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Mythos #MIX-06: "Chemie"

🇩🇪 „Chemische Drogen sind gefährlicher als Natürliche, Pflanzliche.“ [1].

Das ist ein irrtum über Subtanzen. – Die Bezeichnung Droge sagt, als Oberbegriff, allerdings nichts über das Schadenpotential aus, sondern definiert Stoffe, die keine Nahrungsmittel sind, aber Veränderungen im Körper und in der Psyche (Seele) auslösen.

Das Schadenpotential von Substanzen, die unter dem Begriff Drogen zusammengefasst werden, ist z.B. der Fachbereich eines Toxikologen. Cannabis ist nicht weniger oder mehr Droge als andere Substanzen, nur weil die eine vergleichsweise verträglicher erscheinen mag.
🇩🇪 „Biologische Natur ist gut, synthetische Chemie ist schlecht.“ [2].
Viele Menschen denken, dass natürliche Stoffe ohne Risiken sind, als chemisch, bzw. synthetisch hergestellte Produkte. – Diese Regel gilt jedoch nicht gänzlich.
Die Erfahrungswerte zeigen, dass Menschen beispielsweise das Krebsrisiko von Pestiziden, gegenüber dem Krebsrisiko biologisch natürlicher Stoffe, falsch einschätzen. – Diese einseitige Risikowahrnehmung wird auch "intuitive-Toxikologie" benannt.
Es gibt durchaus viele Naturstoffe, die extrem giftig bis tödlich sein können. Als Beispiele für sehr giftige Stoffe aus Pflanzen seien genannt: das "Atropin" aus Tollkirsche, oder "Amanitin" im Knollenblätterpilz und "Taxin" aus der Eibe. – Und ja, korrekterweise sind diese Stoffe Biologische-Chemikalien.
Die benannten Pflanzen und viele weitere wurden früher und werden teilweise sogar heutzutage immer noch als Heilpflanzen verwendet.
Eine nach wie vor gültige Aussage von Paracelsus besagt: „Die Dosis macht das Gift.“ – Angemessen dosiert eingesetzt, können sie “gut” sein. Eine zu hohe Dosis kann “böse” Auswirkungen mit sich bringen.
Auch bei synthetisch hergestellten Chemikalien ist dies der Fall. In kleinen Mengen können sie sehr hilfreich sein, aber in größeren Mengen können sie schwerwiegende Vergiftungen verursachen. – Natürliche und synthetische Chemikalien verhalten sich in dieser Hinsicht gleich.
Fazit:
Die Natur mit ihren natürlichen Chemikalien ist nicht immer gut. Synthetische Chemikalien sind nicht nur böse. Die Dosis macht das Gift. Es ist ratsam, immer sorgfältig abzuwägen. Verallgemeinerungen berücksichtigen die Situation selten angemessen.
🇩🇪 „Medikamente aus Erdöl sind schädlicher als Heil-Pflanzen mit vielen Wirkstoffen.“
Viele Medikamente auf Erdölbasis, wie zum Beispiel Ibuprofen, bestehen überwiegend nur aus „Einzelwirkstoffen“. Oftmals müssen zusätzlich Medikamente wie Magenschutz-Tabletten (Pantoprazol) verschrieben werden, um schädliche Auswirkungen zu minimieren. [3].
Anders wird es bei vielen Heil-Pflanzen beschrieben, die auch Wirkstoffe enthalten, die ein Gleichgewicht herstellen können. So zum Beispiel Cannabis, bei dem Terpene in einem Wechselspiel mit Cannabinoiden stehen können – Man diskutiert dieses gelegentlich als “Entourage-Effekt”. [4].
Jedoch gilt auch hier in beiden Fällen die Paracelsus-Regel. – Man kann es nicht verallgemeinern, dass Medikamente auf Erdölbasis für jeden Nutzer schädlich sein müssen. – Pflanzen mit einem hohen Potenzial an verschiedenen Inhaltsstoffen können bei einigen Personen problematisch sein, sei es als Beispiel wegen Allergien gegen bestimmte Terpene oder anderen Stoffen in den Pflanzen. – Aus solcherlei Gründen trennt man oftmals Substanzen in „Einzelwirkstoffe“.


🇬🇧 “Chemical drugs are more dangerous than natural, plant-based drugs.”

This is a misconception about substances. – The term drug, as a generic term, says nothing about the potential for harm, but rather defines substances that are not food, but that trigger changes in the body and psyche (soul). 
The harm potential of substances that are summarized under the term drugs is, for example, the area of ​​expertise of a toxicologist. Cannabis is not less or more of a drug than other substances, just because one may seem comparatively more tolerable.

🇬🇧 “Biological nature is good, synthetic chemistry is bad.”

Many people think that natural substances are less risky than chemically or synthetically produced products. – However, this rule does not apply entirely.
Experience shows that people, for example, misjudge the cancer risk of pesticides compared to the cancer risk of biologically natural substances. – This one-sided risk perception is also called “intuitive-toxicology”.
There are many natural substances that can be extremely toxic or even fatal. Examples of very toxic substances from plants include: “atropine” from Atropa (belladonna), or “amanitin” in the death-cap-mushroom (Amanita phalloides) and “taxine” from the yew-tree (Taxus). – And yes, these substances are correctly biological-chemicals.
The named plants and many others were used as medicinal plants in the past and are still used today.
A still valid statement from Paracelsus says: “The dose makes the poison.” – Used in appropriate doses, they can be “good”. Too high a dose can cause “nasty” effects.
This is also the case with synthetically produced chemicals. In small quantities they can be very helpful, but in larger quantities they can cause serious poisoning. – Natural and synthetic chemicals behave the same in this respect.
Conclusion:
Nature with its natural chemicals is not always good. Synthetic chemicals aren't just evil. The dose makes the poison. It is advisable to always consider carefully. Generalizations rarely adequately take the situation into account.

🇬🇧 „Medicines made from petroleum are more harmful than medicinal-plants with many active ingredients.“

Many petroleum-based medications, such as ibuprofen, consist primarily of “individual active ingredients”. Often additional medications such as stomach-protection tablets (Pantoprazole) must be prescribed to minimize harmful effects.
It is described differently with many medicinal-plants, which also contain active ingredients that can create balance. For example, cannabis, in which terpenes can interact with cannabinoids - this is sometimes discussed as the “entourage effect”.
However, the Paracelsus-rule also applies here in both cases. – One cannot generalize that petroleum-based drugs must be harmful to every user. – Plants with a high potential of various ingredients can be problematic for some people, for example due to allergies to certain terpenes or other substances in the plants. – For reasons like this, substances are often separated into “individual active ingredients”.


Verweise:

  1. Psychonaut (olliwaack): “Substanzismus. Die Bezeichnung Droge sagt allerdings nichts über das Schadenpotential aus, ...”, https://twitter.com/olliwaack/status/1673282820058370050 (26.06.2023).
       
  2. Dr. Carsten Schleh (Biologe und Toxikologe) – Inspirierte überarbeitete Fassung von: “Natur ist gut, Chemie ist böse ...“, https://twitter.com/Schleh_Tox/status/1656198570842763265 (10.05.2023).
        
  3. “Vom Erdöl zum Medikament“, https://www.deutschlandfunk.de/vom-erdoel-zum-medikament-100.html (10.09.2002); “Ölausstieg in der Pharmaindustrie: Paracetamol und Ibuprofen auf Pflanzenbasis“, https://www.nationalgeographic.de/wissenschaft/2023/07/oelausstieg-pharmaindustrie-paracetamol-und-ibuprofen-auf-pflanzenbasis-medizin-medikamente-tabletten-erdol (17.07.2023).
        
  4. “Der Entourage-Effekt” (Cannabinoide | Terpene), https://cannabib.de/der-entourage-effekt/ (03.11.2023); “Neue Studie beweist den Cannabis-Entourage-Effekt“, https://softsecrets.com/de/artikel/neue-studie-beweist-den-cannabis-entourage-effekt (03.03.2024); "Entourage Effekt bei Cannabis: Über Wirkung und Wissenschaft", https://www.weed.de/wissen/grundlagen/entourage-effekt (25.07.2024).

Erstellt am: 03.07.2023,
Bearbeitet: 28.05.2024.

Schlagworte: Biologie, Biologische-Chemie, Bio-Chemie; Künstlich, künstliche bzw. Synthetische-Chemie; Substanzen; Arznei, Medikamente; Dosierung, Dosis, Menge; Stärke, Wirkung; Gut, Gute, Positiv, Positive; Böse, Schlecht, Negativ, Negative; Dramatisierung, Übertreibung; Harmlos, Verharmlosung, Verharmlost, Bagatellisierung, bagatellisiert, Beschönigung, Beschönigt, Relativierung, Schönrederei, schöngeredet, Unterschätzung, idealisieren, Idealisierung, idealisiert; Chancengleichheit, Gleichheit.

Mythos #MIX-03: "Gerüche"

🇩🇪 „Cannabis stinkt und ist eine Geruchsbelästigung.“

Prohibition stinkt mehr! - Der Geruch von Cannabis macht niemanden „high“ und den Geruch kann man auch in jeder größeren Stadt wahrnehmen! [1].
Wenn man Cannabis-Rauch in einem (kleinen) geschlossenem Raum ausgesetzt ist, dann kann man Wirk- bzw. Schadstoffe aufnehmen (vgl. HotBoxing). Wenn man draußen Cannabis riecht, dann sind das nur hoch verdünnte Terpene und somit unbedenklich. [2].
Die Welt riecht, duftet und manchmal stört es:
Manche Leute halten sich Pflanzen wie Lavendel, oder andere stark riechende Pflanzen in ihren Räumen. Soll man diese etwa verbieten? Es gibt etliche Pflanzen, die sogar dem Cannabis sehr ähnliche Terpene haben, bzw. vergleichbare Duftstoffe abgeben, neben Lavendel auch: Rosenwaldmeister (Phuopsis stylosa) und viele mehr.
Es gibt auch immer mal wieder Leute, die nach Deo, Deodorant oder Parfüm riechen. Manche verkehren mit ihren Düften sogar bewusst, unter der Voraussetzung deutlicher wahrgenommen zu werden, in öffentlichen Räumen, Umgebungen und Verkehrsmitteln (Bus, Zug, Straßenbahn), um so auf sich aufmerksam zu machen.
Und was ist eigentlich mit den Leuten, die in der Öffentlichkeit, z.B. am Bahnhof, neben ihnen Fastfood, Pizza oder sonstige etwas stärker riechende Nahrung in sich hineinstopfen oder Getränke wie z.B. Kaffee trinken, der nun mal auch Geruchsnoten abgibt?
Richtig ist auch, dass der christliche Weihrauch (Boswellia, Olibanum) noch tagelang aus den Kleidern der Kirchenbesucher duften kann. Dieses fällt sogar nach Zeremonien wie den Weihnachtsfestlichkeiten oder der Osternacht zum Beispiel besonders präsent auf. Komischerweise beschwert sich nur selten jemand darüber.
Ergänzungen:
„Vom Geruch einer Cannabispflanze wird man genauso wenig high, wie man vom Geruch eines Nudelauflaufes satt wird.“
Ist das nicht traurig, dass die Gesellschaft so indoktriniert ist, den Geruch von Cannabis als negativ zu empfinden, sich aber kaum jemand über nach Benzin und Diesel stinkende Städte aufregt, oder den Feinstaub auf jeder viel befahrenen Straße?

Es ist nicht immer Cannabis, der hier so riecht:

Neben Cannabis verströmen auch andere Pflanzen ähnliche Gerüche, dafür sind Terpene verantwortlich:
  1. Humulen: Ist sowohl in Cannabis als auch in Hopfen vertreten, aber auch für Kiefern und Salbei wird es beschrieben.
  2. Caryophyllen: Kommt neben Cannabis auch in Hopfen, Rosmarin, Basilikum, Oregano, Pfeffer und vielen anderen Pflanzen vor.
  3. Limonen: ist bei Zitrusfrüchten das relevanteste Terpen, ist beispielsweise auch in Nadelbäumen wie Kiefern sowie Fichten vertreten, kommt in anderen Formen auch in Kümmel und Dill teilweise vor und kann bei einigen Cannabissorten auch enthalten sein.
  4. Linalool: neben Koriander, Lavendel, Lorbeer, Beifuß, in einigen Hopfen und Basilikum Sorten als auch in Cannabis vorkommend.
  5. Pinene: Sind das in der Natur am häufigsten vorkommende Terpen und ist in vielen Nadelbäumen und zahlreichen anderen Pflanzen neben Cannabis vertreten, so zum Beispiel auch in Salbei und auch teilweise in Eukalyptus.
  6. Myrcen: Ist in einigen Thymian Sorten, Lorbeerbaum Arten, aber auch in Hopfen, Zitronengras, Mango, Kardamom und Cannabis vorkommend. 
  7. Nerolidol: Kommt in Lavendel, Teebaum, Ingwer, Jasmin, Zitronengras und auch in Cannabis vor.
Wissenswertes Beiwerk:
Nebenbei gesagt, entstammt Cannabis sogar derselben Pflanzenfamilie (Cannabaceae) wie Hopfen. Man könnte also in manchen Fällen sogar sagen, dass Bier (Hopfen) genauso stinkt wie Cannabis!
Lavendel (Lavandula angustifolia) weist allerdings neben seinen „berauschenden“ Düften auch psychoaktive (psychotrope) Eigenschaften auf. Weihrauch (Boswellia, Olibanum) bringt ebenfalls gewisse psychoaktive „besinnliche“ Wirkungen mit sich. Beides Wirkt jedoch in einem anderen Umfang als Cannabis auf das Individuum.

🇬🇧 „Cannabis stinks and is an odor nuisance.“

Prohibition stinks more! - The smell of cannabis doesn't make anyone 'high' and the smell can be smelled in every major city! [1].
If you are exposed to cannabis smoke in a (small) closed room, you can absorb active substances or harmful substances (see HotBoxing). If you smell cannabis outside, it's just highly diluted terpenes and therefore harmless. [2].

The world smells, fragrances and sometimes it is disturbing:
Some people keep plants like lavender, or other strong-smelling plants in their rooms. Should these be banned? There are a number of plants that even have terpenes that are very similar to cannabis, or release comparable fragrances, in addition to lavender: rose woodruff (Phuopsis stylosa) and many more.
There are always people who smell like deodorant or perfume. Some even consciously use their scents in public spaces, environments and means of transport (bus, train, tram), provided they are perceived more clearly, in order to draw attention to themselves.
And what about the people who, in public, for example at the train-station, stuff themselves with fast-food, pizza or other somewhat stronger-smelling foods or consume drinks such as coffee, which also gives off odor-notes?
It is also true that Christian incense (Boswellia, Frankincense, Olibanum) can smell from the clothes of churchgoers for days. This is particularly noticeable after ceremonies such as the Christmas festivities or the Easter Vigil, for example. Strangely enough, rarely does anyone complain about it.
Additions:
“The smell of a cannabis plant doesn't get you high, any more than the smell of a pasta casserole gets you full.”
Isn’t it sad that while society is so indoctrinated to view the smell of cannabis as negative, hardly anyone gets upset about cities that stink of gasoline and diesel, or the fine dust on every busy street?
It's not always cannabis that smells like this:
In addition to cannabis, other plants also give off similar smells; terpenes are responsible for this:
  1. Humulene: Is present in both cannabis and hops, but it is also described for pine and sage.
  2. Caryophyllene: In addition to cannabis, it is also found in hops, rosemary, basil, oregano, pepper and many other plants.
  3. Limonene: is the most relevant terpene in citrus fruits, is also present in conifers such as pines and spruces, is also partially present in other forms in caraway and dill and can also be present in some cannabis varieties. 
  4. Linalool: found alongside coriander, lavender, laurel, mugwort, in some hops and basil varieties as well as in cannabis.
  5. Pinene: These are the most common terpenes in nature and are present in many conifers and numerous other plants in addition to cannabis, for example in sage and also partly in eucalyptus.
  6. Myrcene: Is found in some varieties of thyme, bay tree species, but also in hops, lemongrass, mango, cardamom and cannabis.
  7. Nerolidol: Found in lavender, tea tree, ginger, jasmine, lemongrass and also in cannabis.
Worth-knowing Details:
By the way, cannabis even comes from the same plant family (Cannabaceae) as hops. So in some cases you could even say that beer (hops) stinks just like cannabis!
However, in addition to its “intoxicating” scents, lavender (Lavandula angustifolia) also has psychoactive (psychotropic) properties. Frankincense (Boswellia, Olibanum) also brings certain psychoactive “contemplative” effects. However, both affect the individual to a different extent than cannabis.

Verweise:
  1. Fabian Pitter Steinmetz: "Prohibition stinkt mehr" (20.04.2022); "Der Geruch macht niemanden high" (27.07.2021) – ‘X’ (Twitter).
  2. Fabian Pitter Steinmetz: “Passiv Kiffen:” (01.06.2019) – ‘X’ (Twitter).
Weitere:
Erstellt am: 01.05.2023,
Bearbeitet: 01.10.2026.

Schlagworte: übler, schlechter strenger Geruch; üble, schlechte strenge Gerüche; Geruchsbildung, Geruchsbelästigung, Riecht, Riechen, Duft, Düfte, Duften, Duftwolke, Duftwolken, Duftstoff, Duftstoffe, Aroma, Aromen; Ausdünsten, Ausdünstung, Ausdünstungen, Gestank, Stinken, Stinkbombe, Mief, Miefen, Müffeln; Pflanze, Pflanzen, Natur, Botanik; Passiv/Passive Inhalation, Passiver Konsum, Beeinflussung; Olfaktorische Wahrnehmung, Olfaktorischer Sinn, Riechwahrnehmung, Geruchssinn; Drogen, Substanzen.

Mythos #MIX-01: “Gut und Böse”

🇩🇪 „Drogen sind gefährlich, böse und verboten.“
Drogen sind völlig wertneutral – dessen Moleküle sind weder gut noch böse, sie sind einfach nur Bestandteile mit spezifischen Eigenschaften, die positive und negative Effekte mit sich bringen können, sie können förderlich sein oder schädigen. Die Prohibition hingegen basiert auf Rassismus, Misstrauen und Stigmatisierung – ziemlich böse, oder?
Weniger die verbotenen Substanzen an sich sind gefährlich, sondern das Verbot dessen und die Folgen bezüglich Qualität, Risikoverhältnisse und Strafverfolgung. Ein unaufgeklärter Umgang, der das Ergebnis des Verbotes ist, und überhaupt das Verbot an sich machen diese Substanzen erst gefährlich, da sie völlig unreguliert sind.

🇬🇧 „Drugs are dangerous, evil and forbidden.“

Drugs are completely neutral in value – their molecules are neither good nor bad, they are simply components with specific properties that can bring about positive and negative effects, they can be beneficial or harmful. Prohibition, on the other hand, is based on racism, distrust, and stigma – pretty evil, right?

It is not so much the banned substances themselves that are dangerous, but the ban on them and the consequences in terms of quality, risk ratios and criminal prosecution. Uninformed use that is the result of the ban, and the ban itself, make these substances dangerous in the first place, because they are completely unregulated.

Verweise:

Erstellt am: 26.10.2022,
Bearbeitet: 30.10.2022.

Schlagworte: Gut, Positiv, Nützlich, Vorteilhaft, Wertvoll; Böse, Negativ, Schlecht, Schädlich, Unbrauchbar; Einordnung, Klassifikation, Klassifizierung, Spezifizierung; Strafverfolgung, Verfolgung; Dramatisierung, Übertreibung; Substanzen.

Mythos #FPS-09: “Rauschgift”

🇩🇪 „Die Polizei sagt, dass alle illegalen Drogen »Rauschgift« sind.“:
Obgleich das Wort „Rauschgift“ [1] ein sehr altes Wortkompositum darstellt, sollte der Charakter zum Unwort erst in den letzten Dekaden offenbart werden.
Ohne in die wissenschaftliche Tiefe der Toxikologie abzutauchen, gilt es erst einmal festzustellen, dass von den ca. 150 illegalen Drogen [2] für die das Wort „Rauschgift“ vornehmlich benutzt wird, nur wenige Substanzen bei regulärer Anwendung zu akuten Vergiftungen führen. Paracelsus [3] sagte schon im 16. Jahrhundert, “dass alles ein Gift ist und die Dosis alleine den Unterschied macht, ob etwas giftig ist oder nicht”. Zumal die Zahl der Toten durch illegale Drogen [4], im Verhältnis zu Alkohol und Tabak, eher klein ist und wesentlich durch das Drogenverbot erhöht wird.
Es gibt in einigen Ländern Heroin-Abgabe an Abhängige oder Drug-Checking für Partydrogen, wo Vergiftungen oder gar tödliche Überdosen dadurch vermieden werden. Bei den vielen Drogen, z.B. Cannabis oder LSD, sind trotz Drogen-Prohibition (die keine Qualitätskontrolle und ehrliche Aufklärung zulässt) praktisch keinerlei Substanz bedingte Todesfälle durch Toxizität bekannt. [5].
Das Wort „Rauschgift“ wird gerne von Staatsorganen wie der Polizei gebraucht, um jene konsumierende Minderheit herabzuwürdigen – auch um ihre teilweise menschenverachtende Arbeit zu rechtfertigen.
Auf der einen Seite brauchen abhängige Menschen Hilfe statt Kriminalisierung und auf der anderen Seite sollte eine der größten Minderheiten Deutschlands [6], also Menschen die Cannabis, Psychedelika oder Partydrogen nehmen, nicht kriminalisiert werden.
Das Wort „Rauschgift“ verstößt somit gegen das Prinzip der Menschenwürde, macht eine offene, demokratische Diskussion fast unmöglich und führt zu der Diskriminierung von Kranken und Gesunden (fast jedem vierten Bundesbürger).
Zusätzlich verschleiert das Wort die Prägung, die es eigentlich inne hat, und zwar die Gefahren von Alkohol. Alkohol ist eine der wenigen Substanzen, bei der man oftmals bis zu einer Vergiftung konsumiert, um gewünschte („Rausch“)-Effekte zu erzielen.
Anzuerkennen, dass viele Drogen sicherer sind [7], und vor allem noch sicherer werden könnten als Alkohol, ist aber schwer, so lange ein solches Unwort von Politikern und Staatsorganen benutzt wird. Das Wort „Rauschgift“ ist somit höchst irreführend und wird politisch manipulativ genutzt.

🇬🇧 “The police say that all illegal drugs are »intoxication-poison«.”:

Although the words “intoxication-poison” [1] is a very old word compound, the character of the non-word was only revealed in the last few decades.
Without delving into the scientific depth of toxicology, it is first important to note that of the approximately 150 illegal drugs [2] for which the words “intoxication-poison” is primarily used, only a few substances lead to acute poisoning when used regularly. Paracelsus [3] said in the 16th century “that everything is a poison and the dose alone makes the difference whether something is poisonous or not”. Especially since the number of deaths caused by illegal drugs [4] is rather small compared to alcohol and tobacco and is significantly increased by the drug ban.
In some countries, there is heroin distribution to addicts or drug-checking for party drugs, where poisoning or even fatal overdoses can be avoided. With the many drugs, e.g. cannabis or LSD, there are practically no known substance-related deaths due to toxicity, despite drug prohibition (which does not allow for quality control and honest information). [5].
The words “intoxication-poison” is often used by state organs such as the police to denigrate the consuming minority – also to justify their sometimes inhumane work.
On the one hand, addicted people need help instead of criminalization and on the other hand, one of the largest minorities in Germany [6], i.e. people who take cannabis, psychedelics or party drugs, should not be criminalized.
The words “intoxication-poison” therefore violates the principle of human dignity, makes an open, democratic discussion almost impossible and leads to discrimination against the sick and the healthy (almost every fourth German citizen).
Additionally, the words obscure the imprint it actually has, namely the dangers of alcohol. Alcohol is one of the few substances that is frequently consumed to the point of poisoning in order to achieve desired ("intoxication")-effects.
However, it is difficult to recognize that many drugs are safer [7] and, above all, could become even safer than alcohol as long as such a negative word is used by politicians and state organs. The words “intoxication-poison” is therefore highly misleading and is used for political manipulation.

Verweise:

  1. Duden: https://www.duden.de/rechtschreibung/Rauschgift.
  2. Firman, J. W. et al. (2019). Mol. Inf. 2019, 38, 1800142. DOI: 10.1002/minf.201800142: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/minf.201800142.
  3. Paracelsus (1493–1541): https://de.wikipedia.org/wiki/Paracelsus (10.02.2019).
  4. Taz (2017): https://blogs.taz.de/drogerie/2017/05/11/2016-wieder-mehr-drogentote/ (10.02.2019).
  5. Nutt, D. J. Lancet 2010, 376: 1558–65. DOI:10.1016/S0140-6736(10)61462-6: https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(10)61462-6/
  6. Welt (2017), “Diese Drogen werden in Deutschland am meisten konsumiert”: https://www.welt.de/gesundheit/article165805929/Diese-Drogen-werden-in-Deutschland-am-meisten-konsumiert.html (10.02.2019).
  7. Taz (2019): "Neubewertung von Cannabis der WHO - Sind Marihuana und Haschisch doch nicht so gefährlich wie bisher angenommen?", https://blogs.taz.de/drogerie/2019/02/03/neubewertung-von-cannabis-der-who/ (10.02.2019).
Erweitert:
Erstellt am: 28.10.2023,
Bearbeitet: 29.10.2023.

Schlagworte: Betäubungsmittel, Droge; Gehirngift, Rauschmittel, Rausch­gift­be­kämp­fung, Rausch­gift­han­del, Rausch­gift­händ­ler, Rausch­gift­händ­le­rin, Rausch­gift­kri­mi­na­li­tät; Suchtmittel, Suchtgift; Alkohol; Rausch; Behörden; Gefährlichkeit, Schädlichkeit; Definition; Drogen; Brandmarkung, Stigmata; Pharmakologie, Toxikologie; Substanzen.

Mythos #FPS-08: “Stimulanz"

🇩🇪 „Kaffee zählt nun wirklich nicht zu den Drogen.“:

Warum nicht?
Tasse Kaffee macht leicht wach. Der reine Hauptwirkstoff (Koffein) geschnupft führt zu intensiver Stimulation.
Tasse Koka-Tee macht leicht wach. Der reine Hauptwirkstoff (Kokain) geschnupft führt zu intensiver Stimulation.
Sind Koka/Kokain auch keine Drogen? [1].
Ja, Kaffee ist eine Droge. Und reines Koffein nasal wirkt sogar noch intensiver. Aufgrund von Toleranz vergessen Menschen gerne, dass Koffein, Nikotin etc. gar nicht so unterschiedlich zu Kokain, Amphetamin etc. sind. [2].
Kaffee ist genauso wie Koka-Tee eine Droge. Der isolierte Wirkstoff, also Koffein bzw. Kokain, ist als riskanter einzustufen. Warum also Kaffee erlauben und Koka-Tee nicht? Regt beides ähnlich den Kreislauf und den Verstand an. [3].
Stimulanzen:
  • Koffein: “Die typischen Effekte des Coffeins sind die gesteigerte Aufmerksamkeit und die erhöhte Wachheit". [4].
  • Kokain: “Kokain wirkt stark antriebssteigernd. Selbstwertgefühl, Kontaktfähigkeit und Libido steigen”. [5].

Fazit:
Koffein und Kokain können beide "stimulierend", antreibend und aufputschend auf die Psyche, das Gehirn wirken. [6].
Verbote:
Kaffee war auch einmal verboten bei uns und zwar aus ähnlich absurden Gründen. Jeder Kaffee-Trinker bzw. jede Kaffee-Trinkerin sollte sich deshalb der Drogen-Legalisierungsbewegung aus Solidarität anschließen. [7].

🇬🇧 „Coffee really isn't a drug.“:

Why not?
A cup of coffee wakes you up easily. The pure main active ingredient (caffeine) snorted leads to intensive stimulation.
Cup of coca-tea makes you wake up easily. The pure main active ingredient (cocaine) snorted leads to intense stimulation.
Isn't coca/cocaine a drug? [1].
Yes, coffee is a drug. And pure caffeine nasal has an even more intense effect. Due to tolerance, people tend to forget that caffeine, nicotine, etc. are not all that different from cocaine, amphetamine, etc. [2].
Coffee, like coca tea, is a drug. The isolated active ingredient, i.e. caffeine or cocaine, is classified as riskier. So why allow coffee and not coca tea? Both stimulate the circulation and the mind in a similar way. [3].
Stimulants:
  • Caffeine: “The typical effects of caffeine are increased-attention and increased-alertness”. [4].
  • Cocaine: “Cocaine has a strong performance-enhancing effect. Self-respect, sociability and libido increase”. [5].
Conclusion:
Caffeine and cocaine can both have a "stimulating", energizing and up-waking effect on the psyche, the brain. [6].
Prohibitions:
Coffee was also once banned in some countries for similarly absurd reasons. Every coffee drinker should therefore join the drug-legalization movement out of solidarity. [7].

Verweise:

  1. Dr. Fabian Pitter Steinmetz: "Warum nicht? ...”, https://twitter.com/docsteinmetz/status/1527578094365712385 (20.05.2022).
  2. Dr. Fabian Pitter Steinmetz: “Ja, Kaffee ist ein Droge. ...“, https://twitter.com/docsteinmetz/status/1543110860872220672 (02.07.2022).
  3. Dr. Pierre (Peter) Taylor: “Kaffee ist genauso wie Koka-Tee eine Droge.“, https://twitter.com/DrPTaylor/status/1724733919868678499 (15.11.2023).
  4. Coffein: “Die typischen Effekte des Coffeins ...”: https://drogen.fandom.com/de/wiki/Coffein#Psychologisch.
  5. Kokain: “Kokain wirkt stark antriebssteigernd. ...”: https://drogen.fandom.com/de/wiki/Cocain#Wirkung.
  6. “Stimulants“, https://psychonautwiki.org/wiki/Stimulants#Subjective_effects; “Caffeine“, https://psychonautwiki.org/wiki/Caffeine#Subjective_effects; “Cocaine“, https://psychonautwiki.org/wiki/Cocaine#Subjective_effects.
  7. Dr. Fabian Pitter Steinmetz: “Kaffee war auch einmal verboten bei uns ...“, https://twitter.com/docsteinmetz/status/1348271989664919552 (10.01.2021).

Erstellt am: 01.08.2023,
Bearbeitet: 08.04.2026.

Schlagworte: Definition, Einordnung, Klassifikation, Klassifizierung, Spezifizierung; Psychotrope/psychoaktive Substanz/Substanzen, Psychotropika; Pharmakologie; Gebrauch, Konsum; Substanzen; Stimulantien, Stimulanzen, Stimulanz; Amphetamine; Psychologie, Psyche; Stress; Koka-Tee; Vin-Mariani, Mariani-Wein; Mambé, Mambe, Ypadú, Ypadu; Coca-Cola.

Mythos #FPS-04: “Definition”

🇩🇪 „Es ist besser, Drogenkonsumenten als »Abhängige« und nicht als »Junkie« zu umschreiben.“:
Abhängige? – Menschen mit Substanzgebrauchsstörung!
Abhängig sind wir von Sauerstoff, Wasser etc. Die Wortwahl ist nicht mehr zeitgemäß. Und Menschen als „Abhängige“ darauf zu reduzieren ist genauso schlechte Praxis wie „Behinderte“ zu schreiben (beschreibe es optimal: „Menschen mit Behinderung“). Beste Sprache der Völker!
Ansonsten empfohlen: „Menschen, die Drogen gebrauchen“ (englische Abkürzung: „PWUD“), alternativ: „Drogen gebrauchende“ als solche zu benennen – oder von: „Substanzgebrauchsstörung“ (englische Abkürzung: „SUD“) zu sprechen.
Ergänzungen: 
Junkie (von englisch junk: „Müll, Abfall“) ist ein umgangssprachlicher Begriff für Menschen, die in einem fortgeschrittenen Stadium Substanzen konsumieren. Dieses wird häufig in diskriminierender, abwertender Art und Weise verwendet, um Konsumenten von Substanzen zu stigmatisieren. Wer die Menschenwürde achten möchte, verzichtet auf solche Bezeichnungen!

🇬🇧 „It's better to describe drug users as »dependents« rather than »junkies«.“:

Dependents? – People with substance use disorders!
We are dependent on oxygen, water, etc. The choice of words is no longer up to date. And reducing people to that as “dependents” is just as bad practice as writing “disabled” (describe it optimal: “people with disabilities”). Best language of the peoples!
Otherwise, recommended: “People who use drugs” (English abbreviation: 'PWUD'), alternatively: to name “Drug users” as such – or to speak of: “Substance use disorder” (English abbreviation: 'SUD').
Additions:
Junkie (from junk: 'garbage, trash, or waste') is a colloquial term to describe people, who use substanses at an advanced stage. This is often used in a discriminatory, derogatory way to stigmatize substance users. Those who want to respect human dignity should refrain from such designations!

Verweise:

Erstellt am: 22.04.2022,
Bearbeitet: 15.06.2023.
   
Schlagworte: Definition, Einordnung, Bestimmung, Spezifizierung; Würde, Würdigung, Respekt; Konsum, Gebrauch; Stigmatisierung, Stigmata, Brandmarkung; Junky, Drogenjunkie; Substanzen.

Mythos #OGB: “Zwecke”

🇩🇪 Version inspiriert von: „Dr. med. Oliver Gero Bosch“:

„Drogen sind keine Medizin.“

Wann ist eine Substanz Heilmittel, wann lediglich Droge?
Droge oder Medikament – das sind vor allen Dingen Sprachregelungen und es sind politische Regelungen. Den Substanzen sind weder gut noch böse, sondern sie können helfen oder schädigen, je nach Kontext. [1].
Als Drogen werden (ursprünglich) biologische Stoffe, in erster Linie Pflanzen, Pilze und Tiere oder Teile derselben bezeichnet, die der Herstellung von Arzneimitteln als auch Genussmitteln, die dem Wohlbefinden und der Gesundheit dienlich sein können und zumeist durch Trocknung konserviert sind.
Anmerkungen:
Wenn jemand Morphin-Tabletten mit Rezept nimmt, dann nimmt er keine Drogen und ohne Rezept schon? Dem Morphin-Molekül ist das Blattpapier ziemlich egal und den Opioid-Rezeptoren auch. [2].

🇬🇧 Version inspired by: „Dr. med. Oliver Gero Bosch“:

„Drugs are not medicine.“

When is a substance a remedy, when just a drug?
Drug or medicament – above all, these are language regulations, and they are political regulations. The substances are neither good nor bad, but they can help or harm, depending on the context.
Drugs are (originally) biological substances, primarily plants, fungi and animals or parts thereof, which are used in the production of medicines and pleasure that can be beneficial to well-being and health and are mostly preserved by drying.
Added Notes: 
If someone takes morphine tablets with a prescription, then they are not taking drugs and without a prescription they are? The morphine molecule doesn't care much about the sheet of paper and neither do the opioid receptors. [2].

Verweise:

  1. Drogen als Medikamente: Wie LSD, Psilocybin und GHB heilen könnten (26.04.2021) | Doku | Einstein | SRF Wissen: “Droge oder Medikament ...“ (ab Minute 27:14); Dr. med. Oliver Gero Bosch, Facharzt FMH Psychiatrie und Psychotherapie, psychiatrische Universitätsklinik Zürich (Schweiz).
  2. Dr. Fabian Pitter Steinmetz: "Wenn jemand Morphin [...]" (17. Jan. 2023).

Erstellt am: 31.10.2022,
Bearbeitet: 15.01.2026.

Schlagworte: Einordnung, Klassifikation, Klassifizierung, Bestimmung, Spezifizierung; Sinn und Zweck, Verwendungszweck, Funktion, Funktionen; Nutzen, Eignung; Wohlbefinden, Wohlbehagen, Wohlsein; Gebrauch, Konsum; Heilmittel, Medizin, Arznei.

Mythos #15: “Definitionen”

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung« (Erweitert):

„Menschen, die Koffein, Tabak und/oder Alkohol konsumieren, sind keine Drogenkonsumenten.“

Stimmt nicht – sie sind sicherlich Drogenkonsumenten und viele könnten als „Süchtige“ eingestuft werden.

Diese drei Substanzen sind allesamt Drogen und ironischerweise im Gegensatz zu »einigen« illegalen Drogen – sind Kaffee, Tabak und Alkohol In »hohen« Dosierungen toxisch (giftig) und können unter Umständen sogar zum Tod führen.

Anmerkungen:

Kaffee kann als stimulierendes, bzw. aufputschendes Mittel, welches in dem Sinne ähnlich wie Kokain auf die Psyche antreibend wirkt, beschrieben werden. Alkohol (z.B.: Bier aus Hopfen) und auch andere alkoholische Getränke können (in niedriger Dosierung) sedierende, bzw. beruhigende Wirkweisen auf die Psyche ähnlich wie Cannabis, Benzodiazepine, Opiate (Opium) und evtl. Weihrauch aufweisen.

Sinnbildlich, sind die benannten Mittel somit eindeutig als Droge definierbar.

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

„Menschen, die Kaffee, Tabak oder Wein konsumieren, sind keine Drogenkonsumenten“.

Unwahr, sie sind Drogenkonsumenten, die Drogen konsumieren, und viele könnten als »Süchtige« bezeichnet werden.

Komischerweise sind Koffein, Tabak und Alkohol im Unterschied zu »einigen« illegalen Drogen in »hohen« Dosen giftig und können zum Tod führen.

🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):

“People who use caffeine, tobacco and/or alcohol are not drug users”.

Untrue – they certainly are drug users and many could be classed as »addicts«.

These three substances are all drugs, and ironically unlike »some« illegal drugs – in »high« dosage's caffeine, tobacco and alcohol are toxic and can result in death.

Added notes:

Coffee can be described as stimulants that have a psychological effect similar to cocaine. Alcohol (e.g. beer) and other alcoholic beverages (in low doses), can have a sedative (calming) effect, similar to cannabis, benzodiazepines, opiates (opium) and possibly frankincense (olibanum).

Symbolically, named substances can thus be clearly defined as drugs.

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

“People who use coffee, tobacco, or wine are not drug users”.

Untrue, they are drug users using drugs and many could be classed as »addicts«.

Ironically, unlike »some« illegal drugs – in »high« dosage's caffeine, tobacco and alcohol are toxic and can result in death. [04.11.2021,Twitter].

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 18.04.2023.

Schlagworte: Definition, Einordnung, Klassifikation, Klassifizierung, Spezifizierung; Substanzen.

Mythos #01: “Spezifikation”

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:

„Es gibt eine klare pharmakologische (Arzneimittellehre) Bestimmung für Drogen (Medikamente).” 

Das ist wie als würde man sagen: „Drogen sind keine Medizin.“ [#OGB].

Gibt es nicht – was wir als kontrollierte „Drogen“ klassifizieren, ist ein soziales und kulturelles Konstrukt der 1950er und 1960er Jahre ohne kohärente (zusammenhängende bzw. logische) pharmakologische Begründung.

Das allgemeine Volk erkennt Alkohol, Tabak oder Koffein nicht als Drogen an, was diese jedoch schon immer waren und sind – und vielleicht sollte auch Zucker als Droge eingestuft werden.

Anmerkungen:

Drogen sind nur das, was andere nehmen, ist eine irreführende Annahme. Es ist falsch zu sagen, dass die eigenen Arznei- und Genussmittel, egal wie gefährlich, keine Drogen seien. [1].

🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:

„Es gibt eine klare pharmakologische Definition für Drogen.“

Gibt es nicht – was wir als kontrollierte „Drogen“ klassifizieren, ist ein soziales und kulturelles Konstrukt der 1950er und 60er Jahre ohne kohärente pharmakologische Begründung.

Wir erkennen Alkohol, Tabak, Koffein oder Zucker nicht als Drogen an.


“There is a clear pharmacological definition for drugs.”

That’s like saying: “Drugs are not medicine.” [#OGB].

There isn’t – what we classify as controlled ‘drugs’ is a 1950s & 60s social and cultural construct with no coherent pharmacological rationale.

We fail to recognise alcohol, tobacco or caffeine as drugs – and maybe sugar should also be classified as a drug.

Added notes:

Drugs are just what others take, is a misleading assumption. It is wrong to say that your medicines and enjoyment substances, no matter how dangerous, are not drugs. [1].

🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):

“There is a clear pharmacological definition for drugs.”

There isn’t – what we classify as controlled ‘drugs’ is a 1950s & 60s social and cultural construct with no coherent pharmacological rationale.

We fail to recognise alcohol, tobacco, caffeine, or sugar as drugs. [03.11.2021,Twitter].


Verweise:

  1. Inspirierende Quelle (Dr. Fabian Pitter Steinmetz): https://twitter.com/docsteinmetz/status/1601869414990757888 (11.12.2022).

Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 09.11.2024.

Schlagworte: Definition, Einordnung, Klassifikation, Klassifizierung, Spezifizierung; Heilmittel, Medizin, Arznei; Substanzen.