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Mythos #MIX-04: “Psyche” (Studien/Analysen Version)

Index:

  • 🇩🇪 Deutschsprachiger Artikel.
  • 🇬🇧 English language article.
  • 🇩🇪 Verweise (Quellen). 🇬🇧 References (sources).


🇩🇪 „Es gibt viele, die nach Cannabis Konsum in eine Psychose gerutscht sind und sich ihr Leben ruiniert haben.“

Solche Aussagen sind ein Relikt aus dem „Reefer Madness“ Zeitalter, welche seit den 1930 Jahren an bis heute von Prohibitionisten (Verbotsbefürworter) benutzt und verbreitet werden.
Eine psychische Störung (Psychose) ist niemals monokausal, bzw. nur auf eine „einzelne“ Ursache zurückzuführen, auch nicht auf Cannabis-Konsum! [1].
Ca. 1% der Bevölkerung hat mindestens einmal im Leben eine Psychose. Grundsätzlich konsumieren Menschen mit psychiatrischen Störungen mehr Drogen oder Medikamente. Das kann kontraproduktiv sein, ist aber nicht die Ursache, sondern meist eine Folge. [2],[7].
Man kann sagen, dass Stress, insbesondere solcher, der durch die Folgen der Drogen-Prohibition und dessen repressiven (unterdrückenden) Eingriffe verursacht wird, viel größere Risikofaktoren für psychotische Traumatisierung bei Cannabis-Konsumenten darstellen, insbesondere für vulnerable (empfängliche), bzw. sensible Personen.

  • Psychose/Psychotische Symptome – Unterschiede:

Erst einmal sei gesagt, dass Psychosen und psychotische Symptome (Anzeichen) verschiedene Dinge sind:
Psychose: meint im Wesentlichen Störungen in Verhaltensweisen, der Wahrnehmung, also: Halluzinationen, Wahn-Vorstellungen bis hin zu Realitätsverlust oder Ich-Störungen, etc., die auf längere Zeitabschnitte ausgedehnt sein können.
Psychotisch: meint Anzeichen (Symptome) mit tendenziös flüchtigen Effekten, bzw. Episoden, die sich z.B. in Panik, Angst-Zuständen, Depressionen etc. äußern können. Psychotische Symptome werden teilweise mit Psychosen verwechselt. Obwohl psychotische Symptome in einzelnen Fällen als Vorläufer interpretiert werden können, enden sie jedoch nicht zwangsläufig in Psychosen.

  • Psychische Störungen  Ursachen:

Mit hoher Wahrscheinlichkeit stehen "Psychische Störungen" (Psychosen) im Zusammenhang mit bestehenden "Vorerkrankungen" (z.B.: Diathese); also genetischen Defekten, neurologischen Schäden (Schlaganfall, CADASIL, ...), Hirnverletzung (Hirntumore), Verletzungen, (parasitäre) Infektionen; sowie Stoffwechselstörungen (Hormon-System) im Kontext mit "Stress" im Vordergrund. Das Ganze wird als "(Vulnerabilität) Diathese-Stress-Modell" mitunter diskutiert.

  • Stress (Allgemein):
Stigmatisierung beeinflusst psychotische Erkrankungen nachweislich negativ. Den Einfluss von staatlicher Verfolgung auf die Cannabis-Psychose-Assoziation wird kaum diskutiert, obgleich das die fehlende Assoziation bei Dronabinol erklären könnte. [8].

Stress durch Kriminalisierung, Strafverfolgung, stetige Ungleichbehandlung und Stigmatisierung, Diffamierung (Herabwürdigung), sowie Pathologisierung (jemanden als krankhaft beschreiben) schadet der Gesundheit!
Stress durch eine Anzeige von Denunzianten bei der Polizei, den anschließenden repressiven Maßnahmen wie Intim- und Hausdurchsuchung, kann panische Angst auslösen und psychotischen, traumatisierenden Stress verursachen. – Per richterlichen Gerichtsbeschluss angeordnete Abstinenztherapien (z.B.: "Zwölf-Schritte-Programm") unter Zwang, können gleichfalls Stress-Probleme verursachen und psychotische Symptome erzeugen!
Aber auch gesteigertes Leistungsvermögen kann zu „Burn-out“ Stress führen. Tätigkeiten und Arbeiten, die ein hohes Maß an Konzentration erfordern und/oder unter Umständen sehr lange Zeiten ausgeübt werden, sowie auch übermäßiger Leistungssport als Beispiel, können zu psychotischen Symptomen führen.
Es gibt noch eine ganze reihe weitere Stressige-Situationen. Darunter auch das Leben in großen Städten, Schlafmangel, starker Lärm, sogar Armut kann traumatisierenden Stress bedeuten und psychotische Symptome nach sich ziehen.
Jugendliche und junge Menschen können während ihrer Lern- und Bildungsphase empfindlicher (vulnerable) auf Stress reagieren, da sich ihr Gehirn noch in der Entwicklung befindet und das Hormonsystem (Adrenalin, Dopamin, Serotonin etc.) möglicherweise noch nicht ausreichend mit dem körpereigenen-Cannabinoid-System abgestimmt ist.

  • Substanzen:

Alkohol (Ethanol) kann, bei tendenziell „hoch“ dosierten Konsum, den Stress-faktor durch seine delirante Wirkweise erhöhen und psychotische Symptome in Form von leichten geistigem Chaos bis hin zur Enthemmung oder sogar Wahn-Vorstellung, Trugbild und Täuschenden Effekten hervorrufen. Dies kann Bestandteil einer Psychose sein.
Stimulanzien wie Amphetamin, aber auch Schlafentzug sind viel stärker mit psychotischen Symptomen „verbunden“ als Cannabis. Sogar die regulär verkauften Stimulanzien Koffein und Nikotin können Psychosen triggern (anregen). [3]. 
Alltägliche Konsumgüter wie „Koffein“ (Kaffee, Energie-Drinks etc.) können aufgrund ihrer stimulierenden, anregenden und leistungssteigernden Eigenschaften ein Stressor (Stress-Faktor) sein – was in einigen Fällen auch zu psychotischen Symptomen führen kann.
Etliche pharmazeutische Medikamente (z. B.: „Ritalin“, welches auf Amphetaminen basiert, und „Paracetamol mit Koffein“, etc.), mit Eigenschaften einer Stimulanz, können den Stress-Faktor erhöhen und psychotische Symptome unter Umständen begünstigen.
Ein anderer Faktor sind synthetische Cannabinoide (NPS), die seit etwa 2011 im Schwarzmarkt unkontrolliert immer häufiger auf Cannabis-Produkte aufgebracht werden. Bei diesen Stoffen werden öfters psychotische Symptome beschrieben, die sogar in schwerwiegende Horror-Trips (Psychosen) bis hin zum Tod ausarten können.
Wer weiß denn schon, ob nicht sogar der von christlichen Katholiken so geliebte psychoaktive „Weihrauch“ (Boswellia) nicht sogar auch an psychotischen Symptomen beteiligt sein könnte. Einmal etwas zu viel beim Priester am Altar Olibanum-Rauch schnüffeln oder Weihrauch-Harz als Tee getrunken und schon könnte bei einer möglich vulnerablen Person das scheinbar Unmögliche passieren. [4],[5].
Johanniskraut (Hypericum perforatum) hat die Fähigkeit, in bestimmten Fällen nicht nur depressive Zustände durch dessen psychoaktive Wirkung zu lindern und beruhigend zu wirken, sondern kann auch die Photosensibilität – die Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenlicht – als Nebenwirkung erhöhen. Denkbar sind u.U. auch gesteigerte visuelle „Licht- und Farben-Rausch“ Effekte auf die Psyche in Form von „Closed-Eye Visualization“ (CEV) als Beispiel. Einige möglichen Effekte könnten sich entweder als psychotisches Symptom einer zeitweiligen Psychose (Serotonin-Syndrom) – insbesondere bei Konzentrat oder Extrakt Anwendung und hoher Dosierung – oder als erhöhte psychotrope (psychoaktive) Wirkung beschreiben lassen.

  • Zusammenfassung:

Etwa 30 Prozent der Weltbevölkerung tragen genetische Anlagen, die sie anfällig für Psychosen machen könnten. – Davon kann bei vulnerablen Menschen unter Stress und durch den Konsum spezifischer Substanzen eine verstärkte Steigerung von psychotischen Symptomen oder sogar das Risiko einer manifesten Psychose bei circa 1 bis 3 Prozent der Personen erhöht sein.

  • Fazit:

Es gibt viele weitere Einflussfaktoren, die jedoch den Rahmen dieses Artikels sprengen würden. Geistige Störungen (Psychosen) „nur“ an Cannabis Gebrauch auszumachen, ist jedenfalls absolut nicht möglich!
Man muss sich zudem fragen, warum Psychosen selten oder nie als Arzneimittel-Nebenwirkungen von „Dronabinol“ (Marinol; reines THC), „Sativex“ (Nabiximols) und „Nabilon“ angegeben werden.
Selbst in offiziellen Medizin-Berichten werden psychotische Symptome für Cannabis-Patienten, somit Konsumenten, tendenziös in nur sehr geringen Fällen verzeichnet und werden systemisch nicht beobachtet! [6]. – In einigen Fällen wird Cannabis sogar bewusst als Anxiolytikum (Angst- und Traumata-Löser) von Konsumenten verwendet und teilweise sogar medizinisch eingesetzt. [7].

🇬🇧 “There are many who have slipped into psychosis after consuming cannabis and ruined their lives.”

Such statements are a relic from the “Reefer Madness” era, which have been used and spread by prohibitionists since the 1930s until today.
A mental disorder (psychosis) is never monocausal, or can only be traced back to a “single” cause, not even to cannabis consumption! [1].
Approximately 1% of the population experiences psychosis at least once in their life. In general, people with psychiatric disorders use more drugs or medication. This can be counterproductive, but it is not the cause, but usually a consequence. [2],[7].
It can be said that stress, especially that caused by the consequences of drug-prohibition and its repressive interventions, represent much greater risk factors for psychotic-trauma in cannabis-users, especially for vulnerable, receptive or sensitive people.

  • Psychosis / Psychotic-Symptoms – Differences:
First of all, it should be said that psychoses and psychotic-symptoms (signs) are different things:
Psychosis: essentially means disorders in behavior and perception, i.e.: hallucinations, delusions up to a loss of reality or ego-disorders, etc., which can extend over longer periods of time.
Psychotic: means signs (symptoms) with tendentially fleeting effects or episodes that can manifest themselves, for example, in panic, anxiety states, depression, etc. Psychotic-symptoms are sometimes confused with psychoses. Although psychotic-symptoms can be interpreted as precursors in individual cases, they do not necessarily end in psychosis.

  • Mental disorders – causes:

It is highly likely that “mental disorders” (psychoses) are related to existing “previous illnesses” (e.g.: diathesis); i.e. genetic defects, neurological damage (Stroke, CADASIL, ...), brain injury (brain tumors), injuries, (parasitic) infections; as well as metabolic disorders (hormone system) in the context of “stress” in the foreground. The whole thing is sometimes discussed as a “(vulnerability) diathesis-stress model”.

  • Stress (General):

Stigmatization influences psychotic-diseases, that proved negatively. The influence of state persecution on cannabis-psychosis association is barely discussed, although that could explain the missing association with Dronabinol. [8].
Stress caused by criminalization, law enforcement, constant unequal treatment and stigmatization, defamation (degradation), and pathologization (describing someone as diseased) is harmful to health!
Stress caused by reporting informants to the police and the subsequent repressive measures such as intimate and house searches can trigger panic fear and cause psychotic, traumatizing stress. – Abstinence therapies (e.g.: “Twelve-Step-Program”) ordered by a court under compulsion can also cause stress-problems and produce psychotic-symptoms!
But increased performance can also lead to “burnout” stress. Activities and work that require a high level of concentration and/or are carried out for very long periods of time, as well as excessive competitive sports, for example, can lead to psychotic-symptoms.
There are a whole range of other stressful situations. Including living in big cities, lack of sleep, loud noise, even poverty can cause traumatizing stress and lead to psychotic-symptoms.
Adolescents and young people may be more sensitive (vulnerable) to stress during their learning and educational phase, as their brain is still developing and the hormonal system (adrenaline, dopamine, serotonin etc.) may not yet be sufficiently coordinated with the body's cannabinoid system.

  • Substances:

Alcohol (ethanol), when consumed in "high" doses, can increase the stress-factor due to its delirious effect and cause psychotic-symptoms in the form of mild mental chaos up to disinhibition or even delusions, illusions and deceptive effects. This can be part of psychosis.
Stimulants such as amphetamines, as well as sleep deprivation, are much more strongly “linked” to psychotic-symptoms than cannabis. Even the regularly sold stimulants caffeine and nicotine can trigger (stimulate) psychosis. [3]. 
Everyday consumer products such as “caffeine” (coffee, energy drinks, etc.), as a stimulant with its exhilarating and performance-enhancing properties, can be a stressor (stress-factor) – which in some cases can also lead to psychotic symptoms.
A number of pharmaceutical medications (e.g.: “Ritalin”, which is based on amphetamines, and “Paracetamol with caffeine”, etc.), with stimulant properties, can increase the stress-factor and possibly promote psychotic-symptoms.
Another factor is synthetic-cannabinoids (NPS), which have been used uncontrolled on the black market in cannabis products since around 2011. Psychotic-symptoms are often described with these substances, which can degenerate into severe horror-trips (psychosis) and even death.
Who knows whether the psychoactive “incense” (Boswellia), so beloved by Christian Catholics, might not even be involved in psychotic-symptoms. Sniff a little too much olibanum-smoke from the priest at the altar or drink frankincense-resin as tea, and the seemingly impossible could happen to a potentially vulnerable person. [4],[5].
St. John's wort (Hypericum perforatum) has the ability to not only relieve depressive states in certain cases through its psychoactive effects and have a calming effect, but can also increase photosensitivity - the skin's sensitivity to sunlight - as a side effect. Increased visual “light and color rush” effects on the psyche in the form of “closed-eye visualization” (CEV) as an example are also imaginable. Some possible effects could be described either as a psychotic symptom of temporary psychosis (serotonin syndrome) - especially when using concentrate or extract and high dosage - or as an increased psychotrope (psychoactive) effect.
  • Summary:
About 30 percent of the world's population carries genetic predispositions that could make them susceptible to psychosis. – Of these, vulnerable people under stress and the consumption of specific substances can experience an increased increase in psychotic symptoms or even the risk of manifest psychosis in around 1 to 3 percent of people.

  • Conclusion:

There are many other influencing factors, but they are beyond the scope of this article. In any case, it is absolutely not possible to describe mental-disorders (psychoses) “only” through the use of cannabis!
You also have to ask yourself why psychosis is rarely or not reported as a medicine-side-effect of “Dronabinol” (Marinol; pure THC), “Sativex” (Nabiximols) and “Nabilone”.
Even in official medical reports, psychotic-symptoms for cannabis-patients, i.e. consumers, tend to play little role and are not observed systemically! [6]. – In some cases, cannabis is even consciously used by consumers as an anxiolytic (anxiety and trauma reliever) and is sometimes used medicinally. [7].

Verweise (References):

Substanzen – Amphetamin, Koffein, Nikotin:
Berichte:
Antidepressiva, Anxiolytikum (Angst & Panikauflösung):
Stress – Grundlagen / Basiswissen:
Stress – Studien und Analysen:
  • “Psychosocial Stress and Psychosis. A Review of the Neurobiological Mechanisms and the Evidence for Gene-Stress Interaction“ (Accumulating evidence suggests that psychosocial stress may be associated with an increased risk for developing psychosis. ...), https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2632486/ (11/2008).

Psychosen (Schizophrenie) – Grundlagen:

Psychosen (Schizophrenie) – Diverse Querverweise:

Erstellt am: 07.01.2022,
Bearbeitet: 29.10.2025.

Schlagworte: Hanf (Cannabis), Drogen, Droge, Substanzen, Substanz, Medizin; Psychosomatik, Psychologie, Psychiatrie, Psyche, Psychosen, Psychose, Psychotisch, psychotische Episoden, psychisch Krank, psychische Erkrankung, Stress-Psychose, Schizophrenie, schizophren; Neurologisch, Neurologie, Neuroleptikum; Gehirn, Hirn, Seele; Gehirnkrankheit; Unruhe-Stress; Reefer Madness (Joint-Wahnsinn); Brandmarkung.

Mythos #FPS-10: "Psychose" (Sammlung inklusive Studien)

Vorbemerkungen:
Die folgende Sammlung ist inspiriert von: Dr. Fabian Pitter Steinmetz. 

Index:

  • 🇩🇪 Deutschsprachiger Artikel.
  • 🇬🇧 English language article.
  • 🇩🇪 Verweise (Quellen). 🇬🇧 References (sources).


  • „Cannabis macht Konsumenten verrückt, löst Psychosen aus.“:
1. Cannabis kann keine Psychose auslösen, sondern Cannabis-Konsum.
2. Cannabis-Konsum kann keine Psychose auslösen, sondern Cannabis-Konsum-induzierte Gefühle.
3. Cannabis-Konsum-induzierte Gefühle können keine Psychose auslösen, sondern Gedankenspiralen unter Cannabis-Konsum-induzierten Gefühlen. [25.06.2023,A].
Was ist der Mehrwert von solch einer Haarspalterei, wenn es Menschen gibt, die psychotisch werden, nachdem sie THC konsumieren? Was, wenn das jedes Mal passiert, wenn sie wieder anfangen? Und ja, diese Leute gibt es. Es betrifft wenige, aber diese Menschen sollte man ernst nehmen! [25.06.2023,B].
Ibuprofen-Konsum ist mit Kopfschmerzen assoziiert. Führt deshalb Ibuprofen-Konsum zu Kopfschmerzen? – Es gibt mittlerweile genug Studien, die Direktionalität adressieren. [14.05.2023].
Cannabis löst bei gesunden Menschen keine Psychose aus. Solche Pathologien (Einordnungen von Krankheitssymptomen) sind etwas komplexer und multifaktoriell. Auch das Triggern (Anregen) von Psychosen ist kein häufiges Phänomen – ansonsten müsste bei jedem dritten Bürger mit Konsumerfahrung die Psychose-Prävalenz (Häufigkeit) deutlich höher sein. [07.11.2023].
Cannabis verursacht keine Psychosen, kann aber (wie zig andere Dinge) Psychosen triggern (anregen) oder negativ beeinflussen. Die Dauer jener seltenen psychotischen Episoden beträgt aber meist nur wenige Wochen. Das Verbot verhindert übrigens keine Psychosen. Aufklärung ist so wichtig. [18.04.2023].
Ungefähr 1 von 100 Personen bekommt in ihrem Leben mindestens einmal eine Psychose, egal ob mit oder ohne Cannabis. Die Hauptgefahr bei Cannabis liegt darin, dass man konsumiert, statt sich Hilfe zu suchen und die Situation evtl. verschlimmert. [16.05.2023], [CS:00].
  • „Psychosen werden durch Cannabis induziert.“ (Substanz-Induktion):
Mechanistisch ist der Begriff Induktion etwas irreführend. – Cannabis wird oft zur Selbstmedikation genutzt, was psycho-pathologische Probleme verschlimmern kann (nicht muss). Eine Triggerung (wie bei anderen Genussmitteln oder Stress) ist natürlich möglich. [07.06.2023], [CS:00].
  • „Kaffee, Nikotin, Pharmazeutika etc. lösen keine Psychosen aus.“:
Stimulanzien wie Amphetamin, aber auch Schlafentzug sind viel stärker mit psychotischen Symptomen assoziiert als Cannabis. Sogar die regulär verkauften Stimulanzien Koffein und Nikotin können Psychosen triggern (anregen). [11.12.2021], [FS:04].
Wer Cannabis-Psychose sagt, muss auch Tabak-, Kaffee-, Arbeits-, Eifersuchts- und Trennungspsychose sagen. Denn wenn man Psychosen nach Triggern (Anregern) statt Ursachen benennt, dann sollte man konsequent sein. [19.07.2022].
Alles, was übermäßig konsumiert wird, hat Schadpotenziale. Psychiatrische Einweisungen nach Konsum von Kaffee, Tabak, Cannabis etc. sind nicht Null, aber dennoch sehr selten auf die Konsumereignisse bezogen. [18.07.2022].
Es gab durch Koffein bereits Psychosen, Abhängigkeiten, Unfälle und kardiovaskuläre (Herz) Probleme bis hin zu Todesfällen. Dennoch ist es sinnvoller, koffeinhaltige Produkte vernünftig zu regulieren als zu verbieten. Ähnliches gilt für die meisten Drogen. [02.08.2023].
Psychosen bei Cannabis-Konsumenten und Konsumentinnen sind erstens dennoch selten und zweitens ist das Gesamtrisikoprofil von Cannabis deutlich geringer ausgeprägt als von Alkohol oder Tabak. Ein unkontrollierter Schwarzmarkt (vgl. “SCRA’s”: synthetic cannabinoid receptor agonist's) und Polizeigewalt erhöhen das gesundheitlich Risiko. [20.03.2024].
Gut, dass Kaffee, Alkohol und Tabak nie Psychosen auslösen (IRONIE). [26.12.2023], [FS:05].
  • Gefahren für Psychosen sind bei Cannabis gegeben.“:
So wie Tabak-, Alkohol- und Kaffee-induzierte PsychosenCannabis verursacht keine Psychosen. Triggern (Anregen) und Verschlimmern ist möglich, passiert aber erstens selten und zweitens auch durch viele andere Dinge (Stress, Genussmittel etc.). [05.08.2022].
Polizeigewalt, Hausdurchsuchung, Intim-Durchsuchung, Strafverfahren etc. sind weder gesund für die Psyche noch erhöhen sie das Vertrauen in wichtige Institutionen. Darüber hinaus sind Schwarzmarktprodukte gefährlicher aufgrund von Intransparenz und Streckmitteln. [07.07.2022].
Polizei-Maßnahmen haben ein größeres Potenzial, zu Psychosen beizutragen als Cannabis. Denn psychische Traumata gibt es... [11.12.2021,A].
THC alleine, was auch als Medikament ohne jene Nebenwirkung abgegeben wird, scheint laut aktueller Forschung nicht dafür verantwortlich zu sein. Dennoch gibt es spannende Scheinkorrelationen, die weiter untersucht werden sollten, insbesondere auf staatlichen Verfolgungsdruck und NPS. [11.12.2021,B], [FS:01].
Stigmatisierung beeinflusst psychotische Erkrankungen nachweislich negativ. Den Einfluss von staatlicher Verfolgung auf die Cannabis-Psychose-Assoziation wird kaum diskutiert, obgleich das die fehlende Assoziation bei Dronabinol erklären könnte. [21.12.2019], [CS:03], [FS:06].
  • „Cannabis verursacht auch ohne Veranlagung Psychosen.“ (Was war zuerst da):
Cannabis verursacht keine Psychosen (auch wenn Verläufe beschleunigt, bzw. verschlechtert werden können), aber Cannabis hilft vielen Psychose-Patienten und Patientinnen, Symptome abzumildern. Jenes Henne-Ei-Dilemma wird oft, auch im klinischen Kontext, verwechselt. [28.06.2022], [FS:02].
Es geht darum, was zuerst da war, beispielsweise bei der Assoziation von Ibuprofen-Konsum und Kopfschmerzen. Führen tendenziell eher Ibuprofen zu Kopfschmerzen oder ist die Direktionalität (Ausrichtung) hier nicht eher umgekehrt: Menschen nehmen Ibuprofen gegen Kopfschmerzen? [17.05.2023,A]. – Auch da es sich um ein Beispiel mit Bidirektionalität handelt: Ibuprofen kann in seltenen Fällen auch Kopfschmerzen auslösen. [17.05.2023,C].
Es geht also um das sogenannte Henne-Ei-Dilemma bei Cannabis und Psychose. [17.05.2023,B], [CS:01].
THC ist ein Wirkstoff. Psychose ist ein klinischer Endpunkt. – Ibuprofen ist ein Wirkstoff. Kopfschmerzen sind ein klinischer Endpunkt. – Meist führt der Wirkstoff nicht zu jenem klinischen Endpunkt, sondern mildert diesen. Ausnahmen gibt es, sind aber seltene, komplexe Phänomene. [17.05.2023,C].
  • „Psychische Störungen sind bei Cannabis identisch.“:
Psychotische Symptome "ungleich" (≠) Psychose. – Ersteres kann Cannabis sehr wohl verursachen (vgl. Paranoia). Zweites wird maximal durch intensiven Konsum getriggert (angeregt) oder beschleunigt. [09.08.2022].
Depression und Psychose sind unterschiedliche Erkrankungen. Natürlich gibt es eine Schnittmenge, gemeinsame Risikofaktoren etc. Man warnt aber vor undifferenziertem Zusammenwerfen. [01.07.2023,A].
Menschen, die psychische Probleme haben (z.B. Traumata, genetische Merkmale), nehmen grundsätzlich mehr Drogen, egal ob Alkohol, Psychopharmaka oder auch Cannabis, Kokain etc. Es handelt sich hier um eine typische Scheinkorrelation. [01.07.2023,B].
Natürlich kann massiver Cannabis-Konsum (vor allem in der Jugend) die Situation verschlimmern, dennoch handelt es sich hier um eine (tendenziell ungünstige) Form der Selbstmedikation. Cannabis wirkt halt akut gegen schlechte Gefühle, Sorgen etc., ergo anti-depressiv. [01.07.2023,C].
Natürlich nehmen Menschen mit psychischen Problemen/Erkrankungen häufiger Drogen, bspw. als Coping-Strategie (Bewältigungsstrategie). Bei Zwillingen kriegt der kiffende Zwilling aber nicht häufiger Psychosen. [09.03.2025], [CS:08].
  • „Die Cannabis-Potenz, bzw. Stärke ist gegenüber früher gestiegen, es gibt dadurch viel mehr Psychosen.“ (Potenz):
Der THC-Gehalt im konsumierten Material ist nicht wirklich gestiegen, da man vor 20 Jahren vornehmlich Haschisch geraucht hat, was eine Art Konzentrat darstellt. Es gibt moderate, gemäßigte Wirkstoff-Steigerungen, aber diese sind weniger ein Problem als synthetische Cannabinoide (vgl. "NPS"). [14.09.2022], [FS:03].
Junge Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen konsumieren mehr Cannabis. Aber Cannabis ist nicht die Ursache dafür. – Da das derzeitige Verbot kaum Auswirkungen auf die Konsumprävalenz (Konsum bezogene Krankheitshäufigkeit) hat, wäre es kein Argument, selbst wenn es wahr wäre. Und im Ernst, brutale Strafverfolgung, um die Gesundheit der Menschen zu erhalten? [23.01.2024🇬🇧].
  • „Cannabidiol (CBD) wirkt als Antipsychotikum.“:
Weder wirkt CBD besonders anti-psychotisch noch THC besonders pro-psychotisch. Da gibt es jeweils Stoffe mit deutlich mehr Potenz und Zuverlässigkeit. Wichtig ist zu verstehen, egal ob man das gut oder schlecht findet, Menschen nehmen Cannabis gegen diverse psychiatrische Symptome. [13.06.2023].
Eingesetzt wird auch THC-reiches Cannabis bei psychiatrischen Erkrankungen. Nicht bei allen Menschen mit Psychose wirkt sich THC negativ / triggernd (anregend) aus. [07.07.2022].
  • „Niemand weiß vorher, ob eine Veranlagung besteht.“:
Auch nicht innerhalb der Cannabis-Prohibition! – Warum sollte man also gegen Jugend- und Verbraucherschutz sein? Wirkstoff angaben, Ausschluss von NPS und Safer-Use-Aufklärung sind gute Möglichkeiten, psychiatrischen Erkrankungen vorzubeugen. Auch Verzicht auf Strafverfolgung hilft! [14.06.2022]. 


Verweise (References):

* Cannabis Studien – Cannabis studies [CS]:
  1. Es gibt viele Papers, die signifikante (aber dennoch meist schwache) Zusammenhänge finden, aber es gibt auch etliche Papers, die keinen direkten Zusammenhang finden. Beispiele sind: “Cannabis Use, Polysubstance Use, and Psychosis Spectrum Symptoms in a Community-Based Sample of U.S. Youth”, https://www.jahonline.org/article/S1054-139X(17)30049-6/fulltext (18.03.2017), oder: “A Controlled Family Study of Cannabis Users with and without Psychosis”, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4319545/ (01/2014). [22.12.2019,A].
  2. Pasman et al. (2018) hat konträre Erkenntnisse zur Direktionalität (”GWAS of lifetime cannabis use reveals new risk loci, genetic overlap with psychiatric traits, and a causal influence of schizophrenia”, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30150663/, 09/2018). Es scheint so als ob Cannabis, was ja jeder Zweite unter 30 Jahren schon mal ausprobiert hat, gegen psychotische Symptome genommen wird. Henne-Ei-Problem. [22.12.2019,B].
  3. Neben dem Henne-Ei-Problem gibt es auch weitere Einflussfaktoren, die Marta-Di-Forti und andere nicht adressieren. Es gibt beispielsweise Evidenz dafür, dass Stigmatisierung psychotische Symptomatik negativ beeinflusst (vgl.: "Stigmatization as an Environmental Risk in Schizophrenia: A User Perspective"https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2659317/, 03/2009). [22.12.2019,C].
  4. Die aktuellsten Reviews/Kommentare drücken sich ähnlich verhalten aus: "Cannabis and psychosis: triangulating the evidence"https://www.thelancet.com/article/S2215-0366(19)30086-0/fulltext (19.03.2019); "Cannabis and Psychosis: Are We any Closer to Understanding the Relationship?"https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6546656/ (04.06.2019). [22.12.2019,D].
  5. Trotz des Ungleichgewichts bezüglich Finanzierung (es wurde weit mehr dafür bezahlt Schadpotenziale zu finden) ist die Datenlage insgesamt sehr widersprüchlich, d.h. was auch immer man sagt, ohne Wörtchen wie "vielleicht" oder "Hinweise" kommt man nur schwer aus. [22.12.2019,E].
  6. Spannend in diesem Zusammenhang ist auch, dass Dronabinol (THC) nicht in jenem Zusammenhang steht (vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Dronabinol#Synthese/Teilsynthese [https://stcm.ch/files/dronabinol_infos.pdf]). [22.12.2019,F].
  7. Fazit: Cannabis ist leicht mit Psychose assoziiert, wobei Direktionalität und mögliche weitere Einflussfaktoren noch weiter untersucht werden müssen. – Dass Repression auch bei einem stärkeren Zusammenhang unverhältnismäßig wäre und schaden würde, ist ein anderes Thema. [22.12.2019,G].
  8. Nachtrag: Eine aktuelle Zwillingsstudie, die keinen Zusammenhang findet: "Adolescent cannabis use and adult psychoticism: A longitudinal co-twin control analysis using data from two cohorts"https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34553951/ (10/2021). [09.11.2021,H].
  9. Und ein weiterer Nachtrag, welcher hilft das Risiko einzuordnen: Ungefähr 1 von 200 Konsumenten erlebt irgendwann psychotische Symptome, die medizinische Hilfe erforderlich machen. Die gute Hälfte ist innerhalb eines Tages wieder fit: "Rates and correlates of cannabis-associated psychotic symptoms in over 230,000 people who use cannabis", https://www.nature.com/articles/s41398-022-02112-8 (06.09.2022). [28.09.2022,I].
  10. Und wie sieht's aus mit der Hochrisikogruppe? [21.04.2023,J]. Artikel: "Influence of cannabis use on incidence of psychosis in people at clinical high risk", Schlussfolgerung: "These findings contrast with epidemiological data that suggest that cannabis use increases the risk of psychotic disorder."https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37070555/ (2023). [21.04.2023,K].
  11. Und ist vielleicht THC-Konzentration ein wichtiger Faktor? [02.05.2023,L]. Artikel: “High potency cannabis use, mental health symptoms and cannabis dependence: Triangulating the evidence”, Befund: “There was no association between high potency cannabis preference or THC concentration in cannabis and psychosis-like symptoms.”, https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0306460323001351?via%3Dihub (2023). [02.05.2023,M].
  12. Cannabis-Psychose-Hypothesen sind oft durch Scheinkorrelationen geprägt. Das deutet auch diese aktuelle Studie an, da Cannabis-Konsum eben nicht zu einer signifikanten Erhöhung der Psychose-Fälle bei Jugendlichen und Heranwachsenden führte: “Recreational cannabis use over time in individuals at clinical high risk for psychosis: Lack of associations with symptom, neurocognitive, functioning, and treatment patterns.”, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37657201/ (10/2023). [15.09.2023,N].
  13. Zugang zu medizinischem Cannabis verschlechtert nicht die psychische Gesundheit. Von daher ist das intrinsische Risiko für Cannabis-bedingte, psychiatrische Erkrankungen epidemiologisch gering. Dennoch kann Cannabisverzicht in einigen Fällen sinnvoll sein: “Medical marijuana laws and mental health in the United States“, https://www.cambridge.org/core/journals/health-economics-policy-and-law/article/medical-marijuana-laws-and-mental-health-in-the-united-states/D655A58049CC6194FC716EB78435F320 (02.04.2024). [07.04.2024,M].
* Weitere Studien – Further Studies [FS]:
  1. “Adolescent cannabis use and adult psychoticism: A longitudinal co-twin control analysis using data from two cohorts“, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34553951/ (2021), [11.12.2021,A]; “GWAS of lifetime cannabis use reveals new risk loci, genetic overlap with psychiatric traits, and a causal influence of schizophrenia”, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30150663/ (2018), [11.12.2021,B].
  2. “GWAS of lifetime cannabis use reveals new risk loci, genetic overlap with psychiatric traits, and a causal effect of schizophrenia liability“, https://www.nature.com/articles/s41593-018-0206-1 (2018), [28.06.2022,A].
  3. “Cannabis adulterated with the synthetic cannabinoid receptor agonist MDMB-4en-PINACA and the role of European drug checking services“, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34687992/ (02/2022), [14.09.2022,A].
  4. "Amphetamine-induced psychosis - a separate diagnostic entity or primary psychosis triggered in the vulnerable?"https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3554477/ (2012), [11.12.2021,A]; "The relationship between nicotine and psychosis"https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6604123/ (2019), [11.12.2021,B]; "Caffeine-induced psychosis", https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19407709/ (2009), [11.12.2021,C].
  5. "Caffeine-Induced Psychosis"https://www.cambridge.org/core/journals/cns-spectrums/article/abs/caffeineinduced-psychosis/2256285A0D03C906380242E1ECCE187B (11/2014), [26.12.2023,A]; "Alcohol Psychosis"https://www.sciencedirect.com/topics/medicine-and-dentistry/alcohol-psychosis (2020), [26.12.2023,B]; "The relationship between nicotine and psychosis"https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6604123/ (06/2019), [26.12.2023,C].
  6. “Stigmatization as an Environmental Risk in Schizophrenia: A User Perspective“, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2659317/ (03/2009), [21.12.2019].
Erstellt am: 16.09.2023,
Bearbeitet: 07.05.2026.

Schlagworte: Stress-Psychose; Neurologisch, Neurologie, Neuroleptikum; 
Psychosomatik, Psyche, Psychologie, Psychiatrie, psychische Krankheiten; verrückt, durchgeknallt, irre, nicht richtig ticken, plemplem, wahnsinnig, übergeschnappt, nicht bei klarem Verstand sein, geistesgestört, unter Wahnvorstellungen leidend; Gedankenspiralen, Gedankenschleifen; Triggerung, Anregung, Impuls.

Mythos #FPS-01: “Aussehen”

🇩🇪 „Crystal-Meth Konsumenten sehen nach mehreren Monaten Konsum schrecklich aus, haben dann ein vernarbtes Gesicht und extrem verfaulte Zähne.“:

Sahen die Leute in den 1930'er, also unsere Großeltern beispielsweise, auch so aus, nachdem sie Pervitin genommen hatten? Was ist mit den Leuten, die heutzutage Methamphetamin als Medikament – in Bereichen, in denen dieses legitim ist (z.B.: in den USA)  verschrieben bekommen?

Nicht jede hoch emotionalisierte Kampagne ohne Faktengrundlage spiegelt die Realität wider. [1].

Alternativ:

Sehen die Menschen, die pharmazeutisch reine Amphetamine von einem Arzt bekommen auch so aus? Eher nicht...

Es sind weniger die Substanzen, sondern die Umstände (Armut, Obdachlosigkeit, Stigmatisierung, Kriminalisierung etc.), die schaden. [2].


🇬🇧 Version inspired by: „Dr. Fabian Pitter Steinmetz“:

„Crystal meth users look horrible after several months of use, with scarred faces and extremely rotten teeth.“

Did people in the 1930's, like our grandparents, look like this after taking Pervitin? What about the people who are now being prescribed methamphetamine as medicine in areas where it is legitimate (e.g. in the USA)?

Not every highly emotional campaign without a factual basis reflects reality. [1].

Alternatively:

Do the people who get pharmaceutically pure amphetamines from a doctor look like this? Not really...

It's less the substances than the circumstances (poverty, homelessness, stigmatization, criminalization, etc.) that cause harm. [2].


Verweise:

  1. Dr. Fabian Pitter Steinmetz: “Sahen unsere Großeltern auch so aus...”: https://twitter.com/docsteinmetz/status/1568910166262792193 (11.09.2022).
  2. Dr. Fabian Pitter Steinmetz: “Sehen die Menschen, die pharmazeutisch reine Amphetamine...”, https://twitter.com/docsteinmetz/status/1409820116066394112 (29. Juni 2021).
Erstellt am: 11.09.2022,
Bearbeitet: 25.12.2025.

Schlagworte: Aussehen, Erscheinungsbild, äußere Erscheinung, Optik; Schädlichkeit, Schaden; Meth-Amphetamin, Amphetamine; Arznei, Medikamente, Medizin; Substanzen; Brandmarkung, Stigmata, Stigmatisierung.