🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Urfassung«:
„Regelmäßiger Drogenkonsum führt unweigerlich zur Sucht.”
Unwahr – nur ein kleiner Teil der Konsumenten, die (illegale) Drogen gebrauchen, entwickelt eine Sucht, bzw. Substanzgebrauchsstörung (SUD) – ebenso wie bei der weit verbreiteten Droge Alkohol.
Anmerkungen:
Mit dem Vorurteil wird allerdings gesagt, dass: „Sucht ein Zustand sei, bei dem ein zunehmendes Wollen (Wunsch) nicht mit einer Zunahme des Mögens (Fähigkeit zur Kontrolle) über dieses Verlangen einhergeht“. [1/B, Bernhard Albrecht].
Diese Sichtweise entspricht gängigen Theorien in der Suchtforschung, die Sucht als krankhaften Zustand, bzw. "Siechtum" darstellen, in dem das Verlangen nach einer Substanz oder einem Verhalten über die Fähigkeit, es zu kontrollieren, dominiert. – Die Aussage trägt jedoch insgesamt einen Hauch von Stigmatisierung in sich, die vermieden werden sollte. [#AI].
Jeder darf von irgendetwas süchtig oder sogar abhängig sein, sei es von Familie, Freunden, Arbeit oder dessen Berufung – oder süchtig sein nach Hobbys, Fernsehen, Sport, Internet, Spiele, Liebe, Sex oder eben Medikamente. – Warum sollte dieses nicht auch für Substanzen (Drogen) gelten, die von anderen konsumiert werden?
Die wenigsten Konsumenten möchten mit jemandem über Drogen sprechen, dessen Sätze mit „Drogen-Sucht“ beginnen! Hätte ein Ski-Fahrer Lust, mit Menschen über das Ski-Fahren zu reden, wenn der zweite Satz bereits mit „Kreuzbandriss“ beginnt? [1/A].
🇩🇪 Version aus der 🇬🇧 »Tweet-Fassung«:
„Regelmäßiger Drogenkonsum führt unweigerlich zur Sucht.“
Falsch – nur ein geringer Teil der Menschen, die Drogen konsumieren, entfalten eine Sucht – genauso wie bei der weit verbreitetsten Droge Alkohol.
🇬🇧 Urfassung (Julian Buchanan):
“Regular drug use inevitably leads to addiction.”
Untrue – only a small proportion of people who use drugs develop an addiction – just like the widely used drug alcohol.
Added notes:
However, the prejudice is that: “Addiction is a condition in which an increasing want (desire) is not accompanied by an increase in liking (ability to control) that desire.” [1/B, Bernhard Albrecht].
This view corresponds to common theories in addiction research, which portray addiction as a pathological condition or "disease" in which the desire for a substance or behavior dominates over the ability to control it. – However, the statement overall carries a hint of stigmatization, that should be avoided. [#AI].
Everyone is allowed to be addicted or even dependent on anything, be it family, friends, work, or their vocation – or be addicted to hobbies, television, sports, the Internet, games, love, sex, or even medication. Why shouldn't this also apply to substances (drugs) used by others?
Very few consumer want to talk about drugs with someone whose sentences start with “drug-addiction”! Would a skier want to talk to people about skiing, if the second sentence starts with “torn-cruciate-ligament”? [1/A].
🇬🇧 Tweet-Fassung (Julian Buchanan):
“Regular drug use inevitably leads to addiction.”
Untrue – only a small proportion of people who use drugs develop an addiction – just like the widely used drug alcohol. [03.11.2021,Twitter].
Verweise:
- Inspiriert von: Dr. Fabian Pitter Steinmetz: "Ich möchte mit niemandem über Drogen-Konsum…" (11. Mai 2023).
Erstellt am: 10.11.2021,
Bearbeitet: 16.01.2026.
Schlagworte: Sucht, Süchtig, Süchtige, Süchtigen; Substanzgebrauchsstörung (SUD), Substanzgebrauchsstörungen; "Drogen sind (für Unwissende und Prohibitionisten) nur das, was andere konsumieren", Substanzen.