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Mythos #MIX-03: "Gerüche"

🇩🇪 „Cannabis stinkt und ist eine Geruchsbelästigung.“

Prohibition stinkt mehr! - Der Geruch von Cannabis macht niemanden „high“ und den Geruch kann man auch in jeder größeren Stadt wahrnehmen! [1].
Wenn man Cannabis-Rauch in einem (kleinen) geschlossenem Raum ausgesetzt ist, dann kann man Wirk- bzw. Schadstoffe aufnehmen (vgl. HotBoxing). Wenn man draußen Cannabis riecht, dann sind das nur hoch verdünnte Terpene und somit unbedenklich. [2].
Manche Leute halten sich Pflanzen wie Lavendel, die allerdings neben berauschenden Düften auch psychoaktive Eigenschaften hat, oder andere stark riechende Pflanzen in ihren Räumen. Soll man diese etwa verbieten? Es gibt etliche Pflanzen, die sogar dem Cannabis sehr ähnliche Terpene haben, bzw. vergleichbare Duftstoffe abgeben (z.B.: Rosenwaldmeister).
Es gibt auch immer mal wieder Leute, die nach Deo, Deodorant oder Parfüm riechen. Manche verkehren mit ihren Düften sogar bewusst, unter der Voraussetzung deutlicher wahrgenommen zu werden, in öffentlichen Räumen, Umgebungen und Verkehrsmitteln (Bus, Zug, Straßenbahn), um so auf sich aufmerksam zu machen. 
Und was ist eigentlich mit den Leuten, die in der Öffentlichkeit, z.B. am Bahnhof, neben ihnen Fastfood, Pizza oder sonstige etwas stärker riechende Nahrung in sich hineinstopfen oder Getränke wie z.B. Kaffee trinken, der nun mal auch Geruchsnoten abgibt?
Richtig ist auch, dass der christliche Weihrauch noch tagelang aus den Kleidern der Kirchenbesucher duften kann. Dieses fällt sogar nach Zeremonien wie den Weihnachtsfestlichkeiten oder der Osternacht zum Beispiel besonders präsent auf. Komischerweise beschwert sich niemand über diese psychoaktive Droge.
Ergänzungen:
„Vom Geruch einer Cannabispflanze wird man genauso wenig high, wie man vom Geruch eines Nudelauflaufes satt wird.“ [3].
Ist das nicht traurig, dass die Gesellschaft so indoktriniert ist, den Geruch von Cannabis als negativ zu empfinden, sich aber kaum jemand über nach Benzin und Diesel stinkende Städte aufregt, oder den Feinstaub auf jeder viel befahrenen Straße? [3].

Es ist nicht immer Cannabis, der hier so riecht:

Neben Cannabis verströmen auch andere Pflanzen ähnliche Gerüche, dafür sind Terpene verantwortlich:
  1. Humulen: Ist sowohl in Cannabis als auch in Hopfen vertreten, aber auch für Kiefern und Salbei wird es beschrieben.
  2. Caryophyllen: Kommt neben Cannabis auch in Hopfen, Rosmarin, Basilikum, Oregano, Pfeffer und vielen anderen Pflanzen vor.
  3. Limonen: ist bei Zitrusfrüchten das relevanteste Terpen, ist beispielsweise auch in Nadelbäumen wie Kiefern sowie Fichten vertreten, kommt in anderen Formen auch in Kümmel und Dill teilweise vor und kann bei einigen Cannabissorten auch enthalten sein.
  4. Linalool: neben Koriander, Lavendel, Lorbeer, Beifuß, in einigen Hopfen und Basilikum Sorten als auch in Cannabis vorkommend.
  5. Pinene: Sind das in der Natur am häufigsten vorkommende Terpen und ist in vielen Nadelbäumen und zahlreichen anderen Pflanzen neben Cannabis vertreten, so zum Beispiel auch in Salbei und auch teilweise in Eukalyptus.
  6. Myrcen: Ist in einigen Thymian Sorten, Lorbeerbaum Arten, aber auch in Hopfen, Zitronengras, Mango, Kardamom und Cannabis vorkommend. 
  7. Nerolidol: Kommt in Lavendel, Teebaum, Ingwer, Jasmin, Zitronengras und auch in Cannabis vor.
Nebenbei gesagt, entstammt Cannabis sogar derselben Pflanzenfamilie (Cannabaceae) wie Hopfen. Man könnte also in manchen Fällen sogar sagen, dass Bier (Hopfen) genauso stinkt wie Cannabis!

🇬🇧 „Cannabis stinks and is an odor nuisance.“

Prohibition stinks more! - The smell of cannabis doesn't make anyone 'high' and the smell can be smelled in every major city! [1].
If you are exposed to cannabis smoke in a (small) closed room, you can absorb active substances or harmful substances (see HotBoxing). If you smell cannabis outside, it's just highly diluted terpenes and therefore harmless. [2].

Some people keep plants like lavender, which has psychoactive properties in addition to intoxicating scents, or other strong-smelling plants in their rooms. Should this be banned? There are a number of plants that even have terpenes that are very similar to cannabis, or that give off comparable fragrances (e.g.: rose woodruff).
There are always people who smell like deodorant or perfume. Some even consciously use their scents in public spaces, environments and means of transport (bus, train, tram), provided they are perceived more clearly, in order to draw attention to themselves.
And what about the people who, in public, for example at the train-station, stuff themselves with fast-food, pizza or other somewhat stronger-smelling foods or consume drinks such as coffee, which also gives off odor-notes?
It is also true that Christian incense can smell from the clothes of churchgoers for days. This is particularly noticeable after ceremonies such as the Christmas festivities or the Easter Vigil, for example. Strangely enough, no one complains about this psychoactive drug.
Additions:
“The smell of a cannabis plant doesn't get you high, any more than the smell of a pasta casserole gets you full.” [3].
Isn’t it sad that while society is so indoctrinated to view the smell of cannabis as negative, hardly anyone gets upset about cities that stink of gasoline and diesel, or the fine dust on every busy street? [3].
It's not always cannabis that smells like this:
In addition to cannabis, other plants also give off similar smells; terpenes are responsible for this:
  1. Humulene: Is present in both cannabis and hops, but it is also described for pine and sage.
  2. Caryophyllene: In addition to cannabis, it is also found in hops, rosemary, basil, oregano, pepper and many other plants.
  3. Limonene: is the most relevant terpene in citrus fruits, is also present in conifers such as pines and spruces, is also partially present in other forms in caraway and dill and can also be present in some cannabis varieties. 
  4. Linalool: found alongside coriander, lavender, laurel, mugwort, in some hops and basil varieties as well as in cannabis.
  5. Pinene: These are the most common terpenes in nature and are present in many conifers and numerous other plants in addition to cannabis, for example in sage and also partly in eucalyptus.
  6. Myrcene: Is found in some varieties of thyme, bay tree species, but also in hops, lemongrass, mango, cardamom and cannabis.
  7. Nerolidol: Found in lavender, tea tree, ginger, jasmine, lemongrass and also in cannabis.
By the way, cannabis even comes from the same plant family (Cannabaceae) as hops. So in some cases you could even say that beer (hops) stinks just like cannabis!
Verweise:
  1. "Prohibition stinkt mehr", https://twitter.com/docsteinmetz/status/1420034576093679619 (27.07.2021); "Der Geruch macht niemanden high", https://twitter.com/docsteinmetz/status/1516669775245623297 (20.04.2022).
  2. "Passiv Kiffen:", https://twitter.com/docsteinmetz/status/1134899375979814913 (01.06.2019).
  3. "Vom Geruch einer Cannabispflanze wird man genauso wenig high, ...”, https://twitter.com/QuattroWumms/status/1690347683309817856 (12.08.2023); “Ist das nicht traurig, dass die Gesellschaft so indoktriniert ist, ...”, https://twitter.com/QuattroWumms/status/1693179509875335227 (20.08.2023).
Weitere:
Erstellt am: 01.05.2023,
Bearbeitet: 24.07.2026.

Schlagworte: übler, schlechter strenger Geruch; üble, schlechte strenge Gerüche; Geruchsbildung, Geruchsbelästigung, Riecht, Riechen, Duft, Düfte, Duften, Duftwolke, Duftwolken, Duftstoff, Duftstoffe, Aroma, Aromen; Ausdünsten, Ausdünstung, Ausdünstungen, Gestank, Stinken, Stinkbombe, Mief, Miefen, Müffeln; Pflanze, Pflanzen, Natur, Botanik; Passiv/Passive Inhalation, Passiver Konsum, Beeinflussung; Olfaktorische Wahrnehmung, Olfaktorischer Sinn, Riechwahrnehmung, Geruchssinn; Drogen, Substanzen.

Mythos #KMV: "Steigerung"

🇩🇪 Version inspiriert durch: „Kirsten Müller-Vahl“:

„Der Cannabis Konsum wird sich nach einer Legalisierung steigern.“
Frage: „Werden die Zahlen steigen, bei einer Legalisierung?“ (Abhängigkeitsrisiko).

Antwort von: Kirsten Müller-Vahl:
Das Abhängigkeitsrisiko ändert sich nicht durch die Legalisierung!
Es wird vielleicht Schwankungen geben, weil einige werden es mal probieren, weil es dann legal ist und vorher gesagt haben: “illegales mache ich grundsätzlich nicht”.
Aber es gibt dann andere Gruppen, die Leute sagen dann: “jetzt finde ich das nicht mehr spannend, meine Oma nimmt das auch ein”, oder: “Jetzt ist es nicht mehr verboten, jetzt ist so ein bisschen der Reiz des heimlichen irgendwie weg”.
Anmerkungen:
Leute, die sich vorher versteckt haben, werden sich dann wesentlich mehr trauen, sich zu zeigen. Es werden dadurch jedenfalls nicht wirklich viel mehr „Neue“ Konsumenten, sondern „Alte“ vermehrt sichtbarer!
🇬🇧 Version inspired by: „Kirsten Müller-Vahl“:

Cannabis consumption will increase after legalization.“
Question: „Will the numbers increase if legalized?“ (risk of dependency).

Answer from: Kirsten Müller-Vahl:
The dependency risk does not change through legalization!
There may be fluctuations, some will try it because it will then be legal and have said beforehand: "I don't do anything illegal as a matter of principle".
But then there are other groups, people then say: "Now I don't find it exciting any more, my grandmother takes it too", or: "Now it's no longer forbidden, the attraction of the secretive is somehow gone now".
Added Notes:
People who have been hiding before will then dare to show themselves much more. In any case, this does not really mean that there are many more “new” consumers, but “old” ones are becoming increasingly visible!
Verweise:
Erstellt am: 12.08.2022,
Bearbeitet: 07.07.2023.
   
Schlagworte:  Zahl / Zahlen der Konsumenten stark ansteigen / zunehmen / anwachsen / in die Höhe klettern / steigt an; viel mehr abhängige, süchtige Konsumenten; Anzahl erhöhen sich / Erhöhungen der Anzahlen / erhöht sich; Steigerung, Steigerungen; Verhaltensmuster, Verhaltensweisen; Drogen, Substanzen; Substanzgebrauchsstörung.

Mythos #RG-5: “Vielfalt”

🇩🇪 Version »Neufassung« – Inspiriert durch: „Dr. Raphael Gaßmann“:

„Das Volk benötigt keine weitere Droge neben Tabak und Alkohol.“

Diese Vorstellung ist nichts weiter als ein Beweis für eine unverhältnismäßige Realitätsverweigerung.

Cannabis-Konsum hat sich schon lange überall auf der Welt bewährt. Neben Alkohol, Tabak und Koffein-Getränken, ist Cannabis eine der begehrtesten psychoaktiven Substanzen, dass sich daran etwas ändern wird, ist derzeit eher unwahrscheinlich. Erst recht nicht durch Verbote und den damit einhergehenden Krieg gegen Konsumenten.

Erweitert:

Vielfalt kann eine deutliche Bereicherung vermögen. Weshalb sollen also nicht auch andere Drogen eine solche Bereicherung sein, denn nicht jeder möchte Tabak und/oder Alkohol konsumieren.

🇬🇧 Version aus der 🇩🇪 »Neufassung«:

The people don't need any other drugs besides tobacco and alcohol.“

This notion is nothing more than evidence of a disproportionate denial of reality.

Cannabis use has long been proven all over the world. Alongside alcohol, tobacco and caffeine drinks, cannabis is one of the most sought-after psychoactive substances, and it is currently unlikely that this will change. Especially not through bans and the associated war against consumers.

Advanced:

Diversity can be a significant enrichment. So why shouldn't other drugs also be such an enrichment, because not everyone wants to consume tobacco and/or alcohol.

Verweise:

Erstellt am: 26.07.2022,
Bearbeitet: 05.10.2022.

SchlagworteNebelkerze (Scheinargument)Bedarf, Notwendigkeit; Dritte Droge; Zigaretten, Hanf, Bier, Wein, Kaffee, schwarzer Tee, Cola; Abwechslung, Diversität, Vielfältigkeit; Gesellschaft; Gleichberechtigung, Gleichheit, Chancengleichheit, Menschenrechte; Respekt, Respektierung; Gebrauch, Konsum; Substanzen.

Mythos #73: “Spritzentausch”

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung« (Erweitert):

„Nadelaustausch fördert das Injizieren von Drogen.“

Trotz fehlender Beweise dafür, dass Nadelaustauschprogramme (NEP’s) zu einem Anstieg des Drogen-Konsums mit Injektion führen, gibt es immer noch Bedenken hinsichtlich der Förderung eines erhöhten Injektion-Verhaltens mit NEP’s. Studien-Ergebnisse unterstützen nicht die Hypothese, dass NEP’s einen Anstieg des intravenösen Drogen-Konsums verursachen. [1].

Anmerkungen:

Weder beaufsichtigte Injektionsstellen, Drogenkonsum-Räume mit optionaler Beratung, noch Nadeltausch oder Drogen-Prüfung (Drug-Checking) fördern den Konsum von Drogen. [2].

Regelmäßiger Wechsel von Nadel- und Spritzen-Besteck, hilft Schäden durch „verunreinigte“ Instrumente zu verringern. Es kann auch hilfreich sein, bei jedem Eingriff niedrige Dosierungen zu injizieren und das Risiko einer „Überdosierung“ zu minimieren.

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“Needle exchanges encourage drug injecting.”

There is no evidence to support this – see evidence from a randomised controlled trial: [1].

Added Notes:

Neither supervised injection-sites, drug-use-rooms with optional counselling, needle exchange, or drug-checking promote drug use. [2].

Fregularly changing needle and syringe-sets helps reduce damage from ‘contaminated’ instruments. It can also be helpful to inject low dosages for each procedure and minimize the risk of 'overdosing'.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

{None Twitter-Tweet}.

Verweise:

  1. Journal: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12794555 (”Needle exchange and injection drug use frequency”; 2003-06-01).
  2. Profil: Dr. Fabian Pitter Steinmetz [Ab: 11.12.2020] (ehem.: “Dr. Pierre Tailleur” bis 11.12.2020). * Faden: “Please read all my comments ...” [20.01.2020,Twiter]. * “Man kann viel machen ...” [30.08.2019,Twitter].

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 28.04.2022.

Schlagworte: Einen Druck setzen; Drücken; Spritzen, Spritze; Injektionen; Injektionsspritzen, Pumpen; Nadelbörsen, Nadelaustausch, Nadelaustauschbörse, Nadeltauschbörsen; Opium, Opiate, Opioide; Heroin (Diamorphin, Diacetylmorphin), Morphin, Schlafmohn, Mohn; Gebrauch, Konsum, Substanzen.

Mythos #72: “Berührung”

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

„Jeder Körperkontakt mit Fentanyl stellt eine ernsthafte Überdosierung dar.“

Insbesondere die Polizei hat außerordentliche Anstrengungen unternommen, um den Kontakt mit Fentanyl zu vermeiden, aber der Kontakt mit der Droge (dem Medikament) stellt keinerlei ernsthafte Gefahr dar – das Medikament muss eingenommen werden, um ein Risiko darzustellen.

Noch nie hat sich jemand durch Körperkontakt mit Fentanyl überdosiert – trotz der Medienberichte.

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

„Jeder physische Kontakt mit Fentanyl bedeutet eine Überdosierung.“

Insbesondere die Polizeibehörden haben sich stark bemüht, den Kontakt mit Fentanyl zu unterbinden, aber physischer Kontakt stellt keinerlei ernsthafte Gefahr dar – die Droge muss eingenommen werden, um ein Risiko darzustellen.

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“Any physical contact with fentanyl poses a serious of overdose.”

Police departments, in particular, have gone to extraordinary lengths to avoid contact with fentanyl, but contact with the drug poses no serious risk whatsoever – the drug has to be ingested to pose a risk.

No one has ever overdosed as a result of physical contact with fentanyl – despite the media stories.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

“Any physical contact with fentanyl risks overdose."

Police departments, in particular, have gone to extraordinary lengths to avoid contact with fentanyl, but physical contact poses no serious risk whatsoever – the drug has to be ingested to pose a risk. [13.11.2021,Twitter].

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 22.04.2022.

Schlagworte: Fentanyl-Pflaster; Pflaster; Opium, Opioide, Opiate, Schlafmohn, Mohn; Schmerzmittel, Analgetikum; Substanzen.

Mythos #68: “Hygiene”

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

„Das Injizieren von Drogen verursacht Geschwüre, Sepsis, Endokarditis, Hepatitis und HIV.“

Unwahr – das Injizieren von Drogen (Medikamenten) unter unsterilen Bedingungen und das Teilen von Geräten wie Spritzen mit infizierten anderen verursacht diese Probleme – nicht das Injizieren an sich. Dieses Risiko wird durch die Prohibition und der Drogenpolitik wahrscheinlicher, da diese den Zugang zu sauberen Nadeln und Geräten stigmatisiert und erschwert.

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

1. „Das Injizieren von Drogen verursacht Geschwüre, Hepatitis und HIV.“

Falsch, es ist das Injizieren von Drogen unter unhygienischen Kriterien und das Teilen von Instrumenten (Spritzen) mit infizierten anderen, das diese Probleme verursacht – nicht das Injizieren an sich. Dieses Risiko wird durch die Drogen-Verbotspolitik höher.

2. „Illegal hergestelltes Desomorphin (halb-synthetisches Opioid) frisst Fleisch.“

Es gibt keine Droge, die plötzlich anfängt, unser Fleisch zu fressen. Das passiert mit jedem Fleisch, wenn man Schadstoffe in unhygienische Umgebungen injiziert – man bekommt Geschwüre, Wundbrand, Blutvergiftung.

Sagen wir die Wahrheit, es ist das Verbot, das dies bewirkt – nicht Drogen.

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“Injecting drugs causes ulcers, sepsis, endocarditis, Hepatitis & HIV.”

Untrue, it is injecting drugs under unsterile conditions and sharing equipment with infected others that causes these issues – not injecting per se. This risk is made more likely by Prohibitionist drug policies that stigmatize and make access to clean needles and equipment more difficult.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

1. “Injecting drugs causes ulcers, hepatitis & HIV.”

Untrue, it is injecting drugs under unsterile conditions and sharing equipment with infected others that causes these issues – not injecting per se. This risk is made more likely by Prohibitionist drug policies. [13.11.2021,Twitter].

2. “Illicitly produced desomorphine (semi-synthetic opioid) eats flesh.“

There is no drug that might suddenly start eating our flesh. It's what happens to any flesh when you inject contaminants in unhygienic environments - you get ulcers, gangrene, septicemia. [13.03.2022,Twitter].

Let's tell the truth it's prohibition that's doing this - not drugs. [13.03.2022,Twitter].

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 19.04.2022.

Schlagworte: Einen Druck setzen; Drücken; Spritzen, Spritze; Injektionen; Injektionsspritzen, Pumpen; Sauberkeit, Reinheit; Opium, Opiate, Opioide, Schlafmohn, Mohn; Heroin (Diamorphin, Diacetylmorphin), Morphin; Krokodil (Desomorphin); Gebrauch, Konsum, Substanzen.

Mythos #58: “Nötigung“

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung« (Erweitert):

„Die Leute kaufen Alkohol, Koffein und Tabak, aber illegale Drogen werden den Menschen aufgedrängt.“

Diese Vorstellung ist zutiefst fehlerhaft.

Die meisten Menschen sind durch Freundschaftsnetzwerke illegalen Drogen ausgesetzt, während legale Drogen wie Alkohol tatsächlich über Werbung und Sponsoring auf die Menschen gedrängt werden. Des Weiteren werden sie durch starke kulturelle Normen weiter unter Druck gesetzt, Alkohol zu konsumieren, um zu „feiern“, „Spaß zu haben“ und „dazu zu gehören“.

Es ist also eher wahrscheinlich, dass Menschen zu legalen Drogen „gedrängt“ werden.

Anmerkungen:

Die Normvorgaben und die Zwänge des gesellschaftlichen Lebens machen Alkohol, Zigaretten (Tabak) und Kaffee oftmals zu einer Einstiegsdroge. Es passiert sehr oft im Leben, dass Gäste sich genötigt fühlen, auf benannte Dinge in sozialen Kontext „einzusteigen“. Auch gängige Reklame stiftet Menschen häufig dazu an.

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

„Die Leute entscheiden sich dafür, Alkohol zu kaufen, aber illegale Drogen werden umworben.“

Die überwiegenden Menschen sind illegalen Drogen über Freundschaftsnetzwerke überlassen, während Alkohol den Menschen über Reklame, Sponsoring und große kulturelle Vorgaben aufgedrängt wird, um zu „feiern“, „Freude zu haben“ und „mitzumachen“.

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“People choose to buy alcohol, caffeine and tobacco, but illegal drugs are pushed on people.”

This notion is deeply flawed.

Most people are exposed to illicit drugs through friendship networks, whereas, legal drugs such as alcohol are actually pushed on people via advertising and sponsorship, and they are further pressured to use alcohol by powerful cultural norms to “celebrate”, “have fun” and “join in”.

So, if anything people are more likely to be “pushed” into legal drugs.

Added notes:

The standard specifications and the constraints of social life make alcohol, cigarettes (tobacco) and coffee often to a "gateway drug". It happens very much in life that guests feel compelled to "go into" named things in a social context. Even common commercials frequently encourages people to do so.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

“People choose to buy alcohol, but illegal drugs are pushed.”

Most people are exposed to illicit drugs through friendship networks, whereas, alcohol is pushed on people via advertising, sponsorship and powerful cultural norms to “celebrate”, “have fun” and “join in”. [12.11.2021,Twitter].

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 21.05.2022.

Schlagworte: Norm, Normen; Gesellschaftlicher, sozialer Drang; Aufdrängen, Drängen; Verhalten, Verhaltensmuster, Verhaltensweisen; Einstiegsdroge, Einstiegsdrogen, Hypothese, These, Theorie; Substanzen.

Mythos #30: “Vernichtung”

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

„Wenn wir uns genug anstrengen, können wir Drogen ausrotten.“

Ein Trugschluss. Über vierzig Jahre extrem hartes Verbot, mit großem Zeit- und Kostenaufwand für Polizei, bewaffnete Truppen und Zoll blieben ohne Auswirkungen auf Angebot, Preis und Verwendung. Sie können nicht einmal Drogen aus Hochsicherheitsgefängnissen heraushalten.

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

„Wenn wir uns nur genug bemühen, können wir Drogen vernichten.“

Ein Irrglaube. 40 Jahre extrem harte Prohibition, die viel Zeit und Ausgaben für Polizei, Militär und Zoll mit sich brachten, hatten keinen Einfluss auf Angebot, Preise oder Nutzung. Sie können Drogen nicht einmal aus Hochsicherheits-Gefängnissen fernhalten.

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“If we try hard enough we can eradicate drugs.”

A fallacy. Forty years of extremely tough prohibition involving masses of time and money for police, armed forces and customs has had no impact upon supply, price, or use. They can’t even keep drugs out of high-security prisons.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

“If we try hard enough we can eradicate drugs.”

A fallacy. 40yrs of extremely tough prohibition involving masses of time and money for police, armed forces and customs has had no impact upon supply, price, or use. They can’t even keep drugs out of high-security prisons. [06.11.2021,Twitter].

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 31.03.2022.

Schlagworte: Drogenfreie Welt; Welt von Drogen befreien; Drug-free World; Polizei, Polizisten, Exekutive, Ordnungshüter; Substanzen.

Mythos #10: “Verteilung”

🇩🇪 Version von “Yo24hua / B. Gegenhuber” (Erweitert):

„Sucht ist gleich verteilt in der Gesellschaft.“ (Drogenkonsum ist gleich Drogensucht).

Substanz-Konsum ist in der Gesellschaft gleich verteilt, chronische Sucht, Abhängigkeit, bzw. „Substanzgebrauchsstörungen“ (SUD) jedoch nicht immer.

Obwohl jeder betroffen sein kann, betrifft chronisch „problematischer Drogenkonsum“ (PDU) tendenziell überproportional diejenigen, die mit niedrigen sozioökonomischer Status (z.B.: minderer Bildung und geringes Einkommen) benachteiligt sind. Psychisch belastete Personen (z.B.: Opfer von traumatischer Misshandlung) können davon betroffen sein. Viele bestehende Risikofaktoren, so auch einhergehender Stress durch Leistungsdruck während der Lern-, Bildungsphase und beruflicher Arbeit etc., können bei psychisch vulnerabel (verletzlich), sensiblen bzw. empfindlich veranlagten Personen Einfluss darauf nehmen. Sowie diejenigen, die schon vor dem problematischen Drogenkonsum erhebliche Schwierigkeiten in ihren Leben hatten, neigen eher dazu „Störungen im Substanz-Gebrauch“ (SUD) zu entwickeln.

Diesen Menschen fehlen oftmals die Ressourcen, Möglichkeiten und Unterstützung, um sich von ihren Problemen zu erholen sowie Ausgleich zu finden, was zu einer chronischen Sucht, bzw. Entwicklung einer Abhängigkeitserkrankung führen kann.

Anmerkungen:

Niemand sollte für dessen Konsumverhalten stigmatisiert (gebrandmarkt) werden, den jeder Mensch hat ein Recht darauf, gleichwertig behandelt zu werden. Man soll Substanzgebrauchsstörungen (SUD) auch als „Gleichberechtigung“ verstehen, die jeder haben darf. Dies ist das Prinzip der „Chancengleichheit“ in der Gesellschaft.

🇩🇪 Version von “Yo24hua” aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

„Sucht ist in der Gesellschaft gleich verteilt. (Drogenkonsum ist gleichbedeutend mit Drogensucht).

Drogenkonsum ist in der Gesellschaft gleich verteilt, chronische Sucht jedoch nicht. Obwohl jeder betroffen sein kann, betrifft chronischer „problematischer Drogenkonsum“ (PDU) vergleichsweise überproportional Menschen mit Ungleichbehandlung und sonstigen Barrieren im Leben, die schon vor dem riskanten Drogenkonsum erhebliche Sorgen und Nöte hatten.

Diesen Menschen fehlen die Ressourcen, Möglichkeiten und Unterstützung, um sich zu regenerieren, was zu einer dauerhaften Sucht führt.

🇩🇪 Version von “Dr. F. P. Steinmetz” aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

„Sucht ist in der Gesellschaft gleich verteilt.“ (Drogenkonsum ist mit Drogensucht identisch).

Drogenkonsum ist in der Gesellschaft gleich verteilt, Abhängigkeiten (Substanzgebrauchsstörungen) nicht. Letztere treffen statistisch eher Menschen mit Traumata und anderweitigen Schwierigkeiten. [18.11.2021,Twitter].

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“Addiction is an equal opportunity employer.” (Drug use equals drug addiction).

Drug use is an equal opportunity employer, but chronic addiction isn’t. While anyone can be affected, chronic “problematic drug use” (PDU) tends to disproportionately affect those with disadvantaged and damaged lives that had significant difficulties before PDU and these people lack the resources, opportunities and support to recover, resulting in chronic addiction.

Added Notes:

Nobody should be stigmatized (branded) for their consumption behavior, because everyone has the right to be treated equally. Substance use disorders (SUD) should also be understood as "equal rights" that everyone is allowed to have. This is the principle of "equal opportunity" in society.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

“Addiction is an equal opportunity employer.” (Drug-use is synonymous with drug-addiction).

Drug use is an equal opportunity employer, but chronic addiction isn’t. Chronic problematic drug use disproportionately affects people who had difficult, disadvantaged and damaged lives before using drugs. [03.11.2021,Twitter].

Verweise:

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 11.06.2024.

Persönliche Bemerkung: Die englische Satzbildung mit „equal opportunity” und „employer” ist ein recht markanter »Slang«. Hierfür sind gute Kenntnisse und kreative Übersetzung nötig.

Schlagworte: Sucht, Süchtig, Süchtige, Süchtigen; Substanzgebrauchsstörung (SUD), Substanzgebrauchsstörungen; Menschenrechte; Chancengleichheit, Gleichberechtigung, Gleichheit; Psychologie, Psyche, Stress-Psychose; Substanzen.