Translate (Übersetzen)

Posts mit dem Label Risiken werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Risiken werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mythos #MIX-08: "Potenz"

🇩🇪 „Cannabis ist stärker geworden und hat mehr THC heutzutage.“

Das ist fast so wie als ob man sagen würde: „Cannabis weist heutzutage höhere THC Gehalte auf und ist somit unberechenbarer als in den 1970′er“ – oder: „Die Drogen da draußen haben sich verändert, sie sind jetzt reiner, stärker und gefährlicher, – sie sind tödlich“. [#RG-2],[#74].
Medien und vor allen Dingen die Polizei sind diejenigen, die diesen Unsinn verbreiten!
Die Sortenvielfalt hat sich in den vergangenen Jahrzehnten lediglich erhöht. Sorten mit niedrigeren THC Gehalten standen und stehen jedoch auch schon immer zur Verfügung, nur mit dem Unterschied, dass der Wirkstoffgehalt der Produkte im Schwarzmarkt eher selten bis nicht ersichtlich ist.
Das, was sich an Cannabis-Blüten durch moderne Zuchtmethoden gegenüber früher stark verändert hat, dass diese heute wesentlich kompakter im Volumen wurden, es sind also mehr Wirkstoffe dichter auf gleichen Volumen vorhanden und man braucht nicht mehr so viel Material zu transportieren.
Früher war hochpotentes Haschisch deutlich mehr verbreitet, heutzutage sind es überwiegend kompakte Blüten.
Seid dem Jahr 2006 etwa, werden Cannabis-Produkte im Schwarzmarkt jedoch immer häufiger mit synthetischen Cannabinoiden, bzw. Neuen-Psychoaktiven-Stoffen (NPS) behandelt. Genau diese Stoffe können die Produkte entsprechend überhöht potenter erscheinen lassen und ein höheres Risiko bedeuten.
Der unregulierte Schwarzmarkt macht Cannabis-Produkte mangels Information und fehlender Kennzeichnung undurchschaubar.


🇬🇧 “Cannabis has gotten stronger and has more THC these days.”

That's almost like saying, "Cannabis today has higher THC levels and is therefore more unpredictable than it was in the 1970s" – or: The drugs out there have changed, they are now purer, more powerful and more dangerous, – they are lethal [#RG-2],[#74].
The media and especially the police are the ones who spread this nonsense!
The variety of varieties has only increased in recent decades. However, varieties with lower THC levels have always been and are available, the only difference being that the active ingredient content of the products on the black market is rarely or not visible.
What has changed a lot about cannabis flowers compared to the past thanks to modern breeding methods is that they are now much more compact in volume, so there are more active ingredients in the same volume and you no longer need to transport as much material.
Highly potent hashish used to be much more common, but today it is predominantly compact flowers.
Since around 2006, cannabis products on the black market have increasingly been treated with synthetic cannabinoids or new psychoactive substances (NPS). It is precisely these substances that can make the products appear excessively potent and pose a higher risk.

The unregulated black market makes cannabis products unclear due to a lack of information and labeling.

Verweise:

Erstellt am: 12.06.2022,
Bearbeitet: 19.07.2024.

Schlagwörter: Drogenmythen; Turbocannabis, Turbo-Cannabis, Turbogras, Turbo-Gras; Potenter, Potenz, Stärke; Substanzen.

Mythos #MIX-01: “Gut und Böse”

🇩🇪 „Drogen sind gefährlich, böse und verboten.“
Drogen sind völlig wertneutral – dessen Moleküle sind weder gut noch böse, sie sind einfach nur Bestandteile mit spezifischen Eigenschaften, die positive und negative Effekte mit sich bringen können, sie können förderlich sein oder schädigen. Die Prohibition hingegen basiert auf Rassismus, Misstrauen und Stigmatisierung – ziemlich böse, oder?
Weniger die verbotenen Substanzen an sich sind gefährlich, sondern das Verbot dessen und die Folgen bezüglich Qualität, Risikoverhältnisse und Strafverfolgung. Ein unaufgeklärter Umgang, der das Ergebnis des Verbotes ist, und überhaupt das Verbot an sich machen diese Substanzen erst gefährlich, da sie völlig unreguliert sind.

🇬🇧 „Drugs are dangerous, evil and forbidden.“

Drugs are completely neutral in value – their molecules are neither good nor bad, they are simply components with specific properties that can bring about positive and negative effects, they can be beneficial or harmful. Prohibition, on the other hand, is based on racism, distrust, and stigma – pretty evil, right?

It is not so much the banned substances themselves that are dangerous, but the ban on them and the consequences in terms of quality, risk ratios and criminal prosecution. Uninformed use that is the result of the ban, and the ban itself, make these substances dangerous in the first place, because they are completely unregulated.

Verweise:

Erstellt am: 26.10.2022,
Bearbeitet: 30.10.2022.

Schlagworte: Gut, Positiv, Nützlich, Vorteilhaft, Wertvoll; Böse, Negativ, Schlecht, Schädlich, Unbrauchbar; Einordnung, Klassifikation, Klassifizierung, Spezifizierung; Strafverfolgung, Verfolgung; Dramatisierung, Übertreibung; Substanzen.

Mythos #FPS-05: “Flashback”

 🇩🇪 „Nach Konsum von Drogen bekommt man immer Flashbacks.“:

Menschen haben mal Sekundenschlaf, Menschen wird mal Schwarz vor Augen, Menschen haben Migräne (mit Aura) etc. Nur, weil eine Sinneswahrnehmung einen an einen Trip erinnert, ist das noch lange kein Drogen-Flashback. Ein Déjà-vu ist ja auch keine Zeitreise, oder?
Bei klassischen Psychedelika kommt es sehr selten zur HPPD (dt.: fortbestehende Wahrnehmungsstörung nach Halluzinogen gebrauch).
Jeder Mensch hat mal Schwindel, Panik, Aura etc. In anderen Worten: Abstinenzler haben auch „Flashbacks“, nur assoziieren diese jenen Bewusstseinszustand nicht mit einem vorherigen Rausch.
Natürlicher Flashback:
Flashbacks können z.B. bei Gerüchen aus der Vergangenheit, beim Hören von früheren Lieblingsliedern oder der Wahrnehmung eines aus der Vergangenheit bekannten Ortes auftreten. Dabei fühlt sich die Person für kurze Zeit in die Situation zurück versetzt, bzw. erlebt sie erneut. Diese Art von Flashback ist nicht nachteilig, sondern nur eine spezielle Form ausgeprägter Erinnerung.

🇬🇧 „After using drugs, you always get flashbacks.“:

People sometimes microsleep, people black out, people have migraines (with aura), etc. Just because a sensory perception reminds you of a trip doesn't mean it's a drug-flashback. A déjà-vu is not a time travel, is it?
With classic psychedelics, HPPD (Hallucinogen Persisting Perception Disorder) is very rare.
Everyone has dizziness, panic, aura etc. In other words: abstainers also have „flashbacks“, only they do not associate that state of consciousness with a previous intoxication.
Natural Flashback:
Flashbacks can occur, for example, with smells from the past, listening to a previous favorite song, or seeing a familiar place from the past. The person feels put back into the situation for a short time or experiences it again. This type of flashback is not detrimental, it is just a special form of distinct memory.

Verweise:

Weiteres:
Erstellt am: 22.03.2023,
Bearbeitet: 12.04.2023.

Schlagworte: Wiedererleben von bereits erlebten Gefühlszuständen; Drogentrips, Drogentrip; Trips, Trip; Wahrnehmung, Wahrnehmungsveränderungen; Erinnerung, Erinnerungen, Gedächtnis, Gedächtnisse, Wiedererleben; Flashback, Flashbacks, Flash-Back, Flash-Backs; Psychosomatik, Psychologie, Psyche, Stress-Psychose, Psychosen; Hirn, Gehirn; Substanzen.

Mythos #RG-4: “Einstieg”

🇩🇪 Version »Neufassung« – Inspiriert durch: „Dr. Raphael Gaßmann“:
„Cannabis ist eine Einstiegsdroge.“ [1].
Es ist so wie, wenn man sagen würde: Cannabis ist als Substitutionsmittel nicht geeignet, da es eine Droge ist, die eine neue Sucht fördert[#MIX-07].
Ohne dass nur einer einzigen Studie ein Nachweis gelungen wäre, wurde und wird das immer wieder so gesagt. Sowohl die unbegründete Erfindung der „Flashbacks“ als auch die Erwähnung der „Einstiegsdroge“ stellen die beliebtesten Aussagen aller Cannabis-Verbotsbefürworter dar, insbesondere die der konservativen Katholiken.
Dabei haben etliche der Erwachsenen schon Erfahrungen mit Cannabis gemacht, andere (verbotene) Drogen werden jedoch nur von weniger als ein Prozent der Nutzer konsumiert. Nicht einmal der zuvor häufig gerauchte Tabak wird als Einstieg, der zum Konsum anderer Substanzen verleitet, beschrieben. Auch Substanzen, wie Kaffee, Alkohol und anderen wird dieses komischerweise nie nachgesagt, es sei ein Einstiegsmittel.
In Begründungsnot wird von Verbotsbefürwortern gern gesagt, dass der illegale Cannabis-Markt auch andere Drogen bereitstellen und damit zu deren erhöhter Verfügbarkeit beitragen würde. So werden wieder die Folgen der Prohibition zu Rechtfertigungen der Verbote gedeutet. Es wird von denen nie gesagt, es sei problematisch, dass in Supermärkten neben dem Bier auch häufig hochprozentiger Schnaps verfügbar sei.
In den Niederlanden gibt es, übrigens erfolgreich, Coffeeshops und in Spanien die Cannabis-Sozial-Clubs (CSC) – größere Konsum-Probleme als in Deutschland bestehen dort aber auf keinen Fall deswegen.
Anmerkungen:
“Mit der gleichen Logik kann man natürlich sagen, dass Muttermilch eine Einstiegsdroge ist, denn die meisten jenigen, die auch später Heroin genommen haben, haben vorher auch Muttermilch zu sich genommen.“ [2]. 
Aller erste Einstiegsdroge ist also die Muttermilch, dann kommt der Umstieg auf den gefährlichen Schnuller! Manche lutschen auch noch Ewigkeiten nach der Schnuller Ära den Daumen als dritte Droge...
Studien zeigen sogar, dass Cannabis eine „Ausstiegsdroge“ und keine „Einstiegsdroge“ ist. Zahlreiche Studien haben ergeben, dass Menschen oft andere Substanzen konsumieren, bevor sie jemals Cannabis konsumieren, darunter Alkohol, Tabak und Arzneimittel. – So wird berichtet, dass durch Cannabis-Konsum sich das Verlangen nach einigen Stimulanzien verringern kann. Bei Alkoholikern wird auch immer wieder beschrieben, dass Cannabis hilfreich beim Ausstieg aus dem Alkoholismus sein kann. Ähnlich verhält es sich auch bei manchen Tabak-Konsumenten.

    🇬🇧 Version aus der 🇩🇪 »Neufassung«:

    „Cannabis is a gateway drug.“ [1].
    It's like saying:  “Cannabis is not suitable as a substitute because it is a drug that promotes a new addiction[#MIX-07].
    Without a single study having been able to provide proof, this has been and is said again and again. Both the unfounded invention of 'flashbacks' and the mention of the 'gateway drug' represent the most popular statements of all cannabis prohibition advocates, especially conservative Catholics.
    A number of adults have already had experience with cannabis, but other (banned) drugs are used by less than one percent of users. Not even the previously frequently smoked tobacco is described as a starting point that tempts people to consume other substances. Strangely enough, substances such as coffee, alcohol and others are never said to be a gateway.
    In need of justification, supporters of the ban like to say that the illegal cannabis market would also provide other drugs and thus contribute to their increased availability. Thus, the consequences of prohibition are again interpreted as justifications for prohibitions. They never say, it's a problem that high-proof schnapps is often available in supermarkets alongside beer.
    There are coffee shops in the Netherlands, which are successful, by the way, and the Cannabis Social Clubs (CSC) in Spain – but this is by no means the reason, why there are greater consumption issues than in Germany.
    Added notes:
    “With the same logic, you can of course say that breast-milk is a gateway drug, because most of those who later took heroin also took breast-milk beforehand.” [2].
    The very first gateway drug is breast-milk, then comes the switch to the dangerous pacifier! Some people still suck their thumbs as a third drug, even ages after the pacifier era...
    Studies even show that cannabis is an “exit-drug” rather than a “gateway-drug.” Numerous studies have found that people often use other substances before ever using cannabis, including alcohol, tobacco, and pharmaceuticals. – It is reported that cannabis consumption can reduce the craving for some stimulants. Alcoholics frequently say that cannabis can be helpful in getting out of alcoholism. The situation is similar for some tobacco consumers.

      Verweise:

      1. Quelle der Inspiration: https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/benebelt-ist-vor-allem-die-verbotspolitik; Dr. Raphael Gaßmann – Ausgabe 37/2021.
      2. Video: LEAP Gründung in Deutschland - Wolfgang Nešković (09.01.2016, Zeitmarke: 10:57) – Law Enforcement Against Prohibition (LEAP) Deutschland.
      • Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/La_Guardia_Committee * Das LaGuardia Committee (deutsch: LaGuardia-Komitee) untersuchte im Auftrag des New Yorker Bürgermeisters Fiorello LaGuardia von 1938 bis 1944 die Gefahren von Cannabis und widerlegte systematisch die Behauptungen des Finanzministeriums der Vereinigten Staaten (US Treasury Department), dass das Rauchen von Marihuana zu Wahnsinn führe, die körperliche und geistige Gesundheit verschlechtere, kriminelles Verhalten und Jugendkriminalität befeuere, körperlich abhängig mache, und eine „Einstiegsdroge“ für gefährlichere Drogen sei.

      Erstellt am: 26.07.2022,
      Bearbeitet: 09.02.2026.

      SchlagworteNebelkerze (Scheinargument)Einstiegsdroge, Einstiegsdrogen, Hypothese, These, Theorie; Einstiegsprozesse, Einstiegsprozess; Flashback, Flash-Back, Flash-Backs; Abstinenz, Entzug; Substanzen; Brandmarkung, Stigmata, Stigmatisierung; Milch.

      Mythos #RG-2: “Turbo-Cannabis”

      🇩🇪 Version »Neufassung« – Inspiriert durch: „Dr. Raphael Gaßmann“:

      „Cannabis weist heutzutage höhere THC Gehalte auf und ist somit unberechenbarer als in den 1970′er.“
      Die Verbote gab es jedoch schon zu der Zeit und erfolgten also eindeutig unabhängig vom Risikopotenzial des Wirkstoffes!
      Folgen des Verbotes sind verstärkte Verbreitung von stark potenten und kompakteren Cannabis-Sorten, die vom Schwarzmarkt wegen des geringeren Volumenbedarfes in Umlauf gebracht werden, um Transportkapazitäten einzusparen.
      Mit obiger irreführenden Argumentation werden die schädlichen Folgen der Verbote als Begründung missbraucht.
      Ergänzungen:
      Pflanzen bestehen, neben dem Pflanzenkörper, aus einer Vielzahl Stoffe. So zum Beispiel Terpene (Ätherische Öle), Pflanzenfarbstoffe (Chlorophyll), Flavonoide und viele mehr, da sind also klare Grenzen gegeben, wie viel THC enthalten sein kann.
      In früheren Zeiten hatten Cannabis-Blüten weniger Fläche, auf der sich THC befinden kann, dafür mehr luftige Hohlräume und es waren auch viel weniger Cannabis-Blüten im Umlauf.
      Allerdings gab es in der Vergangenheit auch schon Haschisch mit hohem THC-Gehalt (z.B. „Schwarzen Afghane“). Haschisch war früher häufiger im Umlauf als Cannabisblüten.
      Zudem muss man noch sagen, dass es verschiedene Sorten mit unterschiedlichem Gehalt an THC auch schon immer gab.
      Das Volumen der Cannabis-Blüten ist durch modernere Anbaumethoden, z.B. durch Hinzufügen von Pflanzenwachstumshormonen (PGR) als Düngemittel, viel kompakter geworden. Die einzelnen Knospen wachsen dichter zu einer festeren Knolle zusammen, es finden sich dadurch mehr Wirkstoff-Anteile im Volumen.
      Bei gleichem Gewicht betrachtet, hat sich der durchschnittliche Wirkstoffgehalt des von Natur gegebenen THC im Prinzip jedoch nie wirklich gravierend verändert.
      Die Wirkstoffeigenschaften an sich werden seit geraumer Zeit durch die zusätzliche Anwendung synthetischer Cannabinoide (NPS) auf riskante Weise erhöht, ebenfalls um das Transportvolumen für den Schwarzmarkt zu reduzieren.
      Dieses kann sich in einem regulierten Markt alles ändern und es können dann auch milde Sorten mit ausgewogenen natürlichen THC/CBD Gehalt zur Verfügung gestellt werden!

      🇬🇧 Version aus der 🇩🇪 »Neufassung«:

      „Cannabis today has higher THC levels, making it more unpredictable than it was in the 1970's.“
      However, the prohibition were already in place at the time and were therefore clearly independent of the risk potential of the active ingredient!
      Consequences of the prohibition are increased distribution of potent and more compact cannabis varieties, which are circulated by the black market because of the lower volume requirement in order to save transport capacities.
      With the above misleading „argument“ the harmful consequences of the bans are misused as justification.
      Additions:
      In addition to the plant body, plants consist of a variety of substances. For example terpenes (essential oils), plant pigments (chlorophyll), flavonoids and many more, there are clear limits to how much THC can be contained.
      In the old days, cannabis-buds had less surface area for THC to reside, more airy cavities, and there were also far fewer cannabis-buds in circulation.
      However, in the past there has also been hashish with a high THC content (e.g. “Black Afghan”). Hashish used to be more common than cannabis-flower.
      It also has to be said that there have always been different strains with different levels of THC.
      The volume of cannabis-flowers has become much more compact due to more modern cultivation methods, such as adding plant growth hormones (PGR) as fertilizer. The individual buds grow closer together to form a firmer tuber, which means that there are more active ingredients in the volume.
      Considered at the same weight, the average active substance content of the naturally given THC has basically never really changed significantly.
      For some time now, the properties of the active substance itself have been increased in a risky way, with the additional use of synthetic cannabinoids (NPS), also in order to reduce the transport volume for the black market.
      This can all change in a regulated market, and mild varieties with a balanced natural THC/CBD content can then also be made available!

      Verweise:

      Erstellt am: 25.07.2022,
      Bearbeitet: 31.08.2023.

      Schlagworte: Scheinargument (Nebelkerze)"Cannabis ist heute viel gefährlicher."; Turbocannabis, Turbogras; Potenter, Potenz, Stärke; Volumen, Kapazität, Rauminhalt; Vergleich, Zeit; Plant growth regulators (PGR) = Pflanzenwachstumsregulatoren (Hormone), Dramatisierung, Übertreibung; Substanzen.

      Mythos #RG-1: “Selbstschädigung”

      🇩🇪 Version »Neufassung« – Inspiriert durch: „Dr. Raphael Gaßmann“:

      „Cannabis ist gefährlich.“

      Stimmt genau. Alle psychoaktiven Substanzen weisen im Prinzip Risiken aus, wenn auch in ungleichem Umfang. Aber das soll nicht die entscheidende Frage und schon gar keine stichhaltige Begründung für Repression (Unterdrückung) sein.
      Alkohol ist ebenfalls gefährlich. Das Cannabis-Verbot ist jedoch genauso gründlich gescheitert, wie die Alkoholverbote von 1920 bis 1933 in den USA.
      Der Cannabis-Konsum bewegt sich hauptsächlich im Bereich der Selbstschädigung, im Gegensatz zum Alkohol, der bei hohem Konsum auch schon mal zu Fremdschädigungen durch aggressive Verhaltensmuster führen kann. Aus guten Gründen ist in demokratischen Sozialstrukturen ein selbstzerstörerisches Verhalten jedoch mehrheitlich legitim.
      Cannabis-Konsumenten in Deutschland können allgemein nur wegen der inquisitorischen Konstruktion verfolgt werden. Der Cannabis-Konsum ist zwar nicht strafbar, jeder Konsum ist aber mehr oder weniger zwangsläufig mit dem Besitz der Substanz verbunden.

      Ergänzungen:

      Spezifische Risiken bergen sich in allen möglichen Rauschmitteln, die körperliche, geistige, mentale und soziale Funktionen beeinflussen – so auch Cannabis.

      Diese Risiken zu verhindern und zu verringern, sollte zu den vorrangigen Zielen der Drogenpolitik gehören. Aber nicht die Schaffung neuer Risiken durch Substanz-Verbote, die zu gesellschaftlichen Katastrophen führen kann, bis hin zu lebensbedrohlichen Streckmittel und der Ausbreitung von synthetischen Cannabinoiden, bzw. Neuen-Psychoaktiven-Substanzen (NPS).

      🇬🇧 Version aus der 🇩🇪 »Neufassung«:

      „Cannabis is dangerous.“

      Exactly. In principle, all psychoactive substances have risks, albeit to an unequal extent. But that should not be the decisive question and certainly not a valid justification for repression (oppression).
      Alcohol is also dangerous. However, the cannabis ban failed just as thoroughly as the alcohol-prohibition from 1920 to 1933 in the USA.
      Cannabis consumption is mainly in the area of ​​self-harm, in contrast to alcohol, which, if consumed in large quantities, can sometimes lead to damage to others through aggressive behavior patterns. For good reasons, however, self-destructive behavior is mostly legitimate in democratic social structures.
      Cannabis users in Germany can generally only be prosecuted because of the inquisitorial construction. While cannabis use is not a criminal offence, all use more or less inevitably involves possession of the substance.

      Additions:

      Specific risks are inherent in all kinds of intoxicants that affect physical, intellectual, mental and social functioning, including cannabis.
      Preventing and reducing these risks should be a priority in drug policy. But not the creation of new risks through substance bans, which can lead to social catastrophes, up to life-threatening cutting agents and the spread of synthetic cannabinoids or new-psychoactive-substances (NPS).

      Verweise:

      Erstellt am: 29.06.2022,
      Bearbeitet: 30.09.2022.

      Schlagworte: Scheinargument (Nebelkerze); Selbstverletzung, Selbstzerstörung, Selbstzerstörerisch; Verhaltensmuster, Verhaltensweisen; Chancengleichheit, Gleichberechtigung, Gleichheit, Menschenrechte; Schädlichkeit, Schaden; Prohibition, Verbote, Inquisition; Gebrauch, Konsum; Droge, Drogen, Substanzen.

      Mythos #75: “Humanismus“

      🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

      „Die einzigen Leute, die für die Legalisierung von Drogen argumentieren, sind »Drogen«-Konsumenten.“

      Das stimmt einfach nicht.

      Es gibt durchaus Menschen, die noch nie eine verbotene Droge konsumierten und trotzdem möchten, dass Besitz, Anbau und Produktion aller Drogen für den persönlichen Gebrauch legal sind!

      Viele Menschen, wollen einfach nur die unnötigen Todesfälle, Gemetzel und Schäden, die durch das Drogenverbot verursacht wurden, beenden.

      Anmerkungen:

      Oftmals sind es die eigenen Familienkreise, Geschwister, Verwandte und Freundeskreise, sowie eine Reihe von Organisationen und Verbände, die sich für die Menschenwürde und Menschenrechte aussprechen. Diese wollen das Leid jener Drogen Konsumeierenden nicht länger ertragen und setzen sich deshalb für Entstigmatisierung, Entkriminalisierung und vernunftbasierte Drogen-Regulierungen ein.

      🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

      “The only people arguing to legalise drugs are ‘drug’ users.”

      That’s simply not true.

      I (Julian Buchanan) for one, have never used a banned drug and I want possession, cultivation and production of all drugs for personal use to be legal! Lots of people, like me, simply want to end the needless deaths, carnage and damage caused by drug prohibition.

      Added Notes:

      It is often one's own family circles, brothers and sisters, relatives and circles of friends, as well as a number of organizations and associations that speak out for human dignity and human rights. They no longer want to endure the suffering of those drug users and therefore advocate destigmatization, decriminalization and reason-based drug regulations.

      🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

      {None Twitter-Tweet}.

      Erstellt am: 10.11.2021,
      Bearbeitet: 02.05.2022.

      Schlagworte: Gegen den Drogenkrieg, Prohibition und Repression; Menschlichkeit, Humanität; Chancengleichheit, Gleichberechtigung, Gleichheit; Familie, Freunde, Kollegen, Mitbürger, Mitmenschen, Vereine; Substanzen.

      Mythos #72: “Berührung”

      🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

      „Jeder Körperkontakt mit Fentanyl stellt eine ernsthafte Überdosierung dar.“

      Insbesondere die Polizei hat außerordentliche Anstrengungen unternommen, um den Kontakt mit Fentanyl zu vermeiden, aber der Kontakt mit der Droge (dem Medikament) stellt keinerlei ernsthafte Gefahr dar – das Medikament muss eingenommen werden, um ein Risiko darzustellen.

      Noch nie hat sich jemand durch Körperkontakt mit Fentanyl überdosiert – trotz der Medienberichte.

      🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

      „Jeder physische Kontakt mit Fentanyl bedeutet eine Überdosierung.“

      Insbesondere die Polizeibehörden haben sich stark bemüht, den Kontakt mit Fentanyl zu unterbinden, aber physischer Kontakt stellt keinerlei ernsthafte Gefahr dar – die Droge muss eingenommen werden, um ein Risiko darzustellen.

      🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

      “Any physical contact with fentanyl poses a serious of overdose.”

      Police departments, in particular, have gone to extraordinary lengths to avoid contact with fentanyl, but contact with the drug poses no serious risk whatsoever – the drug has to be ingested to pose a risk.

      No one has ever overdosed as a result of physical contact with fentanyl – despite the media stories.

      🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

      “Any physical contact with fentanyl risks overdose."

      Police departments, in particular, have gone to extraordinary lengths to avoid contact with fentanyl, but physical contact poses no serious risk whatsoever – the drug has to be ingested to pose a risk. [13.11.2021,Twitter].

      Erstellt am: 10.11.2021,
      Bearbeitet: 22.04.2022.

      Schlagworte: Fentanyl-Pflaster; Pflaster; Opium, Opioide, Opiate, Schlafmohn, Mohn; Schmerzmittel, Analgetikum; Substanzen.

      Mythos #68: “Hygiene”

      🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

      „Das Injizieren von Drogen verursacht Geschwüre, Sepsis, Endokarditis, Hepatitis und HIV.“

      Unwahr – das Injizieren von Drogen (Medikamenten) unter unsterilen Bedingungen und das Teilen von Geräten wie Spritzen mit infizierten anderen verursacht diese Probleme – nicht das Injizieren an sich. Dieses Risiko wird durch die Prohibition und der Drogenpolitik wahrscheinlicher, da diese den Zugang zu sauberen Nadeln und Geräten stigmatisiert und erschwert.

      🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

      1. „Das Injizieren von Drogen verursacht Geschwüre, Hepatitis und HIV.“

      Falsch, es ist das Injizieren von Drogen unter unhygienischen Kriterien und das Teilen von Instrumenten (Spritzen) mit infizierten anderen, das diese Probleme verursacht – nicht das Injizieren an sich. Dieses Risiko wird durch die Drogen-Verbotspolitik höher.

      2. „Illegal hergestelltes Desomorphin (halb-synthetisches Opioid) frisst Fleisch.“

      Es gibt keine Droge, die plötzlich anfängt, unser Fleisch zu fressen. Das passiert mit jedem Fleisch, wenn man Schadstoffe in unhygienische Umgebungen injiziert – man bekommt Geschwüre, Wundbrand, Blutvergiftung.

      Sagen wir die Wahrheit, es ist das Verbot, das dies bewirkt – nicht Drogen.

      🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

      “Injecting drugs causes ulcers, sepsis, endocarditis, Hepatitis & HIV.”

      Untrue, it is injecting drugs under unsterile conditions and sharing equipment with infected others that causes these issues – not injecting per se. This risk is made more likely by Prohibitionist drug policies that stigmatize and make access to clean needles and equipment more difficult.

      🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

      1. “Injecting drugs causes ulcers, hepatitis & HIV.”

      Untrue, it is injecting drugs under unsterile conditions and sharing equipment with infected others that causes these issues – not injecting per se. This risk is made more likely by Prohibitionist drug policies. [13.11.2021,Twitter].

      2. “Illicitly produced desomorphine (semi-synthetic opioid) eats flesh.“

      There is no drug that might suddenly start eating our flesh. It's what happens to any flesh when you inject contaminants in unhygienic environments - you get ulcers, gangrene, septicemia. [13.03.2022,Twitter].

      Let's tell the truth it's prohibition that's doing this - not drugs. [13.03.2022,Twitter].

      Erstellt am: 10.11.2021,
      Bearbeitet: 19.04.2022.

      Schlagworte: Einen Druck setzen; Drücken; Spritzen, Spritze; Injektionen; Injektionsspritzen, Pumpen; Sauberkeit, Reinheit; Opium, Opiate, Opioide, Schlafmohn, Mohn; Heroin (Diamorphin, Diacetylmorphin), Morphin; Krokodil (Desomorphin); Gebrauch, Konsum, Substanzen.

      Mythos #59: “Regulierungen“

      🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

      „Drogen sind gefährlich, deshalb brauchen wir Regulierungen.“

      Verbotsargumente zu übernehmen, um Menschen zur Entkriminalisierung oder Legalisierung zu bewegen, dient nur dazu, Mythen und Fehlinformationen zu verewigen. Drogen sind allgemein nicht gefährlich, sie variieren stark und können nicht so in einen Topf geworfen werden.

      Was wir sagen können, ist, dass die Durchsetzung des Verbots den Drogenkonsum gefährlich gemacht hat.

      Seien Sie vorsichtig, denn die Regulierung kann so streng sein, dass es sich tatsächlich um ein neues Verbot handelt.

      🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

      „Drogen sind unsicher, deshalb brauchen wir eine Regulierung.“

      Verbotsbegründungen zu adoptieren, um Menschen zur Entkriminalisierung, Legalisierung oder Reform zu bewegen, dient nur dazu, Mythen und Desinformation zu verstärken. Drogen sind per se nicht unsicher, und die Risiken sind sehr unterschiedlich.

      Was wir sagen können, ist, dass die Verwirklichung des Verbots den Drogenkonsum unsicher gemacht hat, obwohl dies nicht anders gewesen wäre.

      Wir müssen uns davor hüten, zu einfach nach Regulierung zu fordern, denn einige Formen der Regulierung können so streng sein, dass sie effektiv Prohibition 2.0 sind.

      🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

      “Drugs are dangerous, that’s why we need regulation.”

      Adopting prohibition arguments, to draw people towards decriminalization or legalization, only serves to perpetuate myths and misinformation. Drugs are not dangerous per se, they vary widely and cannot be lumped together like this.

      What we can say is that prohibition enforcement has made drug use dangerous.

      Beware because regulation can be so strict, it is effectively a new prohibition.

      🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

      “Drugs are dangerous, that’s why we need regulation”

      Adopting prohibition arguments to draw people towards decriminalisation, legalisation or reform, only serves to reinforce myths and misinformation. Drugs are not dangerous per se, and risks vary widely. [12.11.2021,Twitter].

      What we can say is that prohibition enforcement has made drug use dangerous, when it wouldn't have been otherwise. We need to beware too simply calling for Regulation, because some forms of regulation can be so strict, they are effectively Prohibition 2.0. [12.11.2021,Twitter].

      Verweise:

      Erstellt am: 10.11.2021,
      Bearbeitet: 03.06.2022.

      Schlagworte: Gesetze, Rechtsverordnung, Regelungen; Bestimmung, Bestimmungen; Dramatisierung, Übertreibung; Substanzen.

      Mythos #51: “Werdegang”

      🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

      „Menschen wachsen aus dem Drogenkonsum heraus.“

      Obwohl es Beweise dafür gibt, dass Menschen aus kriminellen Aktivitäten herauswachsen, birgt der Konsum verbotener Drogen strafbare Risiken.

      Wenn es also in einem späteren Alter zu einer Abkehr von »illegalen« Drogen kommt, ist es nicht unbedingt der Fall, dass die Menschen aus Drogen herauswachsen“. Vielleicht lernen sie jedoch im Laufe der Zeit, die damit verbundenen kriminellen Vereinigungen zu vermeiden.

      Es gibt keine Beweise, dass Menschen aus dem Konsum der »legalen« Drogen Alkohol, Tabak und Koffein herauswachsen.

      🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

      „Menschen reifen aus dem Konsum von Drogen heraus.“

      Es gibt kein Nachweis dafür, dass Menschen aus dem Konsum von Alkohol, Tabak und Koffein herauswachsen. Verbotene Drogen beinhalten kriminelle Risiken, also wachsen die Menschen vielleicht aus dem Ärger heraus, strafbare Risiken einzugehen.

      🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

      “People grow out of taking drugs.”

      While there is evidence that people grow out of criminal activity, the use of prohibited drugs involves criminal risks, so if there is a shift away from illegal drugs at a later age it’s not necessarily the case that people are “growing out of drugs”, but perhaps, over time, they learn to avoid the associated criminal associations.

      There is no evidence people grow out of using the drug's alcohol, tobacco and caffeine.

      🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

      “People grow out of taking drugs.”

      There is no evidence people grow out of using alcohol, tobacco and caffeine. Prohibited drugs involve criminal risks, so maybe people grow out of the hassle of criminal risk taking. [12.11.2021,Twitter].

      Erstellt am: 10.11.2021,
      Bearbeitet: 11.04.2022.

      Schlagwörter: Wagnis, Wagnisse; Gefahr, Gefährdung; Mafia, Organisierte Kriminalität, OK.

      Mythos #47: “Regulierung”

      🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

      „Jeder Drogentod ist ein weiterer Beweis für die Gefahren von Drogen.“

      Die meisten Drogentoten sind ein Nebenprodukt der drakonischen Drogenpolitik.

      Dem kann durch eine Kombination aus Entkriminalisierung, Legalisierung, Naloxon (Antidot/Gegenmittel) Verteilung, sichererer Aufklärung über den Drogenkonsum, Heroin gestützten Behandlungen (oder Substitution/Ersatzstoff Vergabe), Drogenkontrollsets, Drogenkonsumräumen entgegengewirkt werden. Diese könnten zudem durch weniger Intoleranz und Stigmatisierung vermieden werden.

      Unsere derzeitige Drogenpolitik bringt Menschen um.

      🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

      „Jeder Drogentote ist ein Beweis für die Risiken von Drogen.“

      Nein, die meisten Drogentoten gehen auf die Anti-Drogen-Politik zurück. Todesfälle könnten durch ein Zusammenspiel aus Entkriminalisierung, Legalisierung, Gegengifte, Ersatzverschreibung, Drogen-Prüfung, Drogen-Konsumräumen etc. vermieden werden.

      🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

      “Every drug death is further evidence of the dangers of drugs.”

      Most drug deaths are a by-product of Draconian drug policy that could be avoided by a combination of decriminalization, legalization, naloxone distribution, safer drug use education, heroin-assisted treatments, drug checking kits, drug consumption rooms and less intolerance and stigma.

      Our drug policies are killing people.

      🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

      “Every drug death is evidence of the danger of drugs.”

      No, most drug deaths arise from anti-drug policies. Deaths could be avoided by a combination of decriminalisation, legalisation, naloxone, substitute prescribing, drug checking, drug consumption rooms etc. [08.11.2021,Twitter].

      Erstellt am: 10.11.2021,
      Bearbeitet: 08.04.2022.

      Schlagworte: Drogenkrieg, Politik, Prohibition, Verbote; Auswirkungen; Chancengleichheit, Gleichberechtigung, Gleichheit, Menschenrechte; Würdigung (Respektierung); Akzeptanz, Anerkennung; Prävention, Vorsorge; Substanzen.

      Mythos #46: “Straßenverkehr“

      🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

      „Der Cannabis-Konsum durch Autofahrer führt zu mehr Verkehrstoten.“

      Unbegründet – Es gibt Hinweise darauf, dass Cannabis bei Verkehrsunfällen zunehmend in Blutproben gefunden wird, aber dieses Vorhandensein von Cannabis im Blutkreislauf könnte durch den Konsum von Cannabis, Tage, Wochen oder sogar Monate früher entstehen, bzw. zurückzuführen sein.

      Drogenpräsenz bedeutet nicht zwingend eine Beeinträchtigung durch Drogen. Für die Assoziation, oder Verbindung, besteht keine Kausalität (Ursächlichkeit).

      Es wäre vergleichbar mit der Annahme, dass der zunehmende »Besitz« eines Mobiltelefons durch Fahrer bei Verkehrsunfällen zu mehr Verkehrstoten führe.

      🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

      „Cannabis-Konsum durch Autofahrer führt zu mehr Todesfällen im Straßenverkehr.“

      Unhaltbar – Es gibt Indizien darauf, dass Cannabis vermehrt in Blutproben bei Straßenverkehrsunfällen (RTA) aufgespürt wird, aber das Präsenz von Drogen bedeutet nicht, dass die Drogen beeinträchtigen werden. Die Verknüpfung besagt keine Ursächlichkeit.

      🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

      “Cannabis use by drivers is leading to more deaths on the road.”

      Unfounded. There is evidence that cannabis is increasingly found in blood samples in road traffic accidents (RTA’s) but this presence of cannabis in the bloodstream could arise from the use of cannabis days, weeks, even months earlier.

      Drug presence doesn’t mean drug impairment. Association is not causation.

      It would be similar to suggesting the increased »possession« of a mobile phone by drivers in fatal RTA’s was leading to more deaths on the road.

      🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

      “Cannabis use by drivers is leading to more deaths on the road.”

      Unfounded. There is evidence that cannabis is increasingly found in blood samples in road traffic accidents (RTA’s) but drug presence doesn’t mean drug impairment. Association is not causation. [08.11.2021,Twitter].

      Erstellt am: 10.11.2021,
      Bearbeitet: 08.04.2022.

      Schlagworte: Kraftfahrzeug (KFZ), Personenkraftwagen (PKW), Kraftwagen, Fahrzeug, Auto, Automobil, Motorrad, Motorroller, Moped, Mofa, Roller, Elektroscooter, E-Scooter; Gebrauch; Konsum; Gefährlichkeit, Gefahren, Risiken, Risiko; Sicherheit; Fahrtauglichkeit, Tauglichkeit; Straßenverkehr, Verkehr; Verkehrskontrolle, Verkehrskontrollen; Testung, Prüfung; Substanzen.

      Mythos #45: “Menge”

      🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

      „Drogen zu legalisieren ist gefährlich, weil mehr Menschen Drogen konsumieren werden.“

      In Ländern, in denen Drogen legalisiert oder entkriminalisiert wurden, hat der Drogenkonsum insgesamt nicht zugenommen.

      Es ist jedoch nicht der Drogenkonsum an sich, der uns Sorgen machen sollte, sondern der problematische Drogenkonsum, der uns zu Denken geben müsste. Nur ein kleiner Teil der Drogenkonsumenten entwickelt Suchtprobleme.

      Obwohl »manche« Drogen »derzeit« nach wie vor illegal sind, schafft dies jedoch Unsicherheit in Bezug auf Reinheit, Toxizität (Giftigkeit einer Substanz), Inhalt und Stärke, und die Menschen sind weiter gefährdet, eine Vorstrafe zu erhalten, die ihnen lebenslang schaden könnte.

      Anmerkungen:

      Durch die Entkriminalisierung und/oder Legalisierung werden in der Praxis nicht mehr „Neue“ Konsumenten dazukommen, sondern „Alte“ vermehrt sichtbarer. Menschen, die sich vorher aus Angst und Panik vor Strafverfolgung versteckt haben, werden sich dann deutlich mehr trauen, sich zu zeigen.

      🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

      „Eine Legalisierung von Drogen ist riskant, weil mehr Leute auf Drogen einsteigen werden.“

      In Staaten, in denen Drogen legalisiert oder entkriminalisiert wurde, ist der Drogenkonsum in der Regel nicht gestiegen.

      🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

      “Legalizing drugs is dangerous, because more people will use drugs.”

      In countries where drugs have been legalized or decriminalized, there has not been an overall increase in drug consumption.

      However, it is not drug use per se that should concern us, it is problematic drug use that we should be concerned about. Only a small proportion of people who use drugs develop addiction issues.

      However, while »some« drugs »currently« remain illegal, it creates uncertainty regarding purity, toxicity, content, strength and people are further at risk of acquiring a criminal record that could damage them for life.

      Added Notes:

      In practice, decriminalization and/or legalization will no longer attract “new” consumers, but “old” consumers will become increasingly visible. People who have previously hidden themselves, out of fear and panic from law enforcement, will then dare to show themselves significantly more.

      🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

      “Legalising drugs is risky, because more people will get into drugs.”

      In countries where drugs have been legalised or decriminalised, there has not been an overall increase in drug consumption. [08.11.2021,Twitter].

      Verweise:

      Erstellt am: 10.11.2021,
      Bearbeitet: 06.08.2025.

      Persönliche Bemerkung: In der englischen Fassung ("However, while drugs remain illegal, ...") wurde »some« und »currently« ergänzt und auch in der Übersetzung entsprechend eingearbeitet. Begründung: der Begriff "Droge" besagt nichts über den Status der Legalität und das zeitliche Merkmal in dem Text-Zusammenhang aus.

      Schlagwörter: Zahl/Zahlen der Konsumenten; viel mehr abhängige, süchtige Konsumenten; Anzahl erhöhen sich, Erhöhungen der Anzahlen, Steigerung, Steigerungen; Menge; Anstieg, Zunahme, Zuspitzung; vermehrter Einstieg; Einstiegsprozesse, Einstiegsprozess, Einstiegsdroge, Einstiegsdrogen, Hypothese, These, Theorie; Verhaltensmuster, Verhaltensweisen; Dramatisierung, Übertreibung; Gebrauch, Konsum; Substanzen.

      Mythos #44: “Auswirkungen”

      🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

      „Alkohol beansprucht so viel Zeit bei der Polizei – stellen Sie sich vor, wie schlimm es wäre, wenn wir Cannabis legalisieren würden.“

      Es gibt keinen Vergleich zwischen diesen beiden verschiedenen Substanzen, die Auswirkungen auf das Verhalten sind sehr unterschiedlich.

      Das ist selten, dass jemand, der Cannabis nimmt, streitsüchtig, aggressiv und gewalttätig ist, leider kann das nicht für Alkohol gesagt werden. Es ist, als würde man sagen, dass wir die Schäden gesehen haben, die durch Sportarten wie Rugby verursacht wurden, also haben wir nicht die Absicht, Tennis zuzulassen.

      🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

      „Alkohol fordert so viel Polizeizeit, dass es schrecklich wäre, wenn wir Cannabis legalisieren würden.“

      Diese beiden verschiedenartigen Substanzen beeinflussen das Verhalten verschieden. Es ist ungewöhnlich, dass jemand, der Cannabis nimmt, Streit suchend, reizbar und gewaltsam ist, fatalerweise gilt das nicht für Alkohol.

      🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

      “Alcohol occupies so much police time – imagine how bad it’d be if we legalise cannabis.”

      There is no comparison between these two different substances that impact behaviour very differently.

      It is rare for anyone on cannabis to be argumentative, aggressive and violent, unfortunately, the same cannot be said for alcohol. It’s like saying we’ve seen the damaged caused by sports like rugby, so we have no intention of allowing tennis.

      🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

      Alcohol occupies so much police time, it'd be awful f we legalized cannabis.”

      These two different substances impact behaviour differently. It's unusual for anyone on cannabis to be argumentative, aggressive and violent, unfortunately, the same cannot be said for alcohol. [08.11.2021,Twitter].

      Erstellt am: 10.11.2021,
      Bearbeitet: 06.04.2022.

      Schlagworte: Polizei, Polizisten, Exekutive, Ordnungshüter; Strafverfolgung, Verfolgung; Substanzen.

      Mythos #39: “Tödlichkeit”

      🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

      „Illegale Drogen töten Menschen.“

      Dies ist irreführend, denn die Mehrheit der Drogentoten sind Folgen von Prohibition und einer drakonischen Drogenpolitik, die den Drogenkonsum unsicherer und gefährlicher macht und die Inanspruchnahme von Hilfe riskant macht. Viele Todesfälle hätten sonst vermieden werden können.

      🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

      „Verbotene Drogen bringen Menschen um.“

      Das ist falsch. Die Mehrzahl der Drogentoten sind Auswirkungen einer harten Drogenpolitik, die den Gebrauch von Drogen bedenklicher, kritischer und die Anwendung von Hilfe riskanter macht. Viele Todesfälle hätten sonst abgewendet werden können. Verbote töten!

      🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

      “Illegal drugs kill people.”

      This is misleading because the majority of drug deaths are consequences of prohibition and a draconian drug policy that makes taking drugs uncertain and more dangerous and getting help risky. A lot of deaths could have otherwise been avoided.

      🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

      “Illegal drugs kill people.”

      This is misleading. The majority of drug deaths are consequences of draconian drug policies that make taking drugs uncertain, more dangerous and getting help risky. A lot of deaths could have otherwise been avoided. Prohibition kills. [08.11.2021,Twitter].

      Erstellt am: 10.11.2021,
      Bearbeitet: 03.04.2022.

      Schlagworte: Regelungen, Gesetze; Auswirkungen; Probleme; Schwarzmarkt; Reinheit. Qualität; Schwierigkeiten; Schädlichkeit, Schaden; Sicherheit; Dramatisierung, Übertreibung; Beistand, Hilfe; Substanzen.

      Mythos #31: “Reinheit”

      🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung« (Erweitert):

      „Heroin ist eine gefährliche Droge, die Ihren Körper schädigt.“

      Jede Straßendroge kann sehr schädlich sein, da die Illegalität bedeutet, dass der Konsument keine Ahnung hat, was darin enthalten ist. Aber sauberes pharmazeutisches Heroin (im Gegensatz zu Alkohol) schädigt den Körper nicht dauerhaft.

      Anmerkungen:

      Substanz-Unreinheiten durch Streckmittel, sowie das Unwissen über mögliche Varianz (Schwankungen) des Wirkstoffes machen Drogen riskant.

      Ob ein Getränk 8% oder 80% Alkohol besitzt, kann man häufig schmecken. Ob Heroin 8% oder 80% Reinheit besitzt oder eine Ecstasy Pille 30mg oder 300mg MDMA enthält, ist bedingt durch Drogen-Prohibition für die meisten Nutzer im Schwarzmarkt kaum unterscheidbar.

      🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

      „Heroin ist eine riskante Droge, die Ihrem Körper schadet.“

      Jede Schwarzmarkt-Droge könnte schädlich sein, weil die Illegalität bedeutet, dass der Nutzer nicht viel Kenntnis davon hat, was er gekauft hat. Aber reines pharmazeutisches Heroin verursacht (im Gegensatz zu Alkohol) keine nachhaltigen Schäden im Körper.

      🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

      “Heroin is a dangerous drug that damages your body.”

      Any street drug could be very damaging because illegality means the user hasn’t got a clue what’s in it. But clean pharmaceutical heroin (unlike alcohol) doesn’t cause any permanent damage to the body.

      Added notes:

      Substance impurities caused by extenders, as well as ignorance about possible variance (fluctuations) of the active substance, make drugs risky.

      You can often taste whether a drink has 8% or 80% alcohol. Whether heroin is 8% or 80% pure or whether an ecstasy pill contains 30mg or 300mg MDMA is almost impossible for most black market users to tell, due to drug prohibition.

      🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

      “Heroin is a dangerous drug that damages your body.”

      Any street drug could be damaging because illegality means the user hasn’t got much idea what they've bought. But clean pharmaceutical heroin (unlike alcohol) doesn’t cause any permanent damage to the body. [06.11.2021,Twitter].

      Verweise:

      Erstellt am: 10.11.2021,
      Bearbeitet: 31.03.2022.

      Schlagworte: Opium, Opiate, Opioide; Heroin (Diamorphin, Diacetylmorphin), Morphin; Schlafmohn, Mohn; Wirkung, Stärke; Wertigkeit; Substanzen.