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Mythos #FPS-03: “Unkosten”

🇩🇪 „Wer zahlt die Folgekosten für Erkrankungen und psychische Schäden nach der Legalisierung von Cannabis und anderen Drogen?“:

Die Solidargemeinschaft bezahlt bereits die Kosten, während die Gewinne an die organisierte Kriminalität gehen. Generell sinken nach der Legalisierung eher die Gesundheitskosten, da Streckmittel, Polizeigewalt etc. wegfallen, aber die Konsumprävalenz (Messgröße) recht konstant bleibt. [1].
Alternativer Text:
Folgekosten für Erkrankungen und psychische Schäden tragen dann wie aktuell die Steuerzahler, mit dem Unterschied, dass die Legalisierung Erkrankungen und Schäden reduziert und minimiert. Wir alle tragen aktuell die Kosten für Schäden wegen Streckmitteln, kommend von der Prohibition. [2].

🇬🇧 „Who pays the follow-up costs for illness and psychological damage after the legalization of cannabis and other drugs?”:

The community of solidarity already pays the costs, while the profits go to organized crime. In general, healthcare costs tend to fall after legalization, since cutting drugs, police violence, etc. are eliminated, but the consumption prevalence (measured variable) remains fairly constant.

Alternative text:

As is currently the case, taxpayers will bear the follow-up costs for illnesses and psychological damage, with the difference that legalization reduces and minimizes illnesses and injuries. We are all currently bearing the cost of damage caused by extenders, coming from Prohibition.


Verweise:

  1. Dr. Fabian Pitter Steinmetz: “Die Solidargemeinschaft bezahlt ...” https://twitter.com/docsteinmetz/status/1514514458965688322 (14.04.2022).
  2. Anonym: “Folgekosten für Erkrankungen und psychische Schäden” https://twitter.com/ziwilzolipei/status/1513138273161551872 (10.04.2022).

Erstellt am: 14.04.2022,
Bearbeitet: 20.11.2022.

Schlagworte: Geld, Aufwand, Aufwendung, Aufwendungen, Ausgaben, Kapital, Kapitalaufwand; Reinheit. Qualität; Beimischungen, Zusatzstoffe, Verunreinigungen; Strafverfolgung, Verfolgung; Substanzen.

Mythos #KMV: "Steigerung"

🇩🇪 Version inspiriert durch: „Kirsten Müller-Vahl“:

„Der Cannabis Konsum wird sich nach einer Legalisierung steigern.“
Frage: „Werden die Zahlen steigen, bei einer Legalisierung?“ (Abhängigkeitsrisiko).

Antwort von: Kirsten Müller-Vahl:
Das Abhängigkeitsrisiko ändert sich nicht durch die Legalisierung!
Es wird vielleicht Schwankungen geben, weil einige werden es mal probieren, weil es dann legal ist und vorher gesagt haben: “illegales mache ich grundsätzlich nicht”.
Aber es gibt dann andere Gruppen, die Leute sagen dann: “jetzt finde ich das nicht mehr spannend, meine Oma nimmt das auch ein”, oder: “Jetzt ist es nicht mehr verboten, jetzt ist so ein bisschen der Reiz des heimlichen irgendwie weg”.
Anmerkungen:
Leute, die sich vorher versteckt haben, werden sich dann wesentlich mehr trauen, sich zu zeigen. Es werden dadurch jedenfalls nicht wirklich viel mehr „Neue“ Konsumenten, sondern „Alte“ vermehrt sichtbarer!
🇬🇧 Version inspired by: „Kirsten Müller-Vahl“:

Cannabis consumption will increase after legalization.“
Question: „Will the numbers increase if legalized?“ (risk of dependency).

Answer from: Kirsten Müller-Vahl:
The dependency risk does not change through legalization!
There may be fluctuations, some will try it because it will then be legal and have said beforehand: "I don't do anything illegal as a matter of principle".
But then there are other groups, people then say: "Now I don't find it exciting any more, my grandmother takes it too", or: "Now it's no longer forbidden, the attraction of the secretive is somehow gone now".
Added Notes:
People who have been hiding before will then dare to show themselves much more. In any case, this does not really mean that there are many more “new” consumers, but “old” ones are becoming increasingly visible!
Verweise:
Erstellt am: 12.08.2022,
Bearbeitet: 07.07.2023.
   
Schlagworte:  Zahl / Zahlen der Konsumenten stark ansteigen / zunehmen / anwachsen / in die Höhe klettern / steigt an; viel mehr abhängige, süchtige Konsumenten; Anzahl erhöhen sich / Erhöhungen der Anzahlen / erhöht sich; Steigerung, Steigerungen; Verhaltensmuster, Verhaltensweisen; Drogen, Substanzen; Substanzgebrauchsstörung.

Mythos #RG-2: “Turbo-Cannabis”

🇩🇪 Version »Neufassung« – Inspiriert durch: „Dr. Raphael Gaßmann“:

„Cannabis weist heutzutage höhere THC Gehalte auf und ist somit unberechenbarer als in den 1970′er.“
Die Verbote gab es jedoch schon zu der Zeit und erfolgten also eindeutig unabhängig vom Risikopotenzial des Wirkstoffes!
Folgen des Verbotes sind verstärkte Verbreitung von stark potenten und kompakteren Cannabis-Sorten, die vom Schwarzmarkt wegen des geringeren Volumenbedarfes in Umlauf gebracht werden, um Transportkapazitäten einzusparen.
Mit obiger irreführenden Argumentation werden die schädlichen Folgen der Verbote als Begründung missbraucht.
Ergänzungen:
Pflanzen bestehen, neben dem Pflanzenkörper, aus einer Vielzahl Stoffe. So zum Beispiel Terpene (Ätherische Öle), Pflanzenfarbstoffe (Chlorophyll), Flavonoide und viele mehr, da sind also klare Grenzen gegeben, wie viel THC enthalten sein kann.
In früheren Zeiten hatten Cannabis-Blüten weniger Fläche, auf der sich THC befinden kann, dafür mehr luftige Hohlräume und es waren auch viel weniger Cannabis-Blüten im Umlauf.
Allerdings gab es in der Vergangenheit auch schon Haschisch mit hohem THC-Gehalt (z.B. „Schwarzen Afghane“). Haschisch war früher häufiger im Umlauf als Cannabisblüten.
Zudem muss man noch sagen, dass es verschiedene Sorten mit unterschiedlichem Gehalt an THC auch schon immer gab.
Das Volumen der Cannabis-Blüten ist durch modernere Anbaumethoden, z.B. durch Hinzufügen von Pflanzenwachstumshormonen (PGR) als Düngemittel, viel kompakter geworden. Die einzelnen Knospen wachsen dichter zu einer festeren Knolle zusammen, es finden sich dadurch mehr Wirkstoff-Anteile im Volumen.
Bei gleichem Gewicht betrachtet, hat sich der durchschnittliche Wirkstoffgehalt des von Natur gegebenen THC im Prinzip jedoch nie wirklich gravierend verändert.
Die Wirkstoffeigenschaften an sich werden seit geraumer Zeit durch die zusätzliche Anwendung synthetischer Cannabinoide (NPS) auf riskante Weise erhöht, ebenfalls um das Transportvolumen für den Schwarzmarkt zu reduzieren.
Dieses kann sich in einem regulierten Markt alles ändern und es können dann auch milde Sorten mit ausgewogenen natürlichen THC/CBD Gehalt zur Verfügung gestellt werden!

🇬🇧 Version aus der 🇩🇪 »Neufassung«:

„Cannabis today has higher THC levels, making it more unpredictable than it was in the 1970's.“
However, the prohibition were already in place at the time and were therefore clearly independent of the risk potential of the active ingredient!
Consequences of the prohibition are increased distribution of potent and more compact cannabis varieties, which are circulated by the black market because of the lower volume requirement in order to save transport capacities.
With the above misleading „argument“ the harmful consequences of the bans are misused as justification.
Additions:
In addition to the plant body, plants consist of a variety of substances. For example terpenes (essential oils), plant pigments (chlorophyll), flavonoids and many more, there are clear limits to how much THC can be contained.
In the old days, cannabis-buds had less surface area for THC to reside, more airy cavities, and there were also far fewer cannabis-buds in circulation.
However, in the past there has also been hashish with a high THC content (e.g. “Black Afghan”). Hashish used to be more common than cannabis-flower.
It also has to be said that there have always been different strains with different levels of THC.
The volume of cannabis-flowers has become much more compact due to more modern cultivation methods, such as adding plant growth hormones (PGR) as fertilizer. The individual buds grow closer together to form a firmer tuber, which means that there are more active ingredients in the volume.
Considered at the same weight, the average active substance content of the naturally given THC has basically never really changed significantly.
For some time now, the properties of the active substance itself have been increased in a risky way, with the additional use of synthetic cannabinoids (NPS), also in order to reduce the transport volume for the black market.
This can all change in a regulated market, and mild varieties with a balanced natural THC/CBD content can then also be made available!

Verweise:

Erstellt am: 25.07.2022,
Bearbeitet: 31.08.2023.

Schlagworte: Scheinargument (Nebelkerze)"Cannabis ist heute viel gefährlicher."; Turbocannabis, Turbogras; Potenter, Potenz, Stärke; Volumen, Kapazität, Rauminhalt; Vergleich, Zeit; Plant growth regulators (PGR) = Pflanzenwachstumsregulatoren (Hormone), Dramatisierung, Übertreibung; Substanzen.

Mythos #69: “Allmächtig”

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

„Einmal ein Süchtiger, immer ein Süchtiger.“

Die Vorstellung, dass jemand, der einmal ein bestimmtes Problem hat, für immer daran gefangen bleibt, ist Unsinn.

Jeder Mensch ist anders und jede Substanz und jeder Kampf mit Sucht ist anders. Wichtig ist auch, dass eine Person nicht süchtig ist – ihre Identität ist viel reicher, breiter und facettenreicher. Die Vorstellung einer allmächtigen, übergreifenden Identität ist schädlich und irreführend.

Ergänzungen:

Der Begriff »Sucht« (starkes Verlangen) kommt im Ursprung von „Siechen“ (bzw. Siechtum), es bedeutet Leid, Krank sein, und verbindet sich mit Gebrechlichkeit. Wenn jemand unter seinem Konsum leidet, dann hat er eine Sucht. Ist es nicht so, dann ist die Spanne halt sehr weit. Von Sucht spricht man aber mittlerweile wirklich nicht mehr, Substanz-Konsumstörungen (SUD) beschreiben es eher.

Konsumenten leiden jedoch sehr häufig darunter, dass der Begriff „Sucht“ in herablassender und stigmatisierender Weise gegenüber ihnen verwendet wird. Das Diskriminieren von Konsumenten als Süchtige kann für vulnerable (sensible) Personen hohe psychische Stressbelastung darstellen. 

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

„Einmal süchtiger, immer süchtiger.“

Die Darstellung, dass Menschen für immer gefangen bleiben, ist Blödsinn. Jeder Mensch ist anders.

Wichtig ist auch, dass das Ausdruck Sucht, reduktionistisch (verallgemeinernd), schädlich und irreführend ist – ihre Persönlichkeit ist viel unbegrenzter, größer und vielseitiger.

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“Once an addict, always an addict.”

The idea that once anyone has a particular problem then forever they’ll remain captive to it, is nonsense.

Each person is different and each substance and struggle with addiction is different. Importantly too, a person is not an addict, their identity is much richer, broader and multi-faceted. The notion of an all-powerful overarching identity is damaging and misleading.

Additions:

The term 'addiction' (strong desire) comes from the origin of 'infirmity' (or sickness), it means suffering and being fragility. If someone suffers from their consumption, then they have an addiction. If not, then the range is very wide. However, one really no longer speaks of addiction, substance use disorders (SUD) describe it more.

However, consumers very often suffer when the term 'addiction' is used in a condescending and stigmatizing way towards them. The discrimination of consumers as addicts can represent a high level of psychological stress for vulnerable (sensitive) persons.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

“Once an addict, always an addict.”

The idea that people forever remain captive is nonsense. Each person is different. Importantly too, the label addict is reductionist, damaging and misleading, their identity is much richer, broader and multi-faceted. [13.11.2021,Twitter].

Verweise:

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 23.10.2022.

Schlagworte: Sucht, Süchtige, Süchtigen, Süchtig; Krankheit, Gesundheit; Diskriminierung, Abgrenzung, Brandmarkung, Stigmatisierung, Stigmata; Psychologie, Psyche, Stress-Psychose, Psychosen; Substanzen; Substanzgebrauchsstörung.

Mythos #64: “Nationen”

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

„Wir müssen die UN dazu bringen, ihren Umgang mit Drogen zu ändern.“

Das UN-System zur Kontrolle von »Drogen« hat das Problem geschaffen.

Die UN, die Bastion der unnötigen Prohibition, die das Welt-Drogenpolitik Problem geschaffen hat, sollte nicht mit der Leitung von Reformen beauftragt werden, ihre Rolle und ihr Engagement bei der Kontrolle von „Drogen“ müssen außer Dienst gestellt werden. Stattdessen müssen die Länder ihre Energie investieren, um das drogenpolitische Problem in ihrem eigenen Land anzugehen und Reformen auf nationaler Ebene umzusetzen, anstatt Energie zu veräußern und zu verschwenden, um internationale Reformen zu suchen und darauf zu warten.

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

„Wir müssen die UN dazu bewegen, ihre Herangehensweise an Drogen zu ändern.“

Die Fehlinformationen der UN (Vereinte Nationen) über „Drogen“ haben das Problem geschaffen. Den Vereinten Nationen sollte nicht zugetraut werden, Neuordnungen voranzutreiben, und ihre Rolle und Beteiligung an der Kontrolle von „Drogen“ muss eingestellt werden.

Anstatt sich an die UN zu wenden, müssen die Länder ihre Energie investieren, um das drogenpolitische Problem in ihrem eigenen Land anzugehen und eine Drogenreform auf nationaler Ebene einzuführen, anstatt Energie zu vergeuden und zu verschwenden, um globale Neuordnungen zu suchen und hierauf zu beharren.

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“We need to get the UN to change their approach to drugs.”

The UN system to control ‘drugs’ has created the problem.

The UN the bastion of needless prohibition that has created the World-Drug-Policy Problem, should not be commissioned to lead reform, their role and involvement in controlling ‘drugs’ needs to be decommissioned. Instead, we need countries to invest their energy to tackle the drug-policy problem in their own country and roll out reform nationally, rather than divest and waste energy seeking and waiting for international reforms.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

“We need to get the UN to change their approach to drugs.”

The UN misinformation about “drugs” has created the problem. The UN should not be trusted to lead reform and their role and involvement in controlling “drugs” needs to be decommissioned. [13.11.2021,Twitter].

Instead of looking to the UN, countries need to invest their energy to tackle the drug-policy problem in their own country and roll out drug reform nationally, rather than divest and waste energy seeking and waiting for global reforms. [13.11.2021,Twitter].

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 18.04.2022.

Schlagworte: Prohibition, Verbote; Gesetze, Rechtsverordnung; Reform, Neuordnung; Bestimmung, Bestimmungen; Substanzen.

Mythos #45: “Menge”

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

„Drogen zu legalisieren ist gefährlich, weil mehr Menschen Drogen konsumieren werden.“

In Ländern, in denen Drogen legalisiert oder entkriminalisiert wurden, hat der Drogenkonsum insgesamt nicht zugenommen.

Es ist jedoch nicht der Drogenkonsum an sich, der uns Sorgen machen sollte, sondern der problematische Drogenkonsum, der uns zu Denken geben müsste. Nur ein kleiner Teil der Drogenkonsumenten entwickelt Suchtprobleme.

Obwohl »manche« Drogen »derzeit« nach wie vor illegal sind, schafft dies jedoch Unsicherheit in Bezug auf Reinheit, Toxizität (Giftigkeit einer Substanz), Inhalt und Stärke, und die Menschen sind weiter gefährdet, eine Vorstrafe zu erhalten, die ihnen lebenslang schaden könnte.

Anmerkungen:

Durch die Entkriminalisierung und/oder Legalisierung werden in der Praxis nicht mehr „Neue“ Konsumenten dazukommen, sondern „Alte“ vermehrt sichtbarer. Menschen, die sich vorher aus Angst und Panik vor Strafverfolgung versteckt haben, werden sich dann deutlich mehr trauen, sich zu zeigen.

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

„Eine Legalisierung von Drogen ist riskant, weil mehr Leute auf Drogen einsteigen werden.“

In Staaten, in denen Drogen legalisiert oder entkriminalisiert wurde, ist der Drogenkonsum in der Regel nicht gestiegen.

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“Legalizing drugs is dangerous, because more people will use drugs.”

In countries where drugs have been legalized or decriminalized, there has not been an overall increase in drug consumption.

However, it is not drug use per se that should concern us, it is problematic drug use that we should be concerned about. Only a small proportion of people who use drugs develop addiction issues.

However, while »some« drugs »currently« remain illegal, it creates uncertainty regarding purity, toxicity, content, strength and people are further at risk of acquiring a criminal record that could damage them for life.

Added Notes:

In practice, decriminalization and/or legalization will no longer attract “new” consumers, but “old” consumers will become increasingly visible. People who have previously hidden themselves, out of fear and panic from law enforcement, will then dare to show themselves significantly more.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

“Legalising drugs is risky, because more people will get into drugs.”

In countries where drugs have been legalised or decriminalised, there has not been an overall increase in drug consumption. [08.11.2021,Twitter].

Verweise:

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 06.08.2025.

Persönliche Bemerkung: In der englischen Fassung ("However, while drugs remain illegal, ...") wurde »some« und »currently« ergänzt und auch in der Übersetzung entsprechend eingearbeitet. Begründung: der Begriff "Droge" besagt nichts über den Status der Legalität und das zeitliche Merkmal in dem Text-Zusammenhang aus.

Schlagwörter: Zahl/Zahlen der Konsumenten; viel mehr abhängige, süchtige Konsumenten; Anzahl erhöhen sich, Erhöhungen der Anzahlen, Steigerung, Steigerungen; Menge; Anstieg, Zunahme, Zuspitzung; vermehrter Einstieg; Einstiegsprozesse, Einstiegsprozess, Einstiegsdroge, Einstiegsdrogen, Hypothese, These, Theorie; Verhaltensmuster, Verhaltensweisen; Dramatisierung, Übertreibung; Gebrauch, Konsum; Substanzen.

Mythos #33: “Begutachtung”

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

“Drogentests helfen dabei, Menschen mit einem Drogenproblem zu identifizieren.”

Abgesehen von seiner Unzuverlässigkeit – Drogentests weisen bestenfalls nur auf das Vorhandensein von Drogen hin, geben jedoch keinen Hinweis auf Muster, Zeit, Ort, Grund oder Zusammenhang des Drogenkonsums.

Ein positives Ergebnis weist auf Drogenkonsum hin, nicht auf problematischen Konsum.

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

„Drogentests unterstützen dabei, Menschen mit einem Drogenproblem zu erkennen.“

Abgesehen von seiner Unzuverlässigkeit – Drogentests zeigen nur die Existenz von Drogen an, sie ermöglichen keine Klärung über das Muster, die Zeit, den Ort, den Grund oder den Kontext des Drogenkonsums.

Drogenkonsum ist kein problematischer Konsum.

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“Drug testing will help identify people who have a drug problem.”

Besides its unreliability – at best drug testing only indicates drug presence, it provides no indication of the pattern, time, place, reason or context of drug use. A positive result indicates drug use, not problematic use.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

“Drug testing helps identify people with a drug problem.”

Besides its unreliability – drug testing only indicates drug presence, it provides no indication of the pattern, time, place, reason or context of drug use. Drug use is not problematic use. [06.11.2021,Twitter].

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 01.04.2022.

Schlagworte: Clean, Sauber, Rein; Konsum, Gebrauch; Substanzen.

Mythos #22: “Hilfe”

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

„Menschen, die Drogen konsumieren, sind keine Kriminellen, sie brauchen Hilfe.“

Eine scheinbar harmlose und unterstützende Aussage, obwohl die Einnahme einer Droge kein Problem der Strafverfolgung sein sollte, sollten wir auch den Drogenkonsum als Gesundheitsproblem nicht problematisieren oder pathologisieren (für krankhaft erklären).

Es gibt keinen Grund, warum wir annehmen sollten, dass eine Person, die Drogen konsumiert, Hilfe braucht.

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

„Menschen, die Drogen nehmen, sind keine Kriminellen, sie benötigen Hilfe.“

Die Einnahme einer Droge sollte kein Verbrechen sein, noch sollten wir den Drogenkonsum als Gesundheitsproblem pathologisieren.

Es ist kein Grund zu denken, dass ein Mensch, der legale oder illegale psychoaktive Drogen konsumiert, Betreuung benötigt.

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“People who use drugs are not criminals, they need help.”

An apparently benign and supportive statement, however, while taking a drug should not be a law enforcement concern, neither should we problematize or pathologize drug use as a health issue.

There is no reason why we should assume a person using drugs needs help.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

“People who use drugs are not criminals, they need help”

Taking a drug should not be a crime, neither should we pathologize drug use as a health issue.

There is no reason to assume a person using a legal or illegal psychoactive drugs needs help. [04.11.2021,Twitter].

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 22.03.2022.

Schlagworte: Entstigmatisierung, Entkriminalisierung; Fürsorge, Schutz; Gebrauch, Konsum; Strafverfolgung, Verfolgung; Beistand, Hilfe; Brandmarkung, Stigmatisierung, Stigmata; Substanzen.

Mythos #17: “Gesundheit”

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

„Drogenkonsum ist kein kriminelles Problem, sondern ein Gesundheitsproblem.“

Dies mag wie ein Schritt in die richtige Richtung klingen, aber die Einnahme einer Substanz ist von Natur aus kein Gesundheitsproblem, genauso wenig wie der Genuss eines Kaffees oder eines Glases Wein ein „Gesundheitsproblem“ ist. Selbst problematischer Drogenkonsum lässt sich nicht am besten als Gesundheitsproblem beschreiben, sondern eher als soziales, psychisches, gesundheitliches und/oder rechtliches Problem.

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

„Drogenkonsum ist kein Verbrechensproblem, es ist ein Gesundheitsproblem“

Der Konsum einer Substanz ist an sich kein Gesundheitsproblem, genauso wenig wie der Genuss eines Kaffees oder eines Glases Wein ein „Gesundheitsproblem“ ist. Auch Sucht ist genauer gesagt ein soziales, psychologisches, gesundheitliches und/oder rechtliches Problem.

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“Drug use isn’t a crime issue, it’s a health issue.”

This may sound like a step in the right direction, but taking a substance isn’t inherently a health issue, any more than enjoying a coffee or glass of wine is a ‘health issue’. Even problematic drug use isn’t best described as a health issue, it’s more accurately a social, psychological, health and/or legal issue.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

“Drug use isn’t a crime issue, it’s a health issue”

Using a substance isn’t inherently a health issue, any more than enjoying a coffee or glass of wine is a ‘health issue’. Even addiction is more accurately a social, psychological, health and/or legal issue. [04.11.2021,Twitter].

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 16.03.2022.

Schlagworte: Substanzen.

Mythos #04: “Sorgen”

🇩🇪 Version aus den 🇬🇧 »Fassungen« (Erweitert):

Menschen nehmen Drogen, weil sie Probleme haben.“

Unwahr – die meisten Menschen nehmen Drogen, weil sie die Wirkung genießen oder suchen, genau wie Alkohol, Tabak und Koffein.

Menschen, die Probleme im Vorfeld haben, entwickeln eher Schwierigkeiten mit allgemeinem Suchtphänomen.

Anmerkungen:

Und wenn Drogen aus genannten Gründen genutzt werden, geht es darum, das Wohlbefinden im therapeutischen Sinne zu steigern. Ob dieses mit legitimen Medikamenten (Benzodiazepine o.ä.), oder mit natürlichen Arzneien (Weihrauch etc.), oder mit anderen Substanzen (z.B. Cannabis) geschieht, die oftmals vergleichbare Wirkweisen aufweisen, sollte dabei nicht zwingend eine Rolle spielen.

🇩🇪 Version aus den 🇬🇧 »Fassungen«:

„Menschen nehmen Drogen, weil sie Probleme haben.“

Falsch – die meisten Leute nutzen Drogen, weil sie die Effekte genießen oder wollen, so (in etwa) wie Alkohol, Tabak und Koffein.

Menschen, die Sorgen und Nöte haben, entwickeln eher Suchtprobleme.

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“People take drugs because they have problems.”

Untrue – most people take drugs because they enjoy or seek the effect, just like alcohol, tobacco and caffeine. People who have problems are more likely to develop issues with addiction.

Added Notes:

And if drugs are used for the reasons mentioned, it is about increasing well-being in a therapeutic sense. Whether this happens with legitimate drugs (benzodiazepines or similar), or with natural medicines (frankincense, etc.), or with other substances (e.g. cannabis), which often have comparable modes of action, should not necessarily play a role.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

“People take drugs because they have problems.”

Untrue – most people take drugs because they enjoy or seek the effect, just like alcohol, tobacco and caffeine. People who have problems are more likely to develop issues with addiction. [03.11.2021,Twitter].

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 14.07.2023.

Schlagworte: Genuss, Konsum, Nutzung, Benutzung; Sitten und Gebräuche, Brauch, Brauchtum, Gebrauch, Gebräuche, Tradition; falscher Gebrauch, Missbrauch, missbräuchliche Verwendung, Problem/Realitäts-Flucht, vor der Realität entfliehen/fliehen/flüchten, Zweckentfremdung; Therapie, Therapeutikum (Heilmittel), therapeutisch (heilend / kurativ); Vorurteil, Stigmata; Arznei, Medikamente, Medizin; Substanzen.