress caused by criminalization, law enforcement, constant unequal treatment and stigmatization, defamation (degradation), and pathologization (describing someone as diseased) is harmful to health!
Stress caused by reporting informants to the police and the subsequent repressive measures such as intimate and house searches can trigger panic fear and cause psychotic, traumatizing stress. – Abstinence therapies (e.g.: “Twelve-Step-Program”) ordered by a court under compulsion can also cause stress-problems and produce psychotic-symptoms!
But increased performance can also lead to “burnout” stress. Activities and work that require a high level of concentration and/or are carried out for very long periods of time, as well as excessive competitive sports, for example, can lead to psychotic-symptoms.
There are a whole range of other stressful situations. Including living in big cities, lack of sleep, loud noise, even poverty can cause traumatizing stress and lead to psychotic-symptoms.
Adolescents and young people may be more sensitive (vulnerable) to stress during their learning and educational phase, as their brain is still developing and the hormonal system (adrenaline, dopamine, serotonin etc.) may not yet be sufficiently coordinated with the body's cannabinoid system.

  • Substances:

Alcohol (ethanol), when consumed in "high" doses, can increase the stress-factor due to its delirious effect and cause psychotic-symptoms in the form of mild mental chaos up to disinhibition or even delusions, illusions and deceptive effects. This can be part of psychosis.
Stimulants such as amphetamines, as well as sleep deprivation, are much more strongly “linked” to psychotic-symptoms than cannabis. Even the regularly sold stimulants caffeine and nicotine can trigger (stimulate) psychosis. [3]. 
Everyday consumer products such as “caffeine” (coffee, energy drinks, etc.), as a stimulant with its exhilarating and performance-enhancing properties, can be a stressor (stress-factor) – which in some cases can also lead to psychotic symptoms.
A number of pharmaceutical medications (e.g.: “Ritalin”, which is based on amphetamines, and “Paracetamol with caffeine”, etc.), with stimulant properties, can increase the stress-factor and possibly promote psychotic-symptoms.
Another factor is synthetic-cannabinoids (NPS), which have been used uncontrolled on the black market in cannabis products since around 2011. Psychotic-symptoms are often described with these substances, which can degenerate into severe horror-trips (psychosis) and even death.
Who knows whether the psychoactive “incense” (Boswellia), so beloved by Christian Catholics, might not even be involved in psychotic-symptoms. Sniff a little too much olibanum-smoke from the priest at the altar or drink frankincense-resin as tea, and the seemingly impossible could happen to a potentially vulnerable person. [4],[5].
St. John's wort (Hypericum perforatum) has the ability to not only relieve depressive states in certain cases through its psychoactive effects and have a calming effect, but can also increase photosensitivity - the skin's sensitivity to sunlight - as a side effect. Increased visual “light and color rush” effects on the psyche in the form of “closed-eye visualization” (CEV) as an example are also imaginable. Some possible effects could be described either as a psychotic symptom of temporary psychosis (serotonin syndrome) - especially when using concentrate or extract and high dosage - or as an increased psychotrope (psychoactive) effect.
  • Summary:
About 30 percent of the world's population carries genetic predispositions that could make them susceptible to psychosis. – Of these, vulnerable people under stress and the consumption of specific substances can experience an increased increase in psychotic symptoms or even the risk of manifest psychosis in around 1 to 3 percent of people.

  • Conclusion:

There are many other influencing factors, but they are beyond the scope of this article. In any case, it is absolutely not possible to describe mental-disorders (psychoses) “only” through the use of cannabis!
You also have to ask yourself why psychosis is rarely or not reported as a medicine-side-effect of “Dronabinol” (Marinol; pure THC), “Sativex” (Nabiximols) and “Nabilone”.
Even in official medical reports, psychotic-symptoms for cannabis-patients, i.e. consumers, tend to play little role and are not observed systemically! [6]. – In some cases, cannabis is even consciously used by consumers as an anxiolytic (anxiety and trauma reliever) and is sometimes used medicinally. [7].

Verweise (References):

Substanzen – Amphetamin, Koffein, Nikotin:
Berichte:
Antidepressiva, Anxiolytikum (Angst & Panikauflösung):
Stress – Grundlagen / Basiswissen:
Stress – Studien und Analysen:
  • “Psychosocial Stress and Psychosis. A Review of the Neurobiological Mechanisms and the Evidence for Gene-Stress Interaction“ (Accumulating evidence suggests that psychosocial stress may be associated with an increased risk for developing psychosis. ...), https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2632486/ (11/2008).

Psychosen (Schizophrenie) – Grundlagen:

Psychosen (Schizophrenie) – Diverse Querverweise:

Erstellt am: 07.01.2022,
Bearbeitet: 29.10.2025.

Schlagworte: Hanf (Cannabis), Drogen, Droge, Substanzen, Substanz, Medizin; Psychosomatik, Psychologie, Psychiatrie, Psyche, Psychosen, Psychose, Psychotisch, psychotische Episoden, psychisch Krank, psychische Erkrankung, Stress-Psychose, Schizophrenie, schizophren; Neurologisch, Neurologie, Neuroleptikum; Gehirn, Hirn, Seele; Gehirnkrankheit; Unruhe-Stress; Reefer Madness (Joint-Wahnsinn); Brandmarkung.

Mythos #FPS-08: “Stimulanz"

🇩🇪 „Kaffee zählt nun wirklich nicht zu den Drogen.“:

Warum nicht?
Tasse Kaffee macht leicht wach. Der reine Hauptwirkstoff (Koffein) geschnupft führt zu intensiver Stimulation.
Tasse Koka-Tee macht leicht wach. Der reine Hauptwirkstoff (Kokain) geschnupft führt zu intensiver Stimulation.
Sind Koka/Kokain auch keine Drogen? [1].
Ja, Kaffee ist eine Droge. Und reines Koffein nasal wirkt sogar noch intensiver. Aufgrund von Toleranz vergessen Menschen gerne, dass Koffein, Nikotin etc. gar nicht so unterschiedlich zu Kokain, Amphetamin etc. sind. [2].
Kaffee ist genauso wie Koka-Tee eine Droge. Der isolierte Wirkstoff, also Koffein bzw. Kokain, ist als riskanter einzustufen. Warum also Kaffee erlauben und Koka-Tee nicht? Regt beides ähnlich den Kreislauf und den Verstand an. [3].
Stimulanzen:
  • Koffein: “Die typischen Effekte des Coffeins sind die gesteigerte Aufmerksamkeit und die erhöhte Wachheit". [4].
  • Kokain: “Kokain wirkt stark antriebssteigernd. Selbstwertgefühl, Kontaktfähigkeit und Libido steigen”. [5].

Fazit:
Koffein und Kokain können beide "stimulierend", antreibend und aufputschend auf die Psyche, das Gehirn wirken. [6].
Verbote:
Kaffee war auch einmal verboten bei uns und zwar aus ähnlich absurden Gründen. Jeder Kaffee-Trinker bzw. jede Kaffee-Trinkerin sollte sich deshalb der Drogen-Legalisierungsbewegung aus Solidarität anschließen. [7].

🇬🇧 „Coffee really isn't a drug.“:

Why not?
A cup of coffee wakes you up easily. The pure main active ingredient (caffeine) snorted leads to intensive stimulation.
Cup of coca-tea makes you wake up easily. The pure main active ingredient (cocaine) snorted leads to intense stimulation.
Isn't coca/cocaine a drug[1].
Yes, coffee is a drug. And pure caffeine nasal has an even more intense effect. Due to tolerance, people tend to forget that caffeine, nicotine, etc. are not all that different from cocaine, amphetamine, etc. [2].
Coffee, like coca tea, is a drug. The isolated active ingredient, i.e. caffeine or cocaine, is classified as riskier. So why allow coffee and not coca tea? Both stimulate the circulation and the mind in a similar way. [3].
Stimulants:
  • Caffeine: “The typical effects of caffeine are increased-attention and increased-alertness”. [4].
  • Cocaine: “Cocaine has a strong performance-enhancing effect. Self-respect, sociability and libido increase”. [5].
Conclusion:
Caffeine and cocaine can both have a "stimulating", energizing and up-waking effect on the psyche, the brain. [6].
Prohibitions:
Coffee was also once banned in some countries for similarly absurd reasons. Every coffee drinker should therefore join the drug-legalization movement out of solidarity. [7].

Verweise:

  1. Dr. Fabian Pitter Steinmetz: "Warum nicht? ...”, https://twitter.com/docsteinmetz/status/1527578094365712385 (20.05.2022).
  2. Dr. Fabian Pitter Steinmetz: “Ja, Kaffee ist ein Droge. ...“, https://twitter.com/docsteinmetz/status/1543110860872220672 (02.07.2022).
  3. Dr. Pierre (Peter) Taylor: “Kaffee ist genauso wie Koka-Tee eine Droge.“, https://twitter.com/DrPTaylor/status/1724733919868678499 (15.11.2023).
  4. Coffein: “Die typischen Effekte des Coffeins ...”: https://drogen.fandom.com/de/wiki/Coffein#Psychologisch.
  5. Kokain: “Kokain wirkt stark antriebssteigernd. ...”: https://drogen.fandom.com/de/wiki/Cocain#Wirkung.
  6. “Stimulants“, https://psychonautwiki.org/wiki/Stimulants#Subjective_effects; “Caffeine“, https://psychonautwiki.org/wiki/Caffeine#Subjective_effects; “Cocaine“, https://psychonautwiki.org/wiki/Cocaine#Subjective_effects.
  7. Dr. Fabian Pitter Steinmetz: “Kaffee war auch einmal verboten bei uns ...“, https://twitter.com/docsteinmetz/status/1348271989664919552 (10.01.2021).

Erstellt am: 01.08.2023,
Bearbeitet: 08.04.2026.

Schlagworte: Definition, Einordnung, Klassifikation, Klassifizierung, Spezifizierung; Psychotrope/psychoaktive Substanz/Substanzen, Psychotropika; Pharmakologie; Gebrauch, Konsum; Substanzen; Stimulantien, Stimulanzen, Stimulanz; Amphetamine; Psychologie, Psyche; Stress; Koka-Tee; Vin-Mariani, Mariani-Wein; Mambé, Mambe, Ypadú, Ypadu; Coca-Cola.

Mythos #FPS-06: “Intelligenz”

🇩🇪 „Cannabis führt auf Dauer zur Verblödung.":

Cannabis macht nicht dumm. Nicht zu lesen, nicht zu lernen und sich nicht für Dinge zu interessieren machen dumm. Cannabis kann, aber muss darauf keinen Einfluss haben. Und der Einfluss kann sowohl negativ als auch positiv sein. Wichtig ist ein ehrlicher Umgang mit dem Thema. [22.11.2021].
Es ist so, als würde man medizinische Cannabis-Nutzer und Nutzerinnen als dumm bezeichnen! Es gibt viele tägliche Nutzer und Nutzerinnen, man kann das bei Erwachsenen nicht so sagen. – Menge, Frequenz, Material und die damit verbundene Intension (z.B.: gewollte Sedierung, bzw. "entspannende" Wirkung) spielen eine große Rolle, weshalb eine Vereinfachung irreführend ist. [21.08.2020].
Auch wenn Cannabis „dumm“ machen würde, die Prohibition macht dümmer, und zwar durch fehlenden Jugendschutz, fehlende Qualitätskontrolle, mangelnde Safer-Use-Aufklärung und die psychosozialen Folgen der Repression. [21.08.2020].
Anmerkungen:
Mit der sedierenden, entspannenden Wirkung einer Substanz will man häufig kognitive (geistige) „Pausen“ zur Erholung erreichen. Es kann also ein erwünschter Effekt sein, wenn Kognition und Konzentrationsfähigkeit „zeitweilig“ nachlässt, um Stress abbauen zu können. – Ob man diesen „Effekt“ mit Alkohol, Medikamenten (z.B.: Benzodiazepinen), Weihrauch oder Cannabis erreicht, sollte freie Entscheidung sein.
Man kann vielleicht sagen, es verhält sich ähnlich wie nach einer operativen Narkose (mit verbundener Sedierung), danach wird auch niemand (dauerhaft) verdummen.
Es ist wichtig zu beachten, dass es eine Vielzahl von Faktoren gibt, die sich auf Intelligenz und kognitive Fähigkeiten auswirken, und dass die Effekte nicht nur auf den Konsum einer bestimmten Substanz zurückzuführen sind.
Fazit:
Es ist also irreführend zu sagen, dass Cannabis-Konsum dauerhaft dumm macht. Die Studien, die dieses angeblich belegen wollen, sind höchstens von Unwissenheit (Dummheit) geprägt!

🇬🇧 „In the long run, cannabis leads to stupidity.“:

Cannabis doesn't make you stupid. Not reading, not studying, and not being interested in things makes you stupid. Cannabis can, but does not have to, have any influence on this. And the influence can be both negative and positive. It is important to deal honestly with the topic.
It's like calling medical cannabis users stupid! There are many daily users, we can't say the same for adults. – Quantity, frequency, material and the associated intention (e.g.: desired sedation, or "relaxing" effect) play a major role, which is why a simplification is misleading.
Even if cannabis would make you “stupid”, prohibition makes you stupider, due to a lack of youth-protection, a lack of quality-control, a lack of safe-use education and the psychosocial consequences of repression.
Annotations:
The sedative, relaxing effect of a substance is often used to achieve cognitive (mental) “breaks” for recovery. It can therefore be a desired effect if cognition and the ability to concentrate “temporarily” decrease, in order to reduce stress. – Whether you achieve this “effect” with alcohol, medication (e.g. benzodiazepines), incense or cannabis should be a free decision.
One could perhaps say that the behavior is similar to that after surgical anesthesia (with associated sedation), after which no one will become (permanently) dumb.
It is important to note that there are a variety of factors that affect intelligence and cognitive ability, and that the effects are not just due to the use of a specific substance.
Conclusion:
So it's misleading to say that cannabis-use makes you permanently stupid. The studies that supposedly want to prove this, are at best characterized by ignorance (stupidity)!

Verweise:

  • "MACHT CANNABIS DUMM?", https://cannazon.de/macht-cannabis-dumm/ (10.07.2023) - Es gibt viele andere Faktoren, die die kognitive Leistungsfähigkeit beeinflussen, und nicht jeder Cannabis-Konsument zeigt kognitive Beeinträchtigungen.
  • "Cannabis und das Gehirn: Wie Marihuana das Dopaminsystem und die Wahrnehmung beeinflusst"https://www.weed.de/wissen/gesundheit/cannabis-wirkung-gehirn (12.06.2024), "Der Konsum von Cannabis kann das Kurzzeitgedächtnis beeinträchtigen und Gedächtnislücken verursachen, die jedoch nicht dauerhaft sind".
Erstellt am: 24.04.2023,
Bearbeitet: 28.06.2024.

Schlagworte: "Kiffen macht dumm"; "Kiffen macht gleichgültig"; Stigmata, Stigmatisierung, Brandmarkung, Diskriminierung; Blöd, Blöde, Blödheit, Verblödung, Verdummung, Verdummen, Dummheit, Doof, Doofheit; Intelligenz, Intellekt, Verstand; Denken; Kognition, kognitive Dissonanz; geistige Aktivität, Denkprozess; Informationsverarbeitung; Aufmerksamkeit, Erinnerung; Wahrnehmung; Stress, Psyche, Psychologie, Hirn, Gehirn, geistige Konzentration, Beeinträchtigung; Chancengleichheit; Substanzen.

Mythos #RG-2: “Turbo-Cannabis”

🇩🇪 Version »Neufassung« – Inspiriert durch: „Dr. Raphael Gaßmann“:

„Cannabis weist heutzutage höhere THC Gehalte auf und ist somit unberechenbarer als in den 1970′er.“
Die Verbote gab es jedoch schon zu der Zeit und erfolgten also eindeutig unabhängig vom Risikopotenzial des Wirkstoffes!
Folgen des Verbotes sind verstärkte Verbreitung von stark potenten und kompakteren Cannabis-Sorten, die vom Schwarzmarkt wegen des geringeren Volumenbedarfes in Umlauf gebracht werden, um Transportkapazitäten einzusparen.
Mit obiger irreführenden Argumentation werden die schädlichen Folgen der Verbote als Begründung missbraucht.
Ergänzungen:
Pflanzen bestehen, neben dem Pflanzenkörper, aus einer Vielzahl Stoffe. So zum Beispiel Terpene (Ätherische Öle), Pflanzenfarbstoffe (Chlorophyll), Flavonoide und viele mehr, da sind also klare Grenzen gegeben, wie viel THC enthalten sein kann.
In früheren Zeiten hatten Cannabis-Blüten weniger Fläche, auf der sich THC befinden kann, dafür mehr luftige Hohlräume und es waren auch viel weniger Cannabis-Blüten im Umlauf.
Allerdings gab es in der Vergangenheit auch schon Haschisch mit hohem THC-Gehalt (z.B. „Schwarzen Afghane“). Haschisch war früher häufiger im Umlauf als Cannabisblüten.
Zudem muss man noch sagen, dass es verschiedene Sorten mit unterschiedlichem Gehalt an THC auch schon immer gab.
Das Volumen der Cannabis-Blüten ist durch modernere Anbaumethoden, z.B. durch Hinzufügen von Pflanzenwachstumshormonen (PGR) als Düngemittel, viel kompakter geworden. Die einzelnen Knospen wachsen dichter zu einer festeren Knolle zusammen, es finden sich dadurch mehr Wirkstoff-Anteile im Volumen.
Bei gleichem Gewicht betrachtet, hat sich der durchschnittliche THC-Gehalt „nicht manipulierter“ natürlicher Cannabispflanzen im Prinzip jedoch nie wirklich gravierend verändert.
Die Wirkstoffeigenschaften an sich werden seit geraumer Zeit durch die zusätzliche Anwendung synthetischer Cannabinoide (NPS) auf riskante Weise erhöht, ebenfalls um das Transportvolumen für den Schwarzmarkt zu reduzieren.
Dieses kann sich in einem regulierten Markt alles ändern und es können dann auch milde Sorten mit ausgewogenen natürlichen THC/CBD Gehalt zur Verfügung gestellt werden!

🇬🇧 Version aus der 🇩🇪 »Neufassung«:

„Cannabis today has higher THC levels, making it more unpredictable than it was in the 1970's.“
However, the prohibition were already in place at the time and were therefore clearly independent of the risk potential of the active ingredient!
Consequences of the prohibition are increased distribution of potent and more compact cannabis varieties, which are circulated by the black market because of the lower volume requirement in order to save transport capacities.
With the above misleading „argument“ the harmful consequences of the bans are misused as justification.
Additions:
In addition to the plant body, plants consist of a variety of substances. For example terpenes (essential oils), plant pigments (chlorophyll), flavonoids and many more, there are clear limits to how much THC can be contained.
In the old days, cannabis-buds had less surface area for THC to reside, more airy cavities, and there were also far fewer cannabis-buds in circulation.
However, in the past there has also been hashish with a high THC content (e.g. “Black Afghan”). Hashish used to be more common than cannabis-flower.
It also has to be said that there have always been different strains with different levels of THC.
The volume of cannabis-flowers has become much more compact due to more modern cultivation methods, such as adding plant growth hormones (PGR) as fertilizer. The individual buds grow closer together to form a firmer tuber, which means that there are more active ingredients in the volume.
Considered at the same weight, the average THC-content of “unmanipulated” natural cannabis plants has basically never really changed significantly.
For some time now, the properties of the active substance itself have been increased in a risky way, with the additional use of synthetic cannabinoids (NPS), also in order to reduce the transport volume for the black market.
This can all change in a regulated market, and mild varieties with a balanced natural THC/CBD content can then also be made available!

Verweise:

Erstellt am: 25.07.2022,
Bearbeitet: 31.08.2023,
Grammatik/Semantik: 22. Sep. 2026 (1. Korrektur).

Schlagworte: Scheinargument (Nebelkerze)"Cannabis ist heute viel gefährlicher."; Turbocannabis, Turbogras; Potenter, Potenz, Stärke; Volumen, Kapazität, Rauminhalt; Vergleich, Zeit; Plant growth regulators (PGR) = Pflanzenwachstumsregulatoren (Hormone), Dramatisierung, Übertreibung; Substanzen.