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Mythos #MIX-04: “Psyche” (Studien/Analysen Version)

Index:

  • 🇩🇪 Deutschsprachiger Artikel.
  • 🇬🇧 English language article.
  • 🇩🇪 Verweise (Quellen). 🇬🇧 References (sources).


🇩🇪 „Es gibt viele, die nach Cannabis Konsum in eine Psychose gerutscht sind und sich ihr Leben ruiniert haben.“

Solche Aussagen sind ein Relikt aus dem „Reefer Madness“ Zeitalter, welche seit den 1930 Jahren an bis heute von Prohibitionisten (Verbotsbefürworter) benutzt und verbreitet werden.
Eine psychische Störung (Psychose) ist niemals monokausal, bzw. nur auf eine „einzelne“ Ursache zurückzuführen, auch nicht auf Cannabis-Konsum! [1].
Ca. 1% der Bevölkerung hat mindestens einmal im Leben eine Psychose. Grundsätzlich konsumieren Menschen mit psychiatrischen Störungen mehr Drogen oder Medikamente. Das kann kontraproduktiv sein, ist aber nicht die Ursache, sondern meist eine Folge. [2],[7].
Man kann sagen, dass Stress, insbesondere solcher, der durch die Folgen der Drogen-Prohibition und dessen repressiven (unterdrückenden) Eingriffe verursacht wird, viel größere Risikofaktoren für psychotische Traumatisierung bei Cannabis-Konsumenten darstellen, insbesondere für vulnerable (empfängliche), bzw. sensible Personen.

  • Psychose/Psychotische Symptome – Unterschiede:

Erst einmal sei gesagt, dass Psychosen und psychotische Symptome (Anzeichen) verschiedene Dinge sind:
Psychose: meint im Wesentlichen Störungen in Verhaltensweisen, der Wahrnehmung, also: Halluzinationen, Wahn-Vorstellungen bis hin zu Realitätsverlust oder Ich-Störungen, etc., die auf längere Zeitabschnitte ausgedehnt sein können.
Psychotisch: meint Anzeichen (Symptome) mit tendenziös flüchtigen Effekten, bzw. Episoden, die sich z.B. in Panik, Angst-Zuständen, Depressionen etc. äußern können. Psychotische Symptome werden teilweise mit Psychosen verwechselt. Obwohl psychotische Symptome in einzelnen Fällen als Vorläufer interpretiert werden können, enden sie jedoch nicht zwangsläufig in Psychosen.

  • Psychische Störungen  Ursachen:

Mit hoher Wahrscheinlichkeit stehen "Psychische Störungen" (Psychosen) im Zusammenhang mit bestehenden "Vorerkrankungen" (z.B.: Diathese); also genetischen Defekten, neurologischen Schäden (Schlaganfall, CADASIL, ...), Hirnverletzung (Hirntumore), Verletzungen, (parasitäre) Infektionen; sowie Stoffwechselstörungen (Hormon-System) im Kontext mit "Stress" im Vordergrund. Das Ganze wird als "(Vulnerabilität) Diathese-Stress-Modell" mitunter diskutiert.

  • Stress (Allgemein):
Stigmatisierung beeinflusst psychotische Erkrankungen nachweislich negativ. Den Einfluss von staatlicher Verfolgung auf die Cannabis-Psychose-Assoziation wird kaum diskutiert, obgleich das die fehlende Assoziation bei Dronabinol erklären könnte. [8].

Stress durch Kriminalisierung, Strafverfolgung, stetige Ungleichbehandlung und Stigmatisierung, Diffamierung (Herabwürdigung), sowie Pathologisierung (jemanden als krankhaft beschreiben) schadet der Gesundheit!
Stress durch eine Anzeige von Denunzianten bei der Polizei, den anschließenden repressiven Maßnahmen wie Intim- und Hausdurchsuchung, kann panische Angst auslösen und psychotischen, traumatisierenden Stress verursachen. – Per richterlichen Gerichtsbeschluss angeordnete Abstinenztherapien (z.B.: "Zwölf-Schritte-Programm") unter Zwang, können gleichfalls Stress-Probleme verursachen und psychotische Symptome erzeugen!
Aber auch gesteigertes Leistungsvermögen kann zu „Burn-out“ Stress führen. Tätigkeiten und Arbeiten, die ein hohes Maß an Konzentration erfordern und/oder unter Umständen sehr lange Zeiten ausgeübt werden, sowie auch übermäßiger Leistungssport als Beispiel, können zu psychotischen Symptomen führen.
Es gibt noch eine ganze reihe weitere Stressige-Situationen. Darunter auch das Leben in großen Städten, Schlafmangel, starker Lärm, sogar Armut kann traumatisierenden Stress bedeuten und psychotische Symptome nach sich ziehen.
Jugendliche und junge Menschen können während ihrer Lern- und Bildungsphase empfindlicher (vulnerable) auf Stress reagieren, da sich ihr Gehirn noch in der Entwicklung befindet und das Hormonsystem (Adrenalin, Dopamin, Serotonin etc.) möglicherweise noch nicht ausreichend mit dem körpereigenen-Cannabinoid-System abgestimmt ist.

  • Substanzen:

Alkohol (Ethanol) kann, bei tendenziell „hoch“ dosierten Konsum, den Stress-faktor durch seine delirante Wirkweise erhöhen und psychotische Symptome in Form von leichten geistigem Chaos bis hin zur Enthemmung oder sogar Wahn-Vorstellung, Trugbild und Täuschenden Effekten hervorrufen. Dies kann Bestandteil einer Psychose sein.
Stimulanzien wie Amphetamin, aber auch Schlafentzug sind viel stärker mit psychotischen Symptomen „verbunden“ als Cannabis. Sogar die regulär verkauften Stimulanzien Koffein und Nikotin können Psychosen triggern (anregen). [3]. 
Alltägliche Konsumgüter wie „Koffein“ (Kaffee, Energie-Drinks etc.) können aufgrund ihrer stimulierenden, anregenden und leistungssteigernden Eigenschaften ein Stressor (Stress-Faktor) sein – was in einigen Fällen auch zu psychotischen Symptomen führen kann.
Etliche pharmazeutische Medikamente (z. B.: „Ritalin“, welches auf Amphetaminen basiert, und „Paracetamol mit Koffein“, etc.), mit Eigenschaften einer Stimulanz, können den Stress-Faktor erhöhen und psychotische Symptome unter Umständen begünstigen.
Ein anderer Faktor sind synthetische Cannabinoide (NPS), die seit etwa 2011 im Schwarzmarkt unkontrolliert immer häufiger auf Cannabis-Produkte aufgebracht werden. Bei diesen Stoffen werden öfters psychotische Symptome beschrieben, die sogar in schwerwiegende Horror-Trips (Psychosen) bis hin zum Tod ausarten können.
Wer weiß denn schon, ob nicht sogar der von christlichen Katholiken so geliebte psychoaktive „Weihrauch“ (Boswellia) nicht sogar auch an psychotischen Symptomen beteiligt sein könnte. Einmal etwas zu viel beim Priester am Altar Olibanum-Rauch schnüffeln oder Weihrauch-Harz als Tee getrunken und schon könnte bei einer möglich vulnerablen Person das scheinbar Unmögliche passieren. [4],[5].
Johanniskraut (Hypericum perforatum) hat die Fähigkeit, in bestimmten Fällen nicht nur depressive Zustände durch dessen psychoaktive Wirkung zu lindern und beruhigend zu wirken, sondern kann auch die Photosensibilität – die Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenlicht – als Nebenwirkung erhöhen. Denkbar sind u.U. auch gesteigerte visuelle „Licht- und Farben-Rausch“ Effekte auf die Psyche in Form von „Closed-Eye Visualization“ (CEV) als Beispiel. Einige möglichen Effekte könnten sich entweder als psychotisches Symptom einer zeitweiligen Psychose (Serotonin-Syndrom) – insbesondere bei Konzentrat oder Extrakt Anwendung und hoher Dosierung – oder als erhöhte psychotrope (psychoaktive) Wirkung beschreiben lassen.

  • Zusammenfassung:

Etwa 30 Prozent der Weltbevölkerung tragen genetische Anlagen, die sie anfällig für Psychosen machen könnten. – Davon kann bei vulnerablen Menschen unter Stress und durch den Konsum spezifischer Substanzen eine verstärkte Steigerung von psychotischen Symptomen oder sogar das Risiko einer manifesten Psychose bei circa 1 bis 3 Prozent der Personen erhöht sein.

  • Fazit:

Es gibt viele weitere Einflussfaktoren, die jedoch den Rahmen dieses Artikels sprengen würden. Geistige Störungen (Psychosen) „nur“ an Cannabis Gebrauch auszumachen, ist jedenfalls absolut nicht möglich!
Man muss sich zudem fragen, warum Psychosen selten oder nie als Arzneimittel-Nebenwirkungen von „Dronabinol“ (Marinol; reines THC), „Sativex“ (Nabiximols) und „Nabilon“ angegeben werden.
Selbst in offiziellen Medizin-Berichten werden psychotische Symptome für Cannabis-Patienten, somit Konsumenten, tendenziös in nur sehr geringen Fällen verzeichnet und werden systemisch nicht beobachtet! [6]. – In einigen Fällen wird Cannabis sogar bewusst als Anxiolytikum (Angst- und Traumata-Löser) von Konsumenten verwendet und teilweise sogar medizinisch eingesetzt. [7].

🇬🇧 “There are many who have slipped into psychosis after consuming cannabis and ruined their lives.”

Such statements are a relic from the “Reefer Madness” era, which have been used and spread by prohibitionists since the 1930s until today.
A mental disorder (psychosis) is never monocausal, or can only be traced back to a “single” cause, not even to cannabis consumption! [1].
Approximately 1% of the population experiences psychosis at least once in their life. In general, people with psychiatric disorders use more drugs or medication. This can be counterproductive, but it is not the cause, but usually a consequence. [2],[7].
It can be said that stress, especially that caused by the consequences of drug-prohibition and its repressive interventions, represent much greater risk factors for psychotic-trauma in cannabis-users, especially for vulnerable, receptive or sensitive people.

  • Psychosis / Psychotic-Symptoms – Differences:
First of all, it should be said that psychoses and psychotic-symptoms (signs) are different things:
Psychosis: essentially means disorders in behavior and perception, i.e.: hallucinations, delusions up to a loss of reality or ego-disorders, etc., which can extend over longer periods of time.
Psychotic: means signs (symptoms) with tendentially fleeting effects or episodes that can manifest themselves, for example, in panic, anxiety states, depression, etc. Psychotic-symptoms are sometimes confused with psychoses. Although psychotic-symptoms can be interpreted as precursors in individual cases, they do not necessarily end in psychosis.

  • Mental disorders – causes:

It is highly likely that “mental disorders” (psychoses) are related to existing “previous illnesses” (e.g.: diathesis); i.e. genetic defects, neurological damage (Stroke, CADASIL, ...), brain injury (brain tumors), injuries, (parasitic) infections; as well as metabolic disorders (hormone system) in the context of “stress” in the foreground. The whole thing is sometimes discussed as a “(vulnerability) diathesis-stress model”.

  • Stress (General):

Stigmatization influences psychotic-diseases, that proved negatively. The influence of state persecution on cannabis-psychosis association is barely discussed, although that could explain the missing association with Dronabinol. [8].
Stress caused by criminalization, law enforcement, constant unequal treatment and stigmatization, defamation (degradation), and pathologization (describing someone as diseased) is harmful to health!
Stress caused by reporting informants to the police and the subsequent repressive measures such as intimate and house searches can trigger panic fear and cause psychotic, traumatizing stress. – Abstinence therapies (e.g.: “Twelve-Step-Program”) ordered by a court under compulsion can also cause stress-problems and produce psychotic-symptoms!
But increased performance can also lead to “burnout” stress. Activities and work that require a high level of concentration and/or are carried out for very long periods of time, as well as excessive competitive sports, for example, can lead to psychotic-symptoms.
There are a whole range of other stressful situations. Including living in big cities, lack of sleep, loud noise, even poverty can cause traumatizing stress and lead to psychotic-symptoms.
Adolescents and young people may be more sensitive (vulnerable) to stress during their learning and educational phase, as their brain is still developing and the hormonal system (adrenaline, dopamine, serotonin etc.) may not yet be sufficiently coordinated with the body's cannabinoid system.

  • Substances:

Alcohol (ethanol), when consumed in "high" doses, can increase the stress-factor due to its delirious effect and cause psychotic-symptoms in the form of mild mental chaos up to disinhibition or even delusions, illusions and deceptive effects. This can be part of psychosis.
Stimulants such as amphetamines, as well as sleep deprivation, are much more strongly “linked” to psychotic-symptoms than cannabis. Even the regularly sold stimulants caffeine and nicotine can trigger (stimulate) psychosis. [3]. 
Everyday consumer products such as “caffeine” (coffee, energy drinks, etc.), as a stimulant with its exhilarating and performance-enhancing properties, can be a stressor (stress-factor) – which in some cases can also lead to psychotic symptoms.
A number of pharmaceutical medications (e.g.: “Ritalin”, which is based on amphetamines, and “Paracetamol with caffeine”, etc.), with stimulant properties, can increase the stress-factor and possibly promote psychotic-symptoms.
Another factor is synthetic-cannabinoids (NPS), which have been used uncontrolled on the black market in cannabis products since around 2011. Psychotic-symptoms are often described with these substances, which can degenerate into severe horror-trips (psychosis) and even death.
Who knows whether the psychoactive “incense” (Boswellia), so beloved by Christian Catholics, might not even be involved in psychotic-symptoms. Sniff a little too much olibanum-smoke from the priest at the altar or drink frankincense-resin as tea, and the seemingly impossible could happen to a potentially vulnerable person. [4],[5].
St. John's wort (Hypericum perforatum) has the ability to not only relieve depressive states in certain cases through its psychoactive effects and have a calming effect, but can also increase photosensitivity - the skin's sensitivity to sunlight - as a side effect. Increased visual “light and color rush” effects on the psyche in the form of “closed-eye visualization” (CEV) as an example are also imaginable. Some possible effects could be described either as a psychotic symptom of temporary psychosis (serotonin syndrome) - especially when using concentrate or extract and high dosage - or as an increased psychotrope (psychoactive) effect.
  • Summary:
About 30 percent of the world's population carries genetic predispositions that could make them susceptible to psychosis. – Of these, vulnerable people under stress and the consumption of specific substances can experience an increased increase in psychotic symptoms or even the risk of manifest psychosis in around 1 to 3 percent of people.

  • Conclusion:

There are many other influencing factors, but they are beyond the scope of this article. In any case, it is absolutely not possible to describe mental-disorders (psychoses) “only” through the use of cannabis!
You also have to ask yourself why psychosis is rarely or not reported as a medicine-side-effect of “Dronabinol” (Marinol; pure THC), “Sativex” (Nabiximols) and “Nabilone”.
Even in official medical reports, psychotic-symptoms for cannabis-patients, i.e. consumers, tend to play little role and are not observed systemically! [6]. – In some cases, cannabis is even consciously used by consumers as an anxiolytic (anxiety and trauma reliever) and is sometimes used medicinally. [7].

Verweise (References):

Substanzen – Amphetamin, Koffein, Nikotin:
Berichte:
Antidepressiva, Anxiolytikum (Angst & Panikauflösung):
Stress – Grundlagen / Basiswissen:
Stress – Studien und Analysen:
  • “Psychosocial Stress and Psychosis. A Review of the Neurobiological Mechanisms and the Evidence for Gene-Stress Interaction“ (Accumulating evidence suggests that psychosocial stress may be associated with an increased risk for developing psychosis. ...), https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2632486/ (11/2008).

Psychosen (Schizophrenie) – Grundlagen:

Psychosen (Schizophrenie) – Diverse Querverweise:

Erstellt am: 07.01.2022,
Bearbeitet: 29.10.2025.

Schlagworte: Hanf (Cannabis), Drogen, Droge, Substanzen, Substanz, Medizin; Psychosomatik, Psychologie, Psychiatrie, Psyche, Psychosen, Psychose, Psychotisch, psychotische Episoden, psychisch Krank, psychische Erkrankung, Stress-Psychose, Schizophrenie, schizophren; Neurologisch, Neurologie, Neuroleptikum; Gehirn, Hirn, Seele; Gehirnkrankheit; Unruhe-Stress; Reefer Madness (Joint-Wahnsinn); Brandmarkung.

Mythos #MIX-03: "Gerüche"

🇩🇪 „Cannabis stinkt und ist eine Geruchsbelästigung.“

Prohibition stinkt mehr! - Der Geruch von Cannabis macht niemanden „high“ und den Geruch kann man auch in jeder größeren Stadt wahrnehmen! [1].
Wenn man Cannabis-Rauch in einem (kleinen) geschlossenem Raum ausgesetzt ist, dann kann man Wirk- bzw. Schadstoffe aufnehmen (vgl. HotBoxing). Wenn man draußen Cannabis riecht, dann sind das nur hoch verdünnte Terpene und somit unbedenklich. [2].
Manche Leute halten sich Pflanzen wie Lavendel, die allerdings neben berauschenden Düften auch psychoaktive Eigenschaften hat, oder andere stark riechende Pflanzen in ihren Räumen. Soll man diese etwa verbieten? Es gibt etliche Pflanzen, die sogar dem Cannabis sehr ähnliche Terpene haben, bzw. vergleichbare Duftstoffe abgeben (z.B.: Rosenwaldmeister).
Es gibt auch immer mal wieder Leute, die nach Deo, Deodorant oder Parfüm riechen. Manche verkehren mit ihren Düften sogar bewusst, unter der Voraussetzung deutlicher wahrgenommen zu werden, in öffentlichen Räumen, Umgebungen und Verkehrsmitteln (Bus, Zug, Straßenbahn), um so auf sich aufmerksam zu machen. 
Und was ist eigentlich mit den Leuten, die in der Öffentlichkeit, z.B. am Bahnhof, neben ihnen Fastfood, Pizza oder sonstige etwas stärker riechende Nahrung in sich hineinstopfen oder Getränke wie z.B. Kaffee trinken, der nun mal auch Geruchsnoten abgibt?
Richtig ist auch, dass der christliche Weihrauch noch tagelang aus den Kleidern der Kirchenbesucher duften kann. Dieses fällt sogar nach Zeremonien wie den Weihnachtsfestlichkeiten oder der Osternacht zum Beispiel besonders präsent auf. Komischerweise beschwert sich niemand über diese psychoaktive Droge.
Ergänzungen:
„Vom Geruch einer Cannabispflanze wird man genauso wenig high, wie man vom Geruch eines Nudelauflaufes satt wird.“ [3].
Ist das nicht traurig, dass die Gesellschaft so indoktriniert ist, den Geruch von Cannabis als negativ zu empfinden, sich aber kaum jemand über nach Benzin und Diesel stinkende Städte aufregt, oder den Feinstaub auf jeder viel befahrenen Straße? [3].

Es ist nicht immer Cannabis, der hier so riecht:

Neben Cannabis verströmen auch andere Pflanzen ähnliche Gerüche, dafür sind Terpene verantwortlich:
  1. Humulen: Ist sowohl in Cannabis als auch in Hopfen vertreten, aber auch für Kiefern und Salbei wird es beschrieben.
  2. Caryophyllen: Kommt neben Cannabis auch in Hopfen, Rosmarin, Basilikum, Oregano, Pfeffer und vielen anderen Pflanzen vor.
  3. Limonen: ist bei Zitrusfrüchten das relevanteste Terpen, ist beispielsweise auch in Nadelbäumen wie Kiefern sowie Fichten vertreten, kommt in anderen Formen auch in Kümmel und Dill teilweise vor und kann bei einigen Cannabissorten auch enthalten sein.
  4. Linalool: neben Koriander, Lavendel, Lorbeer, Beifuß, in einigen Hopfen und Basilikum Sorten als auch in Cannabis vorkommend.
  5. Pinene: Sind das in der Natur am häufigsten vorkommende Terpen und ist in vielen Nadelbäumen und zahlreichen anderen Pflanzen neben Cannabis vertreten, so zum Beispiel auch in Salbei und auch teilweise in Eukalyptus.
  6. Myrcen: Ist in einigen Thymian Sorten, Lorbeerbaum Arten, aber auch in Hopfen, Zitronengras, Mango, Kardamom und Cannabis vorkommend. 
  7. Nerolidol: Kommt in Lavendel, Teebaum, Ingwer, Jasmin, Zitronengras und auch in Cannabis vor.
Nebenbei gesagt, entstammt Cannabis sogar derselben Pflanzenfamilie (Cannabaceae) wie Hopfen. Man könnte also in manchen Fällen sogar sagen, dass Bier (Hopfen) genauso stinkt wie Cannabis!

🇬🇧 „Cannabis stinks and is an odor nuisance.“

Prohibition stinks more! - The smell of cannabis doesn't make anyone 'high' and the smell can be smelled in every major city! [1].
If you are exposed to cannabis smoke in a (small) closed room, you can absorb active substances or harmful substances (see HotBoxing). If you smell cannabis outside, it's just highly diluted terpenes and therefore harmless. [2].

Some people keep plants like lavender, which has psychoactive properties in addition to intoxicating scents, or other strong-smelling plants in their rooms. Should this be banned? There are a number of plants that even have terpenes that are very similar to cannabis, or that give off comparable fragrances (e.g.: rose woodruff).
There are always people who smell like deodorant or perfume. Some even consciously use their scents in public spaces, environments and means of transport (bus, train, tram), provided they are perceived more clearly, in order to draw attention to themselves.
And what about the people who, in public, for example at the train-station, stuff themselves with fast-food, pizza or other somewhat stronger-smelling foods or consume drinks such as coffee, which also gives off odor-notes?
It is also true that Christian incense can smell from the clothes of churchgoers for days. This is particularly noticeable after ceremonies such as the Christmas festivities or the Easter Vigil, for example. Strangely enough, no one complains about this psychoactive drug.
Additions:
“The smell of a cannabis plant doesn't get you high, any more than the smell of a pasta casserole gets you full.” [3].
Isn’t it sad that while society is so indoctrinated to view the smell of cannabis as negative, hardly anyone gets upset about cities that stink of gasoline and diesel, or the fine dust on every busy street? [3].
It's not always cannabis that smells like this:
In addition to cannabis, other plants also give off similar smells; terpenes are responsible for this:
  1. Humulene: Is present in both cannabis and hops, but it is also described for pine and sage.
  2. Caryophyllene: In addition to cannabis, it is also found in hops, rosemary, basil, oregano, pepper and many other plants.
  3. Limonene: is the most relevant terpene in citrus fruits, is also present in conifers such as pines and spruces, is also partially present in other forms in caraway and dill and can also be present in some cannabis varieties. 
  4. Linalool: found alongside coriander, lavender, laurel, mugwort, in some hops and basil varieties as well as in cannabis.
  5. Pinene: These are the most common terpenes in nature and are present in many conifers and numerous other plants in addition to cannabis, for example in sage and also partly in eucalyptus.
  6. Myrcene: Is found in some varieties of thyme, bay tree species, but also in hops, lemongrass, mango, cardamom and cannabis.
  7. Nerolidol: Found in lavender, tea tree, ginger, jasmine, lemongrass and also in cannabis.
By the way, cannabis even comes from the same plant family (Cannabaceae) as hops. So in some cases you could even say that beer (hops) stinks just like cannabis!
Verweise:
  1. "Prohibition stinkt mehr", https://twitter.com/docsteinmetz/status/1420034576093679619 (27.07.2021); "Der Geruch macht niemanden high", https://twitter.com/docsteinmetz/status/1516669775245623297 (20.04.2022).
  2. "Passiv Kiffen:", https://twitter.com/docsteinmetz/status/1134899375979814913 (01.06.2019).
  3. "Vom Geruch einer Cannabispflanze wird man genauso wenig high, ...”, https://twitter.com/QuattroWumms/status/1690347683309817856 (12.08.2023); “Ist das nicht traurig, dass die Gesellschaft so indoktriniert ist, ...”, https://twitter.com/QuattroWumms/status/1693179509875335227 (20.08.2023).
Weitere:
Erstellt am: 01.05.2023,
Bearbeitet: 24.07.2026.

Schlagworte: übler, schlechter strenger Geruch; üble, schlechte strenge Gerüche; Geruchsbildung, Geruchsbelästigung, Riecht, Riechen, Duft, Düfte, Duften, Duftwolke, Duftwolken, Duftstoff, Duftstoffe, Aroma, Aromen; Ausdünsten, Ausdünstung, Ausdünstungen, Gestank, Stinken, Stinkbombe, Mief, Miefen, Müffeln; Pflanze, Pflanzen, Natur, Botanik; Passiv/Passive Inhalation, Passiver Konsum, Beeinflussung; Olfaktorische Wahrnehmung, Olfaktorischer Sinn, Riechwahrnehmung, Geruchssinn; Drogen, Substanzen.

Mythos #FPS-06: “Intelligenz”

🇩🇪 „Cannabis führt auf Dauer zur Verblödung.":

Cannabis macht nicht dumm. Nicht zu lesen, nicht zu lernen und sich nicht für Dinge zu interessieren machen dumm. Cannabis kann, aber muss darauf keinen Einfluss haben. Und der Einfluss kann sowohl negativ als auch positiv sein. Wichtig ist ein ehrlicher Umgang mit dem Thema. [22.11.2021].
Es ist so, als würde man medizinische Cannabis-Nutzer und Nutzerinnen als dumm bezeichnen! Es gibt viele tägliche Nutzer und Nutzerinnen, man kann das bei Erwachsenen nicht so sagen. – Menge, Frequenz, Material und die damit verbundene Intension (z.B.: gewollte Sedierung, bzw. "entspannende" Wirkung) spielen eine große Rolle, weshalb eine Vereinfachung irreführend ist. [21.08.2020].
Auch wenn Cannabis „dumm“ machen würde, die Prohibition macht dümmer, und zwar durch fehlenden Jugendschutz, fehlende Qualitätskontrolle, mangelnde Safer-Use-Aufklärung und die psychosozialen Folgen der Repression. [21.08.2020].
Anmerkungen:
Mit der sedierenden, entspannenden Wirkung einer Substanz will man häufig kognitive (geistige) „Pausen“ zur Erholung erreichen. Es kann also ein erwünschter Effekt sein, wenn Kognition und Konzentrationsfähigkeit „zeitweilig“ nachlässt, um Stress abbauen zu können. – Ob man diesen „Effekt“ mit Alkohol, Medikamenten (z.B.: Benzodiazepinen), Weihrauch oder Cannabis erreicht, sollte freie Entscheidung sein.
Man kann vielleicht sagen, es verhält sich ähnlich wie nach einer operativen Narkose (mit verbundener Sedierung), danach wird auch niemand (dauerhaft) verdummen.
Es ist wichtig zu beachten, dass es eine Vielzahl von Faktoren gibt, die sich auf Intelligenz und kognitive Fähigkeiten auswirken, und dass die Effekte nicht nur auf den Konsum einer bestimmten Substanz zurückzuführen sind.
Fazit:
Es ist also irreführend zu sagen, dass Cannabis-Konsum dauerhaft dumm macht. Die Studien, die dieses angeblich belegen wollen, sind höchstens von Unwissenheit (Dummheit) geprägt!

🇬🇧 „In the long run, cannabis leads to stupidity.“:

Cannabis doesn't make you stupid. Not reading, not studying, and not being interested in things makes you stupid. Cannabis can, but does not have to, have any influence on this. And the influence can be both negative and positive. It is important to deal honestly with the topic.
It's like calling medical cannabis users stupid! There are many daily users, we can't say the same for adults. – Quantity, frequency, material and the associated intention (e.g.: desired sedation, or "relaxing" effect) play a major role, which is why a simplification is misleading.
Even if cannabis would make you “stupid”, prohibition makes you stupider, due to a lack of youth-protection, a lack of quality-control, a lack of safe-use education and the psychosocial consequences of repression.
Annotations:
The sedative, relaxing effect of a substance is often used to achieve cognitive (mental) “breaks” for recovery. It can therefore be a desired effect if cognition and the ability to concentrate “temporarily” decrease, in order to reduce stress. – Whether you achieve this “effect” with alcohol, medication (e.g. benzodiazepines), incense or cannabis should be a free decision.
One could perhaps say that the behavior is similar to that after surgical anesthesia (with associated sedation), after which no one will become (permanently) dumb.
It is important to note that there are a variety of factors that affect intelligence and cognitive ability, and that the effects are not just due to the use of a specific substance.
Conclusion:
So it's misleading to say that cannabis-use makes you permanently stupid. The studies that supposedly want to prove this, are at best characterized by ignorance (stupidity)!

Verweise:

  • "MACHT CANNABIS DUMM?", https://cannazon.de/macht-cannabis-dumm/ (10.07.2023) - Es gibt viele andere Faktoren, die die kognitive Leistungsfähigkeit beeinflussen, und nicht jeder Cannabis-Konsument zeigt kognitive Beeinträchtigungen.
  • "Cannabis und das Gehirn: Wie Marihuana das Dopaminsystem und die Wahrnehmung beeinflusst"https://www.weed.de/wissen/gesundheit/cannabis-wirkung-gehirn (12.06.2024), "Der Konsum von Cannabis kann das Kurzzeitgedächtnis beeinträchtigen und Gedächtnislücken verursachen, die jedoch nicht dauerhaft sind".
Erstellt am: 24.04.2023,
Bearbeitet: 28.06.2024.

Schlagworte: "Kiffen macht dumm"; "Kiffen macht gleichgültig"; Stigmata, Stigmatisierung, Brandmarkung, Diskriminierung; Blöd, Blöde, Blödheit, Verblödung, Verdummung, Verdummen, Dummheit, Doof, Doofheit; Intelligenz, Intellekt, Verstand; Denken; Kognition, kognitive Dissonanz; geistige Aktivität, Denkprozess; Informationsverarbeitung; Aufmerksamkeit, Erinnerung; Wahrnehmung; Stress, Psyche, Psychologie, Hirn, Gehirn, geistige Konzentration, Beeinträchtigung; Chancengleichheit; Substanzen.

Mythos #15: “Definitionen”

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung« (Erweitert):

„Menschen, die Koffein, Tabak und/oder Alkohol konsumieren, sind keine Drogenkonsumenten.“

Stimmt nicht – sie sind sicherlich Drogenkonsumenten und viele könnten als „Süchtige“ eingestuft werden.

Diese drei Substanzen sind allesamt Drogen und ironischerweise im Gegensatz zu »einigen« illegalen Drogen – sind Kaffee, Tabak und Alkohol In »hohen« Dosierungen toxisch (giftig) und können unter Umständen sogar zum Tod führen.

Anmerkungen:

Kaffee kann als stimulierendes, bzw. aufputschendes Mittel, welches in dem Sinne ähnlich wie Kokain auf die Psyche antreibend wirkt, beschrieben werden. Alkohol (z.B.: Bier aus Hopfen) und auch andere alkoholische Getränke können (in niedriger Dosierung) sedierende, bzw. beruhigende Wirkweisen auf die Psyche ähnlich wie Cannabis, Benzodiazepine, Opiate (Opium) und evtl. Weihrauch aufweisen.

Sinnbildlich, sind die benannten Mittel somit eindeutig als Droge definierbar.

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

„Menschen, die Kaffee, Tabak oder Wein konsumieren, sind keine Drogenkonsumenten“.

Unwahr, sie sind Drogenkonsumenten, die Drogen konsumieren, und viele könnten als »Süchtige« bezeichnet werden.

Komischerweise sind Koffein, Tabak und Alkohol im Unterschied zu »einigen« illegalen Drogen in »hohen« Dosen giftig und können zum Tod führen.

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“People who use caffeine, tobacco and/or alcohol are not drug users”.

Untrue – they certainly are drug users and many could be classed as »addicts«.

These three substances are all drugs, and ironically unlike »some« illegal drugs – in »high« dosage's caffeine, tobacco and alcohol are toxic and can result in death.

Added notes:

Coffee can be described as stimulants that have a psychological effect similar to cocaine. Alcohol (e.g. beer) and other alcoholic beverages (in low doses), can have a sedative (calming) effect, similar to cannabis, benzodiazepines, opiates (opium) and possibly frankincense (olibanum).

Symbolically, named substances can thus be clearly defined as drugs.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

“People who use coffee, tobacco, or wine are not drug users”.

Untrue, they are drug users using drugs and many could be classed as »addicts«.

Ironically, unlike »some« illegal drugs – in »high« dosage's caffeine, tobacco and alcohol are toxic and can result in death. [04.11.2021,Twitter].

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 18.04.2023.

Schlagworte: Definition, Einordnung, Klassifikation, Klassifizierung, Spezifizierung; Substanzen.

Mythos #04: “Sorgen”

🇩🇪 Version aus den 🇬🇧 »Fassungen« (Erweitert):

Menschen nehmen Drogen, weil sie Probleme haben.“

Unwahr – die meisten Menschen nehmen Drogen, weil sie die Wirkung genießen oder suchen, genau wie Alkohol, Tabak und Koffein.

Menschen, die Probleme im Vorfeld haben, entwickeln eher Schwierigkeiten mit allgemeinem Suchtphänomen.

Anmerkungen:

Und wenn Drogen aus genannten Gründen genutzt werden, geht es darum, das Wohlbefinden im therapeutischen Sinne zu steigern. Ob dieses mit legitimen Medikamenten (Benzodiazepine o.ä.), oder mit natürlichen Arzneien (Weihrauch etc.), oder mit anderen Substanzen (z.B. Cannabis) geschieht, die oftmals vergleichbare Wirkweisen aufweisen, sollte dabei nicht zwingend eine Rolle spielen.

🇩🇪 Version aus den 🇬🇧 »Fassungen«:

„Menschen nehmen Drogen, weil sie Probleme haben.“

Falsch – die meisten Leute nutzen Drogen, weil sie die Effekte genießen oder wollen, so (in etwa) wie Alkohol, Tabak und Koffein.

Menschen, die Sorgen und Nöte haben, entwickeln eher Suchtprobleme.

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“People take drugs because they have problems.”

Untrue – most people take drugs because they enjoy or seek the effect, just like alcohol, tobacco and caffeine. People who have problems are more likely to develop issues with addiction.

Added Notes:

And if drugs are used for the reasons mentioned, it is about increasing well-being in a therapeutic sense. Whether this happens with legitimate drugs (benzodiazepines or similar), or with natural medicines (frankincense, etc.), or with other substances (e.g. cannabis), which often have comparable modes of action, should not necessarily play a role.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

“People take drugs because they have problems.”

Untrue – most people take drugs because they enjoy or seek the effect, just like alcohol, tobacco and caffeine. People who have problems are more likely to develop issues with addiction. [03.11.2021,Twitter].

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 14.07.2023.

Schlagworte: Genuss, Konsum, Nutzung, Benutzung; Sitten und Gebräuche, Brauch, Brauchtum, Gebrauch, Gebräuche, Tradition; falscher Gebrauch, Missbrauch, missbräuchliche Verwendung, Problem/Realitäts-Flucht, vor der Realität entfliehen/fliehen/flüchten, Zweckentfremdung; Therapie, Therapeutikum (Heilmittel), therapeutisch (heilend / kurativ); Vorurteil, Stigmata; Arznei, Medikamente, Medizin; Substanzen.