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Mythos #18: “Kategorien”

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

„Es gibt »harte« und »weiche« Drogen.“

Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise für die irreführende Kategorisierung von harten und weichen Drogen.

Während einige Substanzen im Allgemeinen für manche Menschen größere Probleme bereiten können als andere Substanzen, sind diese Verallgemeinerungen irreführend. Da die Wirkung einer Substanz (Droge) von Person zu Person je nach Set (Befinden der Person) und Setting (der Umgebung, Situation) variiert – es ist nicht nur die Substanz.

Anmerkungen:

Es gibt keine „weichen“ und „harten“ Drogen. Man könnte eher Konsumformen oder Formulierungen so einordnen. Kokain per se ist weder weich noch hart, aber Crack-Kokain birgt z.B. mehr Risiken als Mambé (Ypadú). Wirkstoff in beiden Fällen ist Kokain. [1].

Man kann höchstens sagen, dass es »harte« (hoch dosiert) und »weiche« (niedrig dosiert) Formen des Konsums gibt.

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

„Es gibt »harte« und »weiche« Drogen.“

Es gibt keine wissenschaftlichen Nachweise für diese missverständliche Einordnung. Die Wirkung jeder Droge schwankt von Person zu Person, abhängig vom Set (der Person) und der Situation (der Umgebung) – es ist nicht nur die Substanz.

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“There are »hard« and »soft« drugs.”

There is no scientific evidence underpinning the misleading categorization of hard and soft drugs. While some drugs can generally pose greater problems than other drugs to some people, – these generalizations are misleading because the impact of a drug varies from person to person depending upon the set (the person) and the setting (the environment) – it’s not just the substance.

Added notes:

There are no “soft” and “hard” drugs. One could rather classify forms of consumption or formulations in this way. Cocaine per se is neither soft nor hard, but Crack-Cocaine carries more risks than Mambé (Ypadú), for example. The active ingredient in both cases is cocaine. [1].

At most, one can say that there are »hard« (high dosages) and »soft« (low dosages) forms of consumption.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

“There are »hard« & »soft« drugs.”

There is no scientific evidence to support this misleading categorisation. The impact of any drug varies from person to person, depending upon the set (the person) and the setting (the environment) – it’s not just the substance. [04.11.2021,Twitter].

Verweise:

  1. Dr. Fabian Pitter Steinmetz: “Es gibt keine weichen harten Drogen...”, https://twitter.com/docsteinmetz/status/1924431153768829121 (19. Mai 2025).

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 25.12.2025.

Schlagworte: Einordnung, Klassifikation, Klassifizierung; Hart, Harte Substanzen, Weich, Weiche Stoffe.

Mythos #14: “Einstiegsdroge”

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung« (Erweitert):

„Cannabis ist eine Einstiegsdroge, die zu Sucht und »harten« Drogen führt.“

Es stimmt nicht, dass die meisten (jungen) Erwachsenen, die Cannabis konsumiert haben, auch meistens dazu übergegangen sind, andere Drogen zu konsumieren. Weder sind sie zwingend „süchtig“ geworden, noch auf andere Drogen eingestiegen.

Viele Präsidenten der USA haben erfolgreich Cannabis ohne jeglichen Gateway-Effekt konsumiert.

Anmerkungen:

"Wäre Cannabis unter natürlicher, nicht kriminalisierter Anwendung wirklich eine Einstiegs- und Suchtdroge, dann wären schon viele traditionell Cannabis-konsumierende Völker der Weltgeschichte daran zugrunde gegangen."

Warum ist eine solche Schrittmacher-Funktion bei Alkohol, Tabak und anderen Dingen des Lebens kaum oder gar nicht gegeben? Man könnte sagen, dass es ein Einstieg in den Schwarzmarkt ist und daher auch mit anderen Substanzen in Kontakt kommen kann.

Cannabis als Droge, bzw. Substanz an sich verleitet nicht dazu, mit anderen Substanzen anzufangen oder umzusteigen, sei gesagt!

  • Die meisten Menschen, die gerne Bier trinken, steigen auch nicht zwingend (dauerhaft) auf »hochprozentige« Spirituosen um.
  • Auch Kaffeetrinker wechseln nicht generell (permanent) zu »starken« Schwarz-Tee hinüber.

Was man aber sagen kann, dass Muttermilch ein Teil des Einstieges in das Leben ist, das mit einer Abhängigkeit von körpereigenem Cannabinoid-System und dem THC nahen Anandamid steht.

Harte und Weiche Drogen:

Die Trennung zwischen „weich“ und „hart“ bei Drogen als Substanz ist wissenschaftlich gesehen völliger Unsinn. Substanzen sind weder weich (harmlos) noch hart (aggressiv) in ihrer Wirkung.

Eher gibt es weiche (niedrig dosierte) und „harte (hoch dosierte) Konsumformen bzw. Konsummuster, und die gibt es, egal ob bei Alkohol, Tabak, Kokain oder Cannabis.


    🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

    „Cannabis ist eine Einstiegsdroge, die zu Sucht und »harten« Drogen führt.“

    Unwahr, die meisten Erwachsenen, die Cannabis konsumiert haben, sind weder zu anderen Drogen gewechselt, noch sind sie „Süchtige“ geworden.

    Zahlreiche US-Präsidenten haben Cannabis erfolgreich ohne Gateway-Effekt  konsumiert.


      🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan) – Erweitert:

      “Cannabis is a gateway-drug that leads to addiction and »hard« drugs.”

      Untrue, most (young) adults have used cannabis and most have not progressed onto using other drugs, nor have they become “addicts”.

      Many Presidents of the USA all successfully used cannabis without any gateway-effect.

      Added notes:

      "If cannabis were really a gateway and addictive drug under natural, non-criminalised use, then many traditionally cannabis-consuming peoples in world history would have perished because of it."

      Why is this kind of pacemaker function hardly or not at all available with alcohol, tobacco and other things in life? People might say that it is an entry into the black market and can therefore come into contact with other substances as well.

      Cannabis as a drug, or rather substance in itself does not tempt you to start or switch to other substances, let it be said!

      • Most people who like to drink beer do not necessarily (permanently) switch to »high-proof« spirits.
      • Even coffee drinkers do not always (permanently) switch over to »strong« black tea.

      What can be said, however, is that breast-milk is part of the “entry” into life, which is associated with a dependence on the body’s own cannabinoid-system and anandamide, which is close to THC.

      Hard and Soft Drugs:

      The distinction between 'soft' and 'hard' when it comes to drugs as a substance is scientifically utter nonsense. Substances are neither soft (harmless) nor hard (aggressive) in their effect.

      Rather, there are 'soft' (low doses) and 'hard' (high doses) forms of consumption or consumption patterns, and there are, regardless of whether it's alcohol, tobacco, cocaine or cannabis.


        🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

        “Cannabis is a gateway-drug that leads to addiction and »hard« drugs.”

        Untrue, most adults have used cannabis and haven't progressed onto other drugs, nor have they become “addicts”.

        Numerous USA Presidents have successfully used cannabis without any gateway-effect. [04.11.2021,Twitter].


          Verweise:

          Erstellt am: 10.11.2021,
          Bearbeitet: 15.10.2025.

          Schlagworte: Einstiegsdrogen-, Hypothese, These, Theorie; Umstieg, Umsteigen, Wechsel; Hart, Harte Stoffe, Weich, Weiche Substanzen; Substanzgebrauchsstörung; Muttermilch, Säugetier-Milch.