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Mythos #73: “Spritzentausch”

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung« (Erweitert):

„Nadelaustausch fördert das Injizieren von Drogen.“

Trotz fehlender Beweise dafür, dass Nadelaustauschprogramme (NEP’s) zu einem Anstieg des Drogen-Konsums mit Injektion führen, gibt es immer noch Bedenken hinsichtlich der Förderung eines erhöhten Injektion-Verhaltens mit NEP’s. Studien-Ergebnisse unterstützen nicht die Hypothese, dass NEP’s einen Anstieg des intravenösen Drogen-Konsums verursachen. [1].

Anmerkungen:

Weder beaufsichtigte Injektionsstellen, Drogenkonsum-Räume mit optionaler Beratung, noch Nadeltausch oder Drogen-Prüfung (Drug-Checking) fördern den Konsum von Drogen. [2].

Regelmäßiger Wechsel von Nadel- und Spritzen-Besteck, hilft Schäden durch „verunreinigte“ Instrumente zu verringern. Es kann auch hilfreich sein, bei jedem Eingriff niedrige Dosierungen zu injizieren und das Risiko einer „Überdosierung“ zu minimieren.

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“Needle exchanges encourage drug injecting.”

There is no evidence to support this – see evidence from a randomised controlled trial: [1].

Added Notes:

Neither supervised injection-sites, drug-use-rooms with optional counselling, needle exchange, or drug-checking promote drug use. [2].

Fregularly changing needle and syringe-sets helps reduce damage from ‘contaminated’ instruments. It can also be helpful to inject low dosages for each procedure and minimize the risk of 'overdosing'.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

{None Twitter-Tweet}.

Verweise:

  1. Journal: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12794555 (”Needle exchange and injection drug use frequency”; 2003-06-01).
  2. Profil: Dr. Fabian Pitter Steinmetz [Ab: 11.12.2020] (ehem.: “Dr. Pierre Tailleur” bis 11.12.2020). * Faden: “Please read all my comments ...” [20.01.2020,Twiter]. * “Man kann viel machen ...” [30.08.2019,Twitter].

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 28.04.2022.

Schlagworte: Einen Druck setzen; Drücken; Spritzen, Spritze; Injektionen; Injektionsspritzen, Pumpen; Nadelbörsen, Nadelaustausch, Nadelaustauschbörse, Nadeltauschbörsen; Opium, Opiate, Opioide; Heroin (Diamorphin, Diacetylmorphin), Morphin, Schlafmohn, Mohn; Gebrauch, Konsum, Substanzen.

Mythos #72: “Berührung”

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

„Jeder Körperkontakt mit Fentanyl stellt eine ernsthafte Überdosierung dar.“

Insbesondere die Polizei hat außerordentliche Anstrengungen unternommen, um den Kontakt mit Fentanyl zu vermeiden, aber der Kontakt mit der Droge (dem Medikament) stellt keinerlei ernsthafte Gefahr dar – das Medikament muss eingenommen werden, um ein Risiko darzustellen.

Noch nie hat sich jemand durch Körperkontakt mit Fentanyl überdosiert – trotz der Medienberichte.

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

„Jeder physische Kontakt mit Fentanyl bedeutet eine Überdosierung.“

Insbesondere die Polizeibehörden haben sich stark bemüht, den Kontakt mit Fentanyl zu unterbinden, aber physischer Kontakt stellt keinerlei ernsthafte Gefahr dar – die Droge muss eingenommen werden, um ein Risiko darzustellen.

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“Any physical contact with fentanyl poses a serious of overdose.”

Police departments, in particular, have gone to extraordinary lengths to avoid contact with fentanyl, but contact with the drug poses no serious risk whatsoever – the drug has to be ingested to pose a risk.

No one has ever overdosed as a result of physical contact with fentanyl – despite the media stories.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

“Any physical contact with fentanyl risks overdose."

Police departments, in particular, have gone to extraordinary lengths to avoid contact with fentanyl, but physical contact poses no serious risk whatsoever – the drug has to be ingested to pose a risk. [13.11.2021,Twitter].

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 22.04.2022.

Schlagworte: Fentanyl-Pflaster; Pflaster; Opium, Opioide, Opiate, Schlafmohn, Mohn; Schmerzmittel, Analgetikum; Substanzen.

Mythos #68: “Hygiene”

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

„Das Injizieren von Drogen verursacht Geschwüre, Sepsis, Endokarditis, Hepatitis und HIV.“

Unwahr – das Injizieren von Drogen (Medikamenten) unter unsterilen Bedingungen und das Teilen von Geräten wie Spritzen mit infizierten anderen verursacht diese Probleme – nicht das Injizieren an sich. Dieses Risiko wird durch die Prohibition und der Drogenpolitik wahrscheinlicher, da diese den Zugang zu sauberen Nadeln und Geräten stigmatisiert und erschwert.

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

1. „Das Injizieren von Drogen verursacht Geschwüre, Hepatitis und HIV.“

Falsch, es ist das Injizieren von Drogen unter unhygienischen Kriterien und das Teilen von Instrumenten (Spritzen) mit infizierten anderen, das diese Probleme verursacht – nicht das Injizieren an sich. Dieses Risiko wird durch die Drogen-Verbotspolitik höher.

2. „Illegal hergestelltes Desomorphin (halb-synthetisches Opioid) frisst Fleisch.“

Es gibt keine Droge, die plötzlich anfängt, unser Fleisch zu fressen. Das passiert mit jedem Fleisch, wenn man Schadstoffe in unhygienische Umgebungen injiziert – man bekommt Geschwüre, Wundbrand, Blutvergiftung.

Sagen wir die Wahrheit, es ist das Verbot, das dies bewirkt – nicht Drogen.

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“Injecting drugs causes ulcers, sepsis, endocarditis, Hepatitis & HIV.”

Untrue, it is injecting drugs under unsterile conditions and sharing equipment with infected others that causes these issues – not injecting per se. This risk is made more likely by Prohibitionist drug policies that stigmatize and make access to clean needles and equipment more difficult.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

1. “Injecting drugs causes ulcers, hepatitis & HIV.”

Untrue, it is injecting drugs under unsterile conditions and sharing equipment with infected others that causes these issues – not injecting per se. This risk is made more likely by Prohibitionist drug policies. [13.11.2021,Twitter].

2. “Illicitly produced desomorphine (semi-synthetic opioid) eats flesh.“

There is no drug that might suddenly start eating our flesh. It's what happens to any flesh when you inject contaminants in unhygienic environments - you get ulcers, gangrene, septicemia. [13.03.2022,Twitter].

Let's tell the truth it's prohibition that's doing this - not drugs. [13.03.2022,Twitter].

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 19.04.2022.

Schlagworte: Einen Druck setzen; Drücken; Spritzen, Spritze; Injektionen; Injektionsspritzen, Pumpen; Sauberkeit, Reinheit; Opium, Opiate, Opioide, Schlafmohn, Mohn; Heroin (Diamorphin, Diacetylmorphin), Morphin; Krokodil (Desomorphin); Gebrauch, Konsum, Substanzen.

Mythos #58: “Nötigung“

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung« (Erweitert):

„Die Leute kaufen Alkohol, Koffein und Tabak, aber illegale Drogen werden den Menschen aufgedrängt.“

Diese Vorstellung ist zutiefst fehlerhaft.

Die meisten Menschen sind durch Freundschaftsnetzwerke illegalen Drogen ausgesetzt, während legale Drogen wie Alkohol tatsächlich über Werbung und Sponsoring auf die Menschen gedrängt werden. Des Weiteren werden sie durch starke kulturelle Normen weiter unter Druck gesetzt, Alkohol zu konsumieren, um zu „feiern“, „Spaß zu haben“ und „dazu zu gehören“.

Es ist also eher wahrscheinlich, dass Menschen zu legalen Drogen „gedrängt“ werden.

Anmerkungen:

Die Normvorgaben und die Zwänge des gesellschaftlichen Lebens machen Alkohol, Zigaretten (Tabak) und Kaffee oftmals zu einer Einstiegsdroge. Es passiert sehr oft im Leben, dass Gäste sich genötigt fühlen, auf benannte Dinge in sozialen Kontext „einzusteigen“. Auch gängige Reklame stiftet Menschen häufig dazu an.

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

„Die Leute entscheiden sich dafür, Alkohol zu kaufen, aber illegale Drogen werden umworben.“

Die überwiegenden Menschen sind illegalen Drogen über Freundschaftsnetzwerke überlassen, während Alkohol den Menschen über Reklame, Sponsoring und große kulturelle Vorgaben aufgedrängt wird, um zu „feiern“, „Freude zu haben“ und „mitzumachen“.

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“People choose to buy alcohol, caffeine and tobacco, but illegal drugs are pushed on people.”

This notion is deeply flawed.

Most people are exposed to illicit drugs through friendship networks, whereas, legal drugs such as alcohol are actually pushed on people via advertising and sponsorship, and they are further pressured to use alcohol by powerful cultural norms to “celebrate”, “have fun” and “join in”.

So, if anything people are more likely to be “pushed” into legal drugs.

Added notes:

The standard specifications and the constraints of social life make alcohol, cigarettes (tobacco) and coffee often to a "gateway drug". It happens very much in life that guests feel compelled to "go into" named things in a social context. Even common commercials frequently encourages people to do so.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

“People choose to buy alcohol, but illegal drugs are pushed.”

Most people are exposed to illicit drugs through friendship networks, whereas, alcohol is pushed on people via advertising, sponsorship and powerful cultural norms to “celebrate”, “have fun” and “join in”. [12.11.2021,Twitter].

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 21.05.2022.

Schlagworte: Norm, Normen; Gesellschaftlicher, sozialer Drang; Aufdrängen, Drängen; Verhalten, Verhaltensmuster, Verhaltensweisen; Einstiegsdroge, Einstiegsdrogen, Hypothese, These, Theorie; Substanzen.

Mythos #10: “Verteilung”

🇩🇪 Version von “Yo24hua / B. Gegenhuber” (Erweitert):

„Sucht ist gleich verteilt in der Gesellschaft.“ (Drogenkonsum ist gleich Drogensucht).

Substanz-Konsum ist in der Gesellschaft gleich verteilt, chronische Sucht, Abhängigkeit, bzw. „Substanzgebrauchsstörungen“ (SUD) jedoch nicht immer.

Obwohl jeder betroffen sein kann, betrifft chronisch „problematischer Drogenkonsum“ (PDU) tendenziell überproportional diejenigen, die mit niedrigen sozioökonomischer Status (z.B.: minderer Bildung und geringes Einkommen) benachteiligt sind. Psychisch belastete Personen (z.B.: Opfer von traumatischer Misshandlung) können davon betroffen sein. Viele bestehende Risikofaktoren, so auch einhergehender Stress durch Leistungsdruck während der Lern-, Bildungsphase und beruflicher Arbeit etc., können bei psychisch vulnerabel (verletzlich), sensiblen bzw. empfindlich veranlagten Personen Einfluss darauf nehmen. Sowie diejenigen, die schon vor dem problematischen Drogenkonsum erhebliche Schwierigkeiten in ihren Leben hatten, neigen eher dazu „Störungen im Substanz-Gebrauch“ (SUD) zu entwickeln.

Diesen Menschen fehlen oftmals die Ressourcen, Möglichkeiten und Unterstützung, um sich von ihren Problemen zu erholen sowie Ausgleich zu finden, was zu einer chronischen Sucht, bzw. Entwicklung einer Abhängigkeitserkrankung führen kann.

Anmerkungen:

Niemand sollte für dessen Konsumverhalten stigmatisiert (gebrandmarkt) werden, den jeder Mensch hat ein Recht darauf, gleichwertig behandelt zu werden. Man soll Substanzgebrauchsstörungen (SUD) auch als „Gleichberechtigung“ verstehen, die jeder haben darf. Dies ist das Prinzip der „Chancengleichheit“ in der Gesellschaft.

🇩🇪 Version von “Yo24hua” aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

„Sucht ist in der Gesellschaft gleich verteilt. (Drogenkonsum ist gleichbedeutend mit Drogensucht).

Drogenkonsum ist in der Gesellschaft gleich verteilt, chronische Sucht jedoch nicht. Obwohl jeder betroffen sein kann, betrifft chronischer „problematischer Drogenkonsum“ (PDU) vergleichsweise überproportional Menschen mit Ungleichbehandlung und sonstigen Barrieren im Leben, die schon vor dem riskanten Drogenkonsum erhebliche Sorgen und Nöte hatten.

Diesen Menschen fehlen die Ressourcen, Möglichkeiten und Unterstützung, um sich zu regenerieren, was zu einer dauerhaften Sucht führt.

🇩🇪 Version von “Dr. F. P. Steinmetz” aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

„Sucht ist in der Gesellschaft gleich verteilt.“ (Drogenkonsum ist mit Drogensucht identisch).

Drogenkonsum ist in der Gesellschaft gleich verteilt, Abhängigkeiten (Substanzgebrauchsstörungen) nicht. Letztere treffen statistisch eher Menschen mit Traumata und anderweitigen Schwierigkeiten. [18.11.2021,Twitter].

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“Addiction is an equal opportunity employer.” (Drug use equals drug addiction).

Drug use is an equal opportunity employer, but chronic addiction isn’t. While anyone can be affected, chronic “problematic drug use” (PDU) tends to disproportionately affect those with disadvantaged and damaged lives that had significant difficulties before PDU and these people lack the resources, opportunities and support to recover, resulting in chronic addiction.

Added Notes:

Nobody should be stigmatized (branded) for their consumption behavior, because everyone has the right to be treated equally. Substance use disorders (SUD) should also be understood as "equal rights" that everyone is allowed to have. This is the principle of "equal opportunity" in society.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

“Addiction is an equal opportunity employer.” (Drug-use is synonymous with drug-addiction).

Drug use is an equal opportunity employer, but chronic addiction isn’t. Chronic problematic drug use disproportionately affects people who had difficult, disadvantaged and damaged lives before using drugs. [03.11.2021,Twitter].

Verweise:

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 11.06.2024.

Persönliche Bemerkung: Die englische Satzbildung mit „equal opportunity” und „employer” ist ein recht markanter »Slang«. Hierfür sind gute Kenntnisse und kreative Übersetzung nötig.

Schlagworte: Sucht, Süchtig, Süchtige, Süchtigen; Substanzgebrauchsstörung (SUD), Substanzgebrauchsstörungen; Menschenrechte; Chancengleichheit, Gleichberechtigung, Gleichheit; Psychologie, Psyche, Stress-Psychose; Substanzen.