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Mythos #MIX-06: "Chemie"

🇩🇪 „Chemische Drogen sind gefährlicher als Natürliche, Pflanzliche.“ [1].

Das ist ein irrtum über Subtanzen. – Die Bezeichnung Droge sagt, als Oberbegriff, allerdings nichts über das Schadenpotential aus, sondern definiert Stoffe, die keine Nahrungsmittel sind, aber Veränderungen im Körper und in der Psyche (Seele) auslösen.

Das Schadenpotential von Substanzen, die unter dem Begriff Drogen zusammengefasst werden, ist z.B. der Fachbereich eines Toxikologen. Cannabis ist nicht weniger oder mehr Droge als andere Substanzen, nur weil die eine vergleichsweise verträglicher erscheinen mag.
🇩🇪 „Biologische Natur ist gut, synthetische Chemie ist schlecht.“ [2].
Viele Menschen denken, dass natürliche Stoffe ohne Risiken sind, als chemisch, bzw. synthetisch hergestellte Produkte. – Diese Regel gilt jedoch nicht gänzlich.
Die Erfahrungswerte zeigen, dass Menschen beispielsweise das Krebsrisiko von Pestiziden, gegenüber dem Krebsrisiko biologisch natürlicher Stoffe, falsch einschätzen. – Diese einseitige Risikowahrnehmung wird auch "intuitive-Toxikologie" benannt.
Es gibt durchaus viele Naturstoffe, die extrem giftig bis tödlich sein können. Als Beispiele für sehr giftige Stoffe aus Pflanzen seien genannt: das "Atropin" aus Tollkirsche, oder "Amanitin" im Knollenblätterpilz und "Taxin" aus der Eibe. – Und ja, korrekterweise sind diese Stoffe Biologische-Chemikalien.
Die benannten Pflanzen und viele weitere wurden früher und werden teilweise sogar heutzutage immer noch als Heilpflanzen verwendet.
Eine nach wie vor gültige Aussage von Paracelsus besagt: „Die Dosis macht das Gift.“ – Angemessen dosiert eingesetzt, können sie “gut” sein. Eine zu hohe Dosis kann “böse” Auswirkungen mit sich bringen.
Auch bei synthetisch hergestellten Chemikalien ist dies der Fall. In kleinen Mengen können sie sehr hilfreich sein, aber in größeren Mengen können sie schwerwiegende Vergiftungen verursachen. – Natürliche und synthetische Chemikalien verhalten sich in dieser Hinsicht gleich.
Fazit:
Die Natur mit ihren natürlichen Chemikalien ist nicht immer gut. Synthetische Chemikalien sind nicht nur böse. Die Dosis macht das Gift. Es ist ratsam, immer sorgfältig abzuwägen. Verallgemeinerungen berücksichtigen die Situation selten angemessen.
🇩🇪 „Medikamente aus Erdöl sind schädlicher als Heil-Pflanzen mit vielen Wirkstoffen.“
Viele Medikamente auf Erdölbasis, wie zum Beispiel Ibuprofen, bestehen überwiegend nur aus „Einzelwirkstoffen“. Oftmals müssen zusätzlich Medikamente wie Magenschutz-Tabletten (Pantoprazol) verschrieben werden, um schädliche Auswirkungen zu minimieren. [3].
Anders wird es bei vielen Heil-Pflanzen beschrieben, die auch Wirkstoffe enthalten, die ein Gleichgewicht herstellen können. So zum Beispiel Cannabis, bei dem Terpene in einem Wechselspiel mit Cannabinoiden stehen können – Man diskutiert dieses gelegentlich als “Entourage-Effekt”. [4].
Jedoch gilt auch hier in beiden Fällen die Paracelsus-Regel. – Man kann es nicht verallgemeinern, dass Medikamente auf Erdölbasis für jeden Nutzer schädlich sein müssen. – Pflanzen mit einem hohen Potenzial an verschiedenen Inhaltsstoffen können bei einigen Personen problematisch sein, sei es als Beispiel wegen Allergien gegen bestimmte Terpene oder anderen Stoffen in den Pflanzen. – Aus solcherlei Gründen trennt man oftmals Substanzen in „Einzelwirkstoffe“.


🇬🇧 “Chemical drugs are more dangerous than natural, plant-based drugs.”

This is a misconception about substances. – The term drug, as a generic term, says nothing about the potential for harm, but rather defines substances that are not food, but that trigger changes in the body and psyche (soul). 
The harm potential of substances that are summarized under the term drugs is, for example, the area of ​​expertise of a toxicologist. Cannabis is not less or more of a drug than other substances, just because one may seem comparatively more tolerable.

🇬🇧 “Biological nature is good, synthetic chemistry is bad.”

Many people think that natural substances are less risky than chemically or synthetically produced products. – However, this rule does not apply entirely.
Experience shows that people, for example, misjudge the cancer risk of pesticides compared to the cancer risk of biologically natural substances. – This one-sided risk perception is also called “intuitive-toxicology”.
There are many natural substances that can be extremely toxic or even fatal. Examples of very toxic substances from plants include: “atropine” from Atropa (belladonna), or “amanitin” in the death-cap-mushroom (Amanita phalloides) and “taxine” from the yew-tree (Taxus). – And yes, these substances are correctly biological-chemicals.
The named plants and many others were used as medicinal plants in the past and are still used today.
A still valid statement from Paracelsus says: “The dose makes the poison.” – Used in appropriate doses, they can be “good”. Too high a dose can cause “nasty” effects.
This is also the case with synthetically produced chemicals. In small quantities they can be very helpful, but in larger quantities they can cause serious poisoning. – Natural and synthetic chemicals behave the same in this respect.
Conclusion:
Nature with its natural chemicals is not always good. Synthetic chemicals aren't just evil. The dose makes the poison. It is advisable to always consider carefully. Generalizations rarely adequately take the situation into account.

🇬🇧 „Medicines made from petroleum are more harmful than medicinal-plants with many active ingredients.“

Many petroleum-based medications, such as ibuprofen, consist primarily of “individual active ingredients”. Often additional medications such as stomach-protection tablets (Pantoprazole) must be prescribed to minimize harmful effects.
It is described differently with many medicinal-plants, which also contain active ingredients that can create balance. For example, cannabis, in which terpenes can interact with cannabinoids - this is sometimes discussed as the “entourage effect”.
However, the Paracelsus-rule also applies here in both cases. – One cannot generalize that petroleum-based drugs must be harmful to every user. – Plants with a high potential of various ingredients can be problematic for some people, for example due to allergies to certain terpenes or other substances in the plants. – For reasons like this, substances are often separated into “individual active ingredients”.


Verweise:

  1. Psychonaut (olliwaack): “Substanzismus. Die Bezeichnung Droge sagt allerdings nichts über das Schadenpotential aus, ...”, https://twitter.com/olliwaack/status/1673282820058370050 (26.06.2023).
       
  2. Dr. Carsten Schleh (Biologe und Toxikologe) – Inspirierte überarbeitete Fassung von: “Natur ist gut, Chemie ist böse ...“, https://twitter.com/Schleh_Tox/status/1656198570842763265 (10.05.2023).
        
  3. “Vom Erdöl zum Medikament“, https://www.deutschlandfunk.de/vom-erdoel-zum-medikament-100.html (10.09.2002); “Ölausstieg in der Pharmaindustrie: Paracetamol und Ibuprofen auf Pflanzenbasis“, https://www.nationalgeographic.de/wissenschaft/2023/07/oelausstieg-pharmaindustrie-paracetamol-und-ibuprofen-auf-pflanzenbasis-medizin-medikamente-tabletten-erdol (17.07.2023).
        
  4. “Der Entourage-Effekt” (Cannabinoide | Terpene), https://cannabib.de/der-entourage-effekt/ (03.11.2023); “Neue Studie beweist den Cannabis-Entourage-Effekt“, https://softsecrets.com/de/artikel/neue-studie-beweist-den-cannabis-entourage-effekt (03.03.2024); "Entourage Effekt bei Cannabis: Über Wirkung und Wissenschaft", https://www.weed.de/wissen/grundlagen/entourage-effekt (25.07.2024).

Erstellt am: 03.07.2023,
Bearbeitet: 28.05.2024.

Schlagworte: Biologie, Biologische-Chemie, Bio-Chemie; Künstlich, künstliche bzw. Synthetische-Chemie; Substanzen; Arznei, Medikamente; Dosierung, Dosis, Menge; Stärke, Wirkung; Gut, Gute, Positiv, Positive; Böse, Schlecht, Negativ, Negative; Dramatisierung, Übertreibung; Harmlos, Verharmlosung, Verharmlost, Bagatellisierung, bagatellisiert, Beschönigung, Beschönigt, Relativierung, Schönrederei, schöngeredet, Unterschätzung, idealisieren, Idealisierung, idealisiert; Chancengleichheit, Gleichheit.

Mythos #RG-5: “Vielfalt”

🇩🇪 Version »Neufassung« – Inspiriert durch: „Dr. Raphael Gaßmann“:

„Das Volk benötigt keine weitere Droge neben Tabak und Alkohol.“

Diese Vorstellung ist nichts weiter als ein Beweis für eine unverhältnismäßige Realitätsverweigerung.

Cannabis-Konsum hat sich schon lange überall auf der Welt bewährt. Neben Alkohol, Tabak und Koffein-Getränken, ist Cannabis eine der begehrtesten psychoaktiven Substanzen, dass sich daran etwas ändern wird, ist derzeit eher unwahrscheinlich. Erst recht nicht durch Verbote und den damit einhergehenden Krieg gegen Konsumenten.

Erweitert:

Vielfalt kann eine deutliche Bereicherung vermögen. Weshalb sollen also nicht auch andere Drogen eine solche Bereicherung sein, denn nicht jeder möchte Tabak und/oder Alkohol konsumieren.

🇬🇧 Version aus der 🇩🇪 »Neufassung«:

The people don't need any other drugs besides tobacco and alcohol.“

This notion is nothing more than evidence of a disproportionate denial of reality.

Cannabis use has long been proven all over the world. Alongside alcohol, tobacco and caffeine drinks, cannabis is one of the most sought-after psychoactive substances, and it is currently unlikely that this will change. Especially not through bans and the associated war against consumers.

Advanced:

Diversity can be a significant enrichment. So why shouldn't other drugs also be such an enrichment, because not everyone wants to consume tobacco and/or alcohol.

Verweise:

Erstellt am: 26.07.2022,
Bearbeitet: 05.10.2022.

SchlagworteNebelkerze (Scheinargument)Bedarf, Notwendigkeit; Dritte Droge; Zigaretten, Hanf, Bier, Wein, Kaffee, schwarzer Tee, Cola; Abwechslung, Diversität, Vielfältigkeit; Gesellschaft; Gleichberechtigung, Gleichheit, Chancengleichheit, Menschenrechte; Respekt, Respektierung; Gebrauch, Konsum; Substanzen.

Mythos #RG-1: “Selbstschädigung”

🇩🇪 Version »Neufassung« – Inspiriert durch: „Dr. Raphael Gaßmann“:

„Cannabis ist gefährlich.“

Stimmt genau. Alle psychoaktiven Substanzen weisen im Prinzip Risiken aus, wenn auch in ungleichem Umfang. Aber das soll nicht die entscheidende Frage und schon gar keine stichhaltige Begründung für Repression (Unterdrückung) sein.
Alkohol ist ebenfalls gefährlich. Das Cannabis-Verbot ist jedoch genauso gründlich gescheitert, wie die Alkoholverbote von 1920 bis 1933 in den USA.
Der Cannabis-Konsum bewegt sich hauptsächlich im Bereich der Selbstschädigung, im Gegensatz zum Alkohol, der bei hohem Konsum auch schon mal zu Fremdschädigungen durch aggressive Verhaltensmuster führen kann. Aus guten Gründen ist in demokratischen Sozialstrukturen ein selbstzerstörerisches Verhalten jedoch mehrheitlich legitim.
Cannabis-Konsumenten in Deutschland können allgemein nur wegen der inquisitorischen Konstruktion verfolgt werden. Der Cannabis-Konsum ist zwar nicht strafbar, jeder Konsum ist aber mehr oder weniger zwangsläufig mit dem Besitz der Substanz verbunden.

Ergänzungen:

Spezifische Risiken bergen sich in allen möglichen Rauschmitteln, die körperliche, geistige, mentale und soziale Funktionen beeinflussen – so auch Cannabis.

Diese Risiken zu verhindern und zu verringern, sollte zu den vorrangigen Zielen der Drogenpolitik gehören. Aber nicht die Schaffung neuer Risiken durch Substanz-Verbote, die zu gesellschaftlichen Katastrophen führen kann, bis hin zu lebensbedrohlichen Streckmittel und der Ausbreitung von synthetischen Cannabinoiden, bzw. Neuen-Psychoaktiven-Substanzen (NPS).

🇬🇧 Version aus der 🇩🇪 »Neufassung«:

„Cannabis is dangerous.“

Exactly. In principle, all psychoactive substances have risks, albeit to an unequal extent. But that should not be the decisive question and certainly not a valid justification for repression (oppression).
Alcohol is also dangerous. However, the cannabis ban failed just as thoroughly as the alcohol-prohibition from 1920 to 1933 in the USA.
Cannabis consumption is mainly in the area of ​​self-harm, in contrast to alcohol, which, if consumed in large quantities, can sometimes lead to damage to others through aggressive behavior patterns. For good reasons, however, self-destructive behavior is mostly legitimate in democratic social structures.
Cannabis users in Germany can generally only be prosecuted because of the inquisitorial construction. While cannabis use is not a criminal offence, all use more or less inevitably involves possession of the substance.

Additions:

Specific risks are inherent in all kinds of intoxicants that affect physical, intellectual, mental and social functioning, including cannabis.
Preventing and reducing these risks should be a priority in drug policy. But not the creation of new risks through substance bans, which can lead to social catastrophes, up to life-threatening cutting agents and the spread of synthetic cannabinoids or new-psychoactive-substances (NPS).

Verweise:

Erstellt am: 29.06.2022,
Bearbeitet: 30.09.2022.

Schlagworte: Scheinargument (Nebelkerze); Selbstverletzung, Selbstzerstörung, Selbstzerstörerisch; Verhaltensmuster, Verhaltensweisen; Chancengleichheit, Gleichberechtigung, Gleichheit, Menschenrechte; Schädlichkeit, Schaden; Prohibition, Verbote, Inquisition; Gebrauch, Konsum; Droge, Drogen, Substanzen.

Mythos #75: “Humanismus“

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

„Die einzigen Leute, die für die Legalisierung von Drogen argumentieren, sind »Drogen«-Konsumenten.“

Das stimmt einfach nicht.

Es gibt durchaus Menschen, die noch nie eine verbotene Droge konsumierten und trotzdem möchten, dass Besitz, Anbau und Produktion aller Drogen für den persönlichen Gebrauch legal sind!

Viele Menschen, wollen einfach nur die unnötigen Todesfälle, Gemetzel und Schäden, die durch das Drogenverbot verursacht wurden, beenden.

Anmerkungen:

Oftmals sind es die eigenen Familienkreise, Geschwister, Verwandte und Freundeskreise, sowie eine Reihe von Organisationen und Verbände, die sich für die Menschenwürde und Menschenrechte aussprechen. Diese wollen das Leid jener Drogen Konsumeierenden nicht länger ertragen und setzen sich deshalb für Entstigmatisierung, Entkriminalisierung und vernunftbasierte Drogen-Regulierungen ein.

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“The only people arguing to legalise drugs are ‘drug’ users.”

That’s simply not true.

I (Julian Buchanan) for one, have never used a banned drug and I want possession, cultivation and production of all drugs for personal use to be legal! Lots of people, like me, simply want to end the needless deaths, carnage and damage caused by drug prohibition.

Added Notes:

It is often one's own family circles, brothers and sisters, relatives and circles of friends, as well as a number of organizations and associations that speak out for human dignity and human rights. They no longer want to endure the suffering of those drug users and therefore advocate destigmatization, decriminalization and reason-based drug regulations.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

{None Twitter-Tweet}.

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 02.05.2022.

Schlagworte: Gegen den Drogenkrieg, Prohibition und Repression; Menschlichkeit, Humanität; Chancengleichheit, Gleichberechtigung, Gleichheit; Familie, Freunde, Kollegen, Mitbürger, Mitmenschen, Vereine; Substanzen.

Mythos #70: “Erlaubnisse”

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung« (Erweitert):

„Wir dulden keinen Drogenkonsum.“

Dieser Satz wird oft von jemandem hinzugefügt, der sich für Schadensminimierung oder Drogenreform einsetzt. Es ist Verbotspropaganda, die unwissentlich die groteske Vorstellung einer drogenfreien Welt unterstützt.

Warum sollte jemand erklären wollen, dass er es nicht duldet, den Tag mit einem Kaffee zu beginnen, Champagner auf Hochzeiten zu trinken. Es nicht duldet, wenn Menschen Schmerzmittel nehmen, wenn sie Schmerzen haben.

Dulden Sie es nicht, wenn Menschen eine Flasche Wein mit Freunden teilen?

Anmerkungen:

Alle Menschen nehmen Drogen. Manche nennen sie Genussmittel oder Medikamente, aber dennoch nehmen alle Menschen Drogen. Strafrecht ist hier völlig fehl am Platz, aufgrund von ethischen und real-politischen Aspekten. Verbote verhindern keine Überdosierungen oder Abhängigkeiten. [1].

☕ 🍵 🍷 🍸 🍺 🚬 💊 💉 🧂 🍫 🍬 🥦 🌿 🌱 🌵 🍄

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

„Wir tolerieren keinen Drogenkonsum.“

Dieser Satz wird oft von einer Person beigefügt, der sich für Schadensminderung oder Drogenreform einsetzt, um Gegner zu besänftigen. Es ist Propaganda für Prohibition, die unwissentlich die absurde und unergründliche Auffassung einer Welt ohne drogen befürwortet.

Weshalb sollte irgendjemand verkünden wollen, dass er es nicht toleriert, wenn man den Tag mit einem Kaffee anfängt, dass man bei Hochzeiten keinen Champagner trinkt, dass man keine Schmerzmittel nimmt, wenn man Schmerzen hat, und dass man mit Freunden keine Weinflasche öffnet?

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan) – Extended:

“We do not condone drug use.”

This sentence is often added by someone promoting harm reduction or drug reform. It’s prohibition propaganda speak that unwittingly lends support to the grotesque notion of a drug-free world.

Why would anyone wish to proclaim they don’t condone people starting the day with a coffee, don’t condone drinking champagne at weddings, don’t condone people taking painkillers when in pain.

You don’t condone people opening a bottle of wine with friends?

Added Notes:

All people take drugs. Some call them enjoyment-application or medications, but nevertheless all people take drugs. Criminal law is completely out of place here, due to ethical and real-political aspects. Prohibitions do not prevent overdoses or addictions. [1].

☕ 🍵 🍷 🍸 🍺 🚬 💊 💉 🧂 🍫 🍬 🥦 🌿 🌱 🌵 🍄

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

“We do not condone drug use.”

This sentence is often added by someone promoting harm reduction or drug reform, seeking to appease objectors. It’s prohibition propaganda speak that unwittingly lends support to the grotesque and unfathomable notion of a drug-free world. [13.11.2021,Twitter].

Why would anyone wish to proclaim they don’t condone people starting the day with a coffee, don’t condone drinking champagne at weddings, don’t condone people taking painkillers when in pain, don’t condone people opening a bottle of wine with friends? [13.11.2021,Twitter].

Verweise:
  1. Dr. Fabian Pitter Steinmetz: “Alle Menschen nehmen #Drogen [...]”, https://twitter.com/docsteinmetz/status/1715262865093910975 (20.10.2023).

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 28.06.2025.

Schlagworte: Erlaubnis, Recht, Zustimmung; Chancengleichheit, Gleichberechtigung, Gleichheit; Duldung; Toleranz; Welt von Drogen befreien; Drogenfreie Welt; Drogenfrei; Bestimmung; Gebrauch, Konsum, Substanzen.

Mythos #67: “Entziehung“

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

„Abstinenz ist, wenn jemand aufgehört hat, Drogen zu nehmen.“

Diese Aussage stellt Drogen so homogen (einheitlich) dar, als ob alle Drogen irgendwie ähnliche Eigenschaften, Gefahren und Risiken hätten.

Abstinenz ist, wenn eine Person die Einnahme einer Droge, die ihr Schwierigkeiten bereitet hat, vollständig aufgibt.

Wenn eine Person ein Problem mit der Droge „a“ hatte, gibt es keinen Grund, warum sie unbedingt auf die Droge „x“, „y“ oder „z“ oder sogar auf jede psychoaktive Substanz der Welt verzichten sollte.

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

„Enthaltsamkeit ist, wenn jemand auf Drogen verzichtet.“

Diese Behauptung stellt Drogen fälschlicherweise als identisch dar, als ob alle Substanzen ähnliche Merkmale, Gefahren und Risiken besitzen.

Nein, Enthaltsamkeit ist, wenn ein Mensch aufhört, die Droge zu nehmen, die ihr Probleme bereitet hat.

Wenn ein Mensch ein Problem mit Droge „a“ hatte, gibt es keinen logischen Grund, warum sie zwingend auf jede andere (verbotene) psychoaktive Substanz entsagen sollte, aber staatlich zugelassene psychoaktive Drogen wie Koffein, Valium, Tabak, Ritalin oder Alkohol verwenden sollte.

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“Abstinence is when someone has stopped using drugs.”

This statement presents drugs as homogenous, as if somehow all drugs possess similar properties, dangers and risk.

Abstinence is when a person gives up completely from using a drug that was causing them difficulties.

If a person had an issue with drug ‘a’ there is no reason why they should necessarily abstain from drug ‘x’, ‘y’ or ‘z’, or indeed every psycho-active substance on earth.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

“Abstinence is when someone gives up drugs.”

This statement wrongly presents drugs as homogenous, as if  all drugs possess similar properties, dangers & risk. No, abstinence is when a person stops using the drug that was causing them difficulties. [13.11.2021,Twitter].

If a person had an issue with drug “a” there is no logical reason why they should necessarily abstain from every other (banned) psychoactive substance, but be permitted to use state approved psychoactive drugs such as caffeine, valium, tobacco, ritalin or alcohol. [13.11.2021,Twitter].

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 17.06.2022.

Schlagworte: Askese, Enthaltung, Entsagung, Entzug, Verzicht; Gleichberechtigung, Menschenrechte, Chancengleichheit, Gleichheit; Gebrauch, Konsum, Substanzen.

Mythos #62: “Vorgaben“

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

„Drogenkonsumenten brauchen Mitgefühl und Unterstützung, nicht Stigmatisierung und Hass.“

Sicherlich sind Stigmatisierung und Hass gegenüber Drogenkonsumenten falsch, aber Menschen, die verbotene Substanzen konsumieren, brauchen keine Bevormundung, sie brauchen nicht von Natur aus Unterstützung oder Mitgefühl. Sie müssen frei von Kriminalisierung sein und ihre Menschenrechte müssen wiederhergestellt werden.

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

„Drogenkonsumenten brauchen Empathie, nicht Brandmarkung.“

Brandmarkung ist falsch, aber Menschen, die verbotene Substanzen verwenden, brauchen keine Unterwerfung, sie brauchen nicht von Natur aus Hilfe oder Empathie. Sie müssen frei von Kriminalisierung sein und ihre Menschenrechte müssen rehabilitiert werden.

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“Drug users need compassion and support, not stigma and hatred.”

Certainly stigma and hatred towards drug users is wrong but people who use banned substances don’t need patronizing, they are not inherently in need of support or compassion. They need to be free from criminalization and they need their human rights restored.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

“Drug users need compassion, not stigma.”

Stigma is wrong, but people who use banned substances don’t need patronising, they are not inherently in need of support or compassion. They need to be free from criminalisation and they require their human rights restored. [13.11.2021,Twitter].

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 17.04.2022.

Schlagworte: Respektierung; Chancengleichheit, Gleichberechtigung, Gleichheit, Menschenwürde; Beistand, Hilfe; Drogen, Substanzen; Brandmarkung, Stigmatisierung, Stigmata.

Mythos #61: “Entwicklung”

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

„Drogengesetze sind veraltet und müssen geändert werden.“

Unwahr – Es ist nicht so, dass die Drogengesetze veraltet sind, sie waren zu keiner Zeit für ihren Zweck geeignet. Sie wurzeln in Propaganda, Mythen und Lügen, und wir müssen dies verstehen, um neue Drogengesetze zu entwickeln, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren, mit Richtlinien, die die Schadensminderung (Harm-Reduction) fördern und die Menschenrechte schützen.

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

„Drogengesetze sind unmodern und sollten korrigiert werden.“

Falsch. Sie waren zu keiner Zeit zweckmäßig. Sie wurzeln in Täuschung, Mythen und Unwahrheiten, und wir müssen dies begreifen, um neue Drogengesetze zu entwerfen.

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“Drug laws are outdated and need changing.”

Untrue – It’s not that drug laws have become outdated, they have never been fit for purpose at any time. They are rooted in propaganda, myths and lies and we need to understand this in order to develop new drug laws rooted in scientific evidence with policies that promote harm reduction and protect human rights.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

“Drug laws are outdated and need changing.”

Untrue. They have never been fit for purpose at any time. They are rooted in propaganda, myths and lies and we must understand this in order to develop new drug laws. [13.11.2021,Twitter].

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 17.04.2022.

Schlagworte: Gesetze, Regelungen, Bestimmungen; Prohibition, Verbote; Menschenwürde, Chancengleichheit, Gleichberechtigung, Gleichheit; Substanzen.

Mythos #60: “Irrtümer”

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

„Vielleicht haben wir uns bei Cannabis geirrt und das Verbot davon ist ein Fehler.“

Isolieren Sie Cannabis nicht einfach, ein Drogenverbot ist für alle illegalen Drogen falsch.

Ja, es ist richtig, dass Cannabis legalisiert und frei für den persönlichen Gebrauch angebaut werden können sollte.

Aber Cannabis zu isolieren, zu trennen und diese spezielle Droge einzuladen, Macht und Privilegien in einem korrupten System zu genießen, verewigt nicht nur die Drogen-Trennung (Apartheid), sondern schwächt möglicherweise auch die Opposition dagegen.

Während Cannabis legalisiert werden sollte, muss sich das Engagement jedoch darauf konzentrieren, das gesamte korrupte Drogenkontrollsystem aufzudecken und abzubauen, für das es keine wissenschaftlichen Beweise gibt. Nur so können alle Drogen entkriminalisiert und vernünftig reguliert werden, anstatt bestimmte Drogen auszuwählen, um Privilegien zu genießen und Werbung neben Alkohol, Koffein und Tabak zu betreiben.

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

„Vielleicht haben wir uns in Bezug auf Cannabis vertan.“

Nein, ein Verbot ist für ALLE illegalen Drogen falsch. Ja, Cannabis sollte legalisiert werden, aber das gesamte korrupte Drogenkontrollsystem ist falsch und es fehlen wissenschaftliche Nachweise dafür.

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“Maybe we were wrong about cannabis {and banning it is a mistake}.”

Don’t just isolate cannabis, drug prohibition is wrong for all illicit drugs.

Yes, it’s right that cannabis should be legalized and free for individuals to cultivate for personal use.

But isolating cannabis and inviting this particular drug to enjoy power and privilege in a corrupt system not only perpetuates the drug apartheid, but it potentially weakens the opposition to it.

So while cannabis should be legalized, the commitment needs to be focused upon exposing and dismantling the entire corrupt drug control system that lacks scientific evidence to support it, so that all drugs are decriminalized and sensibly regulated, rather than select particular drugs to enjoy privilege and promotion alongside alcohol, caffeine and tobacco.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

“Maybe we were wrong about cannabis.”

No, prohibition is wrong for ALL illicit drugs. Yes, cannabis should be legalised, but the entire corrupt drug control system is wrong and lacks scientific evidence to support it. [13.11.2021,Twitter].

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 16.04.2022.

Schlagworte: Prohibition; Gesetze, Rechtsverordnung, Regelungen; Substanzen; Chancengleichheit, Gleichheit, Gleichberechtigung.

Mythos #55: “Gebräuche”

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

„Der einzig geeignete Ort für die Einnahme von Drogen ist in der Medizin.“ 

Das ist wie, als ob man sagen würde: „Der Konsum von Drogen schadet den Menschen.”, oder: Drogen werden nur als freizeitliches Rauschmittel, ohne medizinischen Nutzen verwendet und dienen nur der Sucht-Befriedigung“. [#JB-06],[#FPS-7].

Eine Position, die Sie für sich selbst einnehmen könnten, aber nicht die, die Sie anderen aufzwingen können.

Es ist eine extreme Position, die bedeuten würde, dass kein Tee, Kaffee, Schokolade, Alkohol, kohlensäurehaltige Getränke, Süßigkeiten oder Kuchen, die meisten Frühstückszerealien und vieles andere konsumiert werden darf. Als würde man sagen, dass der einzig akzeptable Grund für den Verzehr von Lebensmitteln darin besteht, uns gesund zu halten.

Genuss, Entspannung, Energie tanken, Schläfrigkeit oder die Verbesserung unserer Sinne sind keine unangemessenen Motivationen, Nahrung oder Substanzen zu sich zu nehmen. 

Anmerkungen:

Die Wirkung der Cannabispflanze in einen klar medizinischen und nicht-medizinischen Gebrauch zu trennen, ist ein engagiertes politisches, sozusagen “künstliches” Bestreben, das sich weit von der Natur und realen Kultur, dem menschlichen Gebrauch, entfernt. [1]. 

Wenn jemand Cannabis mit Rezept nimmt, dann nimmt er keine Drogen und ohne Rezept schon? Den Molekülen ist das Blattpapier ziemlich egal und den Cannabinoid-Rezeptoren auch! [2].

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

„Drogen sind nur für die Medizin da.“

Es ist, als würde man sagen, dass wir Nahrung nur konsumieren sollten, um uns gesund zu halten. Genuss, Entspannung, Steigerung der Energie, Einschlafen oder Verbesserung unserer Sinne sind keine unzumutbaren Beweggründe für die Einnahme von Nahrung oder Drogen.


🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“The only appropriate place for taking drugs is in medicine.”

That's like saying: “Taking drugs damages people.” or: Drugs are only used as recreational intoxicants, with no medical benefit, and serve only to satisfy addiction[#JB-06],[#FPS-07].

It is a position you could hold for yourself, but not one you have any right to impose on others.

It’s an extreme position that would mean no tea, coffee, chocolate, alcohol, fizzy drinks, sweets or cakes, most breakfast cereals etc (avoiding the drugs; alcohol, caffeine and sugar). It’s akin to saying the only acceptable reason for consuming food is to keep us healthy.

Pleasure, relaxing, getting more energy, feeling sleepy or enhancing our senses are not unreasonable motivations for taking food or substances.

Added Notes:

Separating the effects of the cannabis plant into clearly medical and non-medical uses, is a committed political, so to speak “artificial” endeavor, that is far removed from nature, real culture and human use. [1]. 

If someone takes cannabis with a prescription, then he does not take drugs and without a prescription he does? The molecules don't really care about the sheet paper, and neither do the cannabinoid receptors! [2].

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

“Drugs are only for medicine.”

It's like saying we should only consume food to make us healthy. Pleasure, relaxing, increasing energy, getting to sleep or enhancing our senses are not unreasonable motivations for taking food or drugs. [12.11.2021,Twitter].


    Verweise:

    1. CDU/CSU-Parteitag Special: Die Union will die Rekriminalisierung von Cannabisgebrauchenden… (21.02.2026) – Drogenpolitik Briefing von Philine Edbauer (Steady).
    2. Dr. Fabian Pitter Steinmetz: "Wenn jemand … mit Rezept nimmt, …" (17. Jan. 2023) – Twitter.

    Erstellt am: 10.11.2021,
    Bearbeitet: 24.05.2026.

    Schlagworte: Chancengleichheit, Gleichberechtigung, Gleichheit; Würdigung, Akzeptanz, Anerkennung; Gebrauch, Gebräuche, Brauchtum; Konsum; Heilmittel, Medizin, Arznei; Substanzen.

    Mythos #49: “Bedingungen”

    🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

    Besser, dass jemand vom Gericht zur Drogentherapie gezwungen wird, als ins Gefängnis zu gehen.“

    Alles kann schmackhaft und gerechtfertigt erscheinen, wenn es als Alternative zum Gefängnis präsentiert wird.

    Für die überwiegende Mehrheit, der unproblematischen Drogenkonsumenten, ist eine Zwangsbehandlung sinnlos, teuer und unethisch.

    Für die kleine Minderheit problematischer Nutzer, die Hilfe benötigen und wünschen, ist es besser, dass sie nach einer gründlichen Bewertung freiwillig auf Hilfe in der Gemeinschaft zugreifen können. Des Weiteren ist es vorteilhafter für Betroffene, auf ein am besten geeigneten Behandlungsplan mit Zugang zu einer vollständigen Palette von Dienstleistungen abgestimmt zu werden; anstatt dass Betroffene ein „Zwölf-Schritte-Programm“ der erzwungenen Abstinenz durchführen müssen und mit der Androhung einer Gefängnisstrafe für jeden Fehler bedroht und stigmatisiert werden, sind die benannten Schritte der sicherste Weg.

    🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

    “Besser, dass jemand eine Drogentherapie bekommt, als ins Gefängnis gehen zu müssen.”

    Alles mag gerechtfertigt wirken, wenn es als Alternative zum Gefängnis präsentiert wird.

    Für nicht problematische Drogenkonsumenten ist Zwangsbehandlung zwecklos, teuer und unethisch.

    Für die kleine Randgruppe problematischer Benutzer, die Hilfe brauchen und wollen, ist es besser, wenn sie nach einer gründlichen Begutachtung freiwillig auf Hilfe zugreifen; anstelle eines erzwungenen „12-Schritte-Programm“ zur Enthaltsamkeit im Einheitsverfahren, bei dem bei jedem Scheitern eine Haftstrafe droht.

    🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

    “Better that someone gets treatment in Drug Court than go to prison.”

    Anything can appear palatable and justified if presented as an alternative to prison.

    For the overwhelming majority of non-problematic drug users, coercive treatment is pointless, expensive, and unethical.

    For the small minority of problematic users who need and want help, it is better that they can access help voluntarily in the community, following a thorough assessment, and be matched to a best-fit treatment plan that has access to a full range of services; rather than having to carry out an enforced abstinence “12-step-programme“ with the threat of imprisonment looming for any failure.

    🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

    “Better that someone gets Drug Court than prison.”

    Anything can be justified if presented as an alternative to prison. For non-problematic drug users, coercive treatment is futile, expensive, and unethical. [12.11.2021,Twitter].

    For the small minority of problematic users who need & want help, it's better they access help voluntarily, following a thorough assessment; rather than a one-size-fits-all enforced abstinence “12-step-programme“ with the threat of imprisonment looming for any failure. [12.11.2021,Twitter].

    Erstellt am: 10.11.2021,
    Bearbeitet: 09.04.2022.

    Persönliche Bemerkung: Diese englische Satzbildung mit „Drug-Court“ ist wieder mal ein etwas markanter »Slang«. Hierfür ist gutes Wissen und eine kreative Übersetzung erforderlich.

    Schlagworte: Menschenrechte; Chancengleichheit, Gleichheit, Gleichberechtigung; Würdigung, Akzeptanz, Anerkennung, Respektierung; Substanzen.

    Mythos #29: “Gleichheit”

    🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

    „Drogengesetze betreffen alle gleich.“

    Das ist nicht wahr. Die Wahrscheinlichkeit, wegen Drogenbesitzes angehalten, durchsucht, festgenommen und strafrechtlich verfolgt zu werden, hängt stark von Ihrer Hautfarbe, Ihrer sozialen Schicht, Ihrem Alter, Ihrem Wohnort und Ihrer sozialen Herkunft ab.

    🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

    „Drogengesetze berühren alle einheitlich.“

    Das ist unwahr. Die Wahrscheinlichkeit, wegen Drogenbesitzes aufgehalten, durchsucht, festgenommen, strafrechtlich verfolgt und inhaftiert zu werden, hängt sehr von Ihrer Hautfarbe, Ihrer sozialen Gruppe, Ihrem Alter, Ihrer Heimat und Ihrem gesellschaftlichen Hintergrund ab.

    🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

    “Drug laws affect everyone the same.”

    This is not true. The chances of being stopped, searched, arrested and prosecuted for drug possession depends greatly on the colour of your skin, your social class, age, location and your social background.

    🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

    “Drug laws affect everyone the same.”

    This is not true. The chances of being stopped, searched, arrested, prosecuted and imprisoned for drug possession depends greatly on the colour of your skin, your social class, age, location and your social background. [06.11.2021,Twitter].

    Erstellt am: 10.11.2021,
    Bearbeitet: 25.05.2022.

    Schlagworte: Chancengleichheit, Gleichberechtigung, Gleichheit; Würde, Würdigung, Akzeptanz, Anerkennung, Respektierung; Strafverfolgung, Verfolgung; Brandmarkung, Stigmata, Stigmatisierung; Substanzen.

    Mythos #27: “Therapie“

    🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung« (Erweitert):

    „Menschen, die Drogen konsumieren, brauchen eine Therapie, kein Gefängnis.“

    Eine andere scheinbar positive Aussage ist jedoch, dass Menschen, die Drogen konsumieren, keine Therapie oder Gefängnis »mehr« benötigen als jemand, der jeden Morgen einen doppelten Espresso trinkt oder eine Person, die vor dem Schlafengehen ein Glas Whisky genießt. Eine Behandlung oder ein Gefängnis braucht dessen niemand.

    Unter dem Motto „es ist besser als Gefängnis“ können alle möglichen fragwürdigen Praktiken schmackhaft erscheinen.

    Anmerkungen:

    Niemand benötigt für seinen Konsumwunsch einen metaphorischen »Tritt« (Stigmata) in Form von (Zwangs-) Behandlungen, Therapien oder Medikamenten.

    🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

    „Menschen, die Drogen nehmen, brauchen eine Behandlung, kein Gefängnis.“

    Diese fragwürdige Praxis mag vorzuziehen erscheinen, aber Menschen, die Drogen konsumieren, brauchen keine Behandlung oder Gefängnis mehr als jemand, der jeden Morgen einen zweifachen Espresso trinkt oder vor dem Schlafengehen ein Glas Whisky genüsslich trinkt.

    🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

    “People who use drugs need treatment, not prison.”

    Another apparently positive statement, however, people who use drugs don’t need treatment or prison anymore than someone who has a double espresso each morning, or the person who enjoys a glass of whisky before bedtime needs treatment or prison.

    Under the umbrella of “it’s better than prison” all sorts of questionable practices can appear palatable.

    Added notes:

    Nobody requires a metaphorical »kick« (stigmata) in the form of (compulsory) treatments, therapies, or medication for their desire to consume.

    🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

    “People who use drugs need treatment, not prison.”

    This questionable practice may appear preferable, however, people who use drugs do not need treatment or prison anymore than someone who has a double espresso each morning, or enjoys a glass of whisky before bedtime. [06.11.2021,Twitter].

    Verweise:

    Erstellt am: 10.11.2021,
    Bearbeitet: 02.08.2022.

    Schlagworte: Zwang; Clean, Sauber, Rein; Chancengleichheit, Gleichberechtigung, Gleichheit. Würdigung. Akzeptanz; Kaffee, Alkohol; Gebrauch, Konsum; Brandmarkung, Stigmatisierung, Stigmata; Substanzen.

    Mythos #10: “Verteilung”

    🇩🇪 Version von “Yo24hua / B. Gegenhuber” (Erweitert):

    „Sucht ist gleich verteilt in der Gesellschaft.“ (Drogenkonsum ist gleich Drogensucht).

    Substanz-Konsum ist in der Gesellschaft gleich verteilt, chronische Sucht, Abhängigkeit, bzw. „Substanzgebrauchsstörungen“ (SUD) jedoch nicht immer.

    Obwohl jeder betroffen sein kann, betrifft chronisch „problematischer Drogenkonsum“ (PDU) tendenziell überproportional diejenigen, die mit niedrigen sozioökonomischer Status (z.B.: minderer Bildung und geringes Einkommen) benachteiligt sind. Psychisch belastete Personen (z.B.: Opfer von traumatischer Misshandlung) können davon betroffen sein. Viele bestehende Risikofaktoren, so auch einhergehender Stress durch Leistungsdruck während der Lern-, Bildungsphase und beruflicher Arbeit etc., können bei psychisch vulnerabel (verletzlich), sensiblen bzw. empfindlich veranlagten Personen Einfluss darauf nehmen. Sowie diejenigen, die schon vor dem problematischen Drogenkonsum erhebliche Schwierigkeiten in ihren Leben hatten, neigen eher dazu „Störungen im Substanz-Gebrauch“ (SUD) zu entwickeln.

    Diesen Menschen fehlen oftmals die Ressourcen, Möglichkeiten und Unterstützung, um sich von ihren Problemen zu erholen sowie Ausgleich zu finden, was zu einer chronischen Sucht, bzw. Entwicklung einer Abhängigkeitserkrankung führen kann.

    Anmerkungen:

    Niemand sollte für dessen Konsumverhalten stigmatisiert (gebrandmarkt) werden, den jeder Mensch hat ein Recht darauf, gleichwertig behandelt zu werden. Man soll Substanzgebrauchsstörungen (SUD) auch als „Gleichberechtigung“ verstehen, die jeder haben darf. Dies ist das Prinzip der „Chancengleichheit“ in der Gesellschaft.

    🇩🇪 Version von “Yo24hua” aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

    „Sucht ist in der Gesellschaft gleich verteilt. (Drogenkonsum ist gleichbedeutend mit Drogensucht).

    Drogenkonsum ist in der Gesellschaft gleich verteilt, chronische Sucht jedoch nicht. Obwohl jeder betroffen sein kann, betrifft chronischer „problematischer Drogenkonsum“ (PDU) vergleichsweise überproportional Menschen mit Ungleichbehandlung und sonstigen Barrieren im Leben, die schon vor dem riskanten Drogenkonsum erhebliche Sorgen und Nöte hatten.

    Diesen Menschen fehlen die Ressourcen, Möglichkeiten und Unterstützung, um sich zu regenerieren, was zu einer dauerhaften Sucht führt.

    🇩🇪 Version von “Dr. F. P. Steinmetz” aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

    „Sucht ist in der Gesellschaft gleich verteilt.“ (Drogenkonsum ist mit Drogensucht identisch).

    Drogenkonsum ist in der Gesellschaft gleich verteilt, Abhängigkeiten (Substanzgebrauchsstörungen) nicht. Letztere treffen statistisch eher Menschen mit Traumata und anderweitigen Schwierigkeiten. [18.11.2021,Twitter].

    🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

    “Addiction is an equal opportunity employer.” (Drug use equals drug addiction).

    Drug use is an equal opportunity employer, but chronic addiction isn’t. While anyone can be affected, chronic “problematic drug use” (PDU) tends to disproportionately affect those with disadvantaged and damaged lives that had significant difficulties before PDU and these people lack the resources, opportunities and support to recover, resulting in chronic addiction.

    Added Notes:

    Nobody should be stigmatized (branded) for their consumption behavior, because everyone has the right to be treated equally. Substance use disorders (SUD) should also be understood as "equal rights" that everyone is allowed to have. This is the principle of "equal opportunity" in society.

    🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

    “Addiction is an equal opportunity employer.” (Drug-use is synonymous with drug-addiction).

    Drug use is an equal opportunity employer, but chronic addiction isn’t. Chronic problematic drug use disproportionately affects people who had difficult, disadvantaged and damaged lives before using drugs. [03.11.2021,Twitter].

    Verweise:

    Erstellt am: 10.11.2021,
    Bearbeitet: 11.06.2024.

    Persönliche Bemerkung: Die englische Satzbildung mit „equal opportunity” und „employer” ist ein recht markanter »Slang«. Hierfür sind gute Kenntnisse und kreative Übersetzung nötig.

    Schlagworte: Sucht, Süchtig, Süchtige, Süchtigen; Substanzgebrauchsstörung (SUD), Substanzgebrauchsstörungen; Menschenrechte; Chancengleichheit, Gleichberechtigung, Gleichheit; Psychologie, Psyche, Stress-Psychose; Substanzen.